Scene it

Ein saugemütliches Wochenende neigt sich dem Ende entgegen. Und ich finde, es war entschieden zu kurz. Dabei war es doch eigentlich lang. Gestern war ich zwischendurch auf einen Kaffee bei L. und S.  Die beiden sind schon eine Weile krank, weil sie sich irgendeinen fiesen Keim, der den Magen- und Darmtrakt befällt, eingefangen haben. Aber langsam geht es ihnen besser und sie warten darauf, dass die Keimzahl im Körper soweit runter ist, dass sie wieder arbeiten gehen können.

Heute war dann AM zum Frühstück da. Das hat allerdings so bis 16 Uhr gedauert *lach*…  wir haben „Scene it“ gespielt. Für Filmfans und Kinosüchtige das richtige Spiel. Es würde zwar mit drei oder vier Spielern mehr Spaß machen, aber es war trotzdem lustig. Danach haben wir dann noch einen Film geguckt und geschnackt.

Zwischendurch haben wir auch Willi beobachtet. Das mach ich die letzten Tage ja sowieso. Gestern sah er irgendwie wesentlich besser aus als heute und seit Freitag habe ich immer mehr den Verdacht, dass er auf einem Auge nichts oder nur sehr wenig sehen kann. Freitag ist er ja auch ab und an mal gegen die Möbel gelaufen, aber da hatte ich das zuerst auf die Narkose geschoben. Inzwischen habe ich das Gefühl, dass er besonders schreckhaft reagiert, wenn etwas von einer Seite an ihn herankommt. Seine Bewegungen sind allerdings wesentlich leichfüßiger als in den letzten Wochen. Von daher könnte ich mir auch eine Entzündung in den Gelenken vorstellen, sowas wie Rheuma oder so. Schilddrüse und Diabetis würde ich nach wie vor ausschließen.

Ich bin schon sehr gespannt, was morgen das Blutergebnis sagt.

Tine

Heute habe ich nach langer Zeit zufällig mal wieder Tine Wittler gesehen. Eigentlich finde ich das schon eine schöne Idee, wenn sie Abbruchhäuser von Leuten, die das – aus welchen Gründen auch immer –  nicht selber auf die Reihe kriegen, total sanieren und umgestalten. Aber der Typ, den die da heute hatte, fand ich ja mal richtig unmöglich. Der war ja die reinste Strafe!! Mag sein, dass es Unsicherheit war oder er sich kastriert fühlte, weil er es nicht alleine geschafft hat. Wer so lebt hat – meiner Meinung nach – ohnehin tiefer gehende Probleme…  aber so wie der sich aufgeführt hat….

Ich fand es ja gut, dass Tine da eine Weile später nochmal nach dem Rechten gesehen hat. Aber ob das wirklich real war, wage ich zu bezweifeln.

Hier in der Nähe gibt es auch ein Haus, dass von dem Team hergerichtet wurde und das wirklich total schlimm aussah.

Aber ich würde wirklich gerne mal sehen, wie die Häuser aussehen, wenn nach einem Jahr oder so ein Filmteam unangemeldet da auftaucht…   Sie können zwar die Häuser und die Wohnsituation ändern….  aber nicht die Menschen!!

Die Sache mit der Zeit

Zeit ist relativ…  das doofe ist, dass die Zeit sich immer falsch anfühlt. Wenn etwas Spaß macht oder man etwas dringend erledigen sollte, fliegt sie viel zu schnell dahin. Wenn man auf etwas wartet – z.B. den Feierabend oder das Eintreffen einer Sache, auf die man sehnsüchtig wartet – dann kann sie sich wie Kaugummi ziehen und aus Sekunden werden Stunden, aus Stunden Tage, aus Tagen Wochen und aus Wochen Monate.

Wenn ich das Jahr bisher rückblickend betrachte ist es nur so dahingerast. Wenn ich daran denke, dass ich auf ein Ereignis noch warten soll, dann kommen mir sechs Wochen vor, als wäre das eine Zeitspanne, die nie vergehen kann. Bei der Arbeit bricht die vierte Woche an und die letzten drei Wochen fühlen sich an, als wären es nur ein paar Tage gewesen und trotzdem sind diese geschätzten sechs Wochen wie ein riesiger Berg, den ich nie im Leben überwinden kann. Selbst wenn es nur vier sein sollten, ist das eine kleine Ewigkeit…

Ich bin das Warten und Gedulden leid!!!