Wenn man immer in einem kleinen oder mittelständigen Unternehmen gearbeitet hat, dann hat man gelernt, dass Entscheidungen relativ zeitnah getroffen werden können. Das ist im besten Fall zeitnah und kostensparend.
Wenn man dann plötzlich einem großen Konzern sitzt, sieht die Welt plötzlich ganz anders aus. Da braucht die Entscheidung, ob eine neue Kaffeemaschine gekauft werden kann mindestens vier Wochen und es sind vermutlich so viele Leute in die Entscheidungsfindung involviert, dass man für das Geld, dass das kostet, locker fünf Kaffeemaschinen kaufen könnte. Und wir reden hier nicht von einem 2000-Euro-Vollautomaten, sondern von einer einfachen billigen 50-Euro-Kaffeemaschine.
Wie kompliziert wird es dann erst, wenn es um kostenintensivere Entscheidungen geht… zum Beispiel meinen Arbeitsvertrag????
Ja. der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch, bereits im August oder September erhielt ich die frohe Kunde, dass man mich doch gerne einstellen würde. Und das natürlich zeitnah.
Das erste Datum, dass mir genannt wurde sollte Mitte September sein. Das wäre auch erstaunlich zeitnah gewesen. Schnell stellte sich heraus, dass große Konzerne so zeitnah nicht können. Also aversierte man kurzzeitig Anfang Oktober…. das war aber auch zu zeitnah.
Irgendwann traute sich dann jemand mit der Sprache herauszurücken. Also da ja die Töpfe für Angestellte und Zeitarbeiter verschiedene sind… und in dem für Angstellte nix mehr drin ist… aber in dem für Zeitarbeiter ist noch was…. blablablubb….
Also der spätesten Termin wäre ja der 15.05. dieses Jahr. Bis dahin auf jeden Fall. Aber evtl auch schon eher, also Anfang diesen Jahren.
Irgendwann kam ein Oberboss, dann ein weiterer, beide fanden mich toll, beide wollten das ganze forcieren… aber es kam kein Vertrag. Irgendwann kamen dann auch erstaunte Fragen von anderen Seite a la “wie? Sie haben den Vertrag noch immer nicht?”
Dann kam ein weiterer Oberboss und meinte zuversichtlich, ich solle mir keine Sorgen machen, der Vertrag solle auf jeden Fal noch vor Weihnachten kommen. Zwischen Weihnachten und Neujahr kam dann ein Anruf, der Vertrag läge bereits fertig in der Personalabteilung. Es fehle nur eine Unterschrift, und derjenige würde sofort nach seinen Urlaub unterschreiben und dann, ja dann wird der Vertrag verschickt.
Aber erstmal unter Vorbehalt. Weil wegen, der Betriebsrat hat ja den Vertrag schon zweimal abgelehnt. Aber das ist überhaupt gar kein Problem. Weil die stimmen schon zu… also irgenwann…
Achja und dann war natürlich der Tenor des ganzen “wenn Sie den Vertrag haben, brauchen Sie sich keine Sorgen mehr machen… so wegen Einkommenshöhe und so,… und dann gibt es noch ein Bonussystem… also wenn Sie so weiter machen wie bisher… ” mir sollten praktisch die gebratenen Tauben in den Mund fliegen…
Ganz zu Anfang fielen auch noch so Begriffe wie “übertariflich” und “Sonderzulagen” … die hat aber in den letzten Wochen niemand mehr gesagt.
Über Zahlen wurde auch nie direkt gesprochen.
Am Mittwoch kam der Vertrag… unter Vorbehalt.
Er war mir angekündigt worden und so fuhr ich voller gespannter Vorfreude ins Casa, presste mir noch einen Kaffeepad aus und hockte mich freudestrahlend mit dem großen Umschlag auf die Couch.
Und dann entgleisten mir die Gesichtszüge…..
Grundsätzlich erwartet man ja – oder zumindestens ich – dass ich, wenn ich aus Zeitarbeit übernommen werde, dass ich mich so rein finanziell verbessere. Immerhin bin ich bereits eingearbeitet und meine Vorgesetzten hatten ausführlich Gelegenheit sich davon zu überzeugen, dass ich das was ich dort machen soll auch kann. Und meine direkten Vorgesetzten vermitteln mir durchaus den Eindruck als würden sie das, was ich mache, auch gut finden. Mit diesem Vertrag würde ich mich allerdings deutlich verschlechtern. Und wer will das schon. Zugegeben, die wissen nicht, was ich derzeit verdiene, aber mit Tarif oder sogar übertariflich hat das Angebot sowieso schon mal gar nichts zu tun.
Aber das war mir da als Vertragsentwurf präsentiert wurde ist, auf Deutsch gesagt, ein schlechter Scherz. Und mit ziemlich genau diesen Worten habe ich dann auch meinen Vorgesetzten angemailt.
Mein erster Impuls war, alles zurück in den Umschlag zu schieben, draufzuschreiben “gelesen und gelacht” und es zurückzuschicken.
Naja, ich habe dann nach Gesprächen mit meiner nächsthöheren Vorgesetzen und der Personalabteilung das Gehaltspoker eröffnet. Mal gucken, was dabei herauskommt. Sollten die es bei diesem Angebot belassen wollen kann ich es mir leider nicht leisten für dieses Unternehmen zu arbeiten.
Wir werden sehen, was diese Woche bringt, drückt ein bisschen Eure Däumchen
Ja ich weiß, Ihr wisst das eigentlich schon aber es gibt Tage, an denen mir das sehr bewußt wird.
Hier in “meiner” Stadt gibt es ja leider keinen Starbucks-Dealer meines Vertrauens. Aber im Rahmen meines Broterwerbs habe ich die Möglichkeit regelmäßig meinen Drogendealer anzufahren und mir meine Droge zu beschaffen.
Wenn man dort häufiger vorbeikommt wirft das auch bei den Barista meines Vertrauens Fragen auf. Zum Beispiel die Frage “arbeitest Du hier im Haus?” und so kam irgendwann das Gespräch darauf, was ich beruflich mache und wieso ich im Schnitt zwei bis dreimal die Woche dort vorbei komme und mir meinen Chocolat Mocha Venti to go hole.
Inzwischen ist es sehr oft so, dass ich mich nicht mal mehr in die Schlange der Wartenden einreihen muss sondern meine Droge bereits geordert wird wenn ich über die Schwelle trete und ich direkt zum Ende des Tresens durchgewunken werde. Und ja, dann brauch ich ab und an auch nicht bezahlen. Was mir bei den Preisen auch durchaus entgegen kommt.
Nachdem die Barista irgendwann wußten, was ich beruflich mache kam auch bald die erste Frage nach einer Wohnung.
Inzwischen, einige Monate später, ist der Umzugswunsch akkut geworden und so kann ich jetzt ab und an meine Drogenbeschaffung als dienstlichen Termin einplanen… hat ja alles was für sich
Nun war ich entgegen meiner Gewohnheit und auf Grund neuer Bestandsaufteilung in den letzten Wochen etwas seltener zur Drogenbeschaffung dort. Oder ich war bei einem anderen Starbucks-Dealer weil ich in Gesellschaft von Freunden und/oder des Liebsten unterwegs war und die Droge nicht unterwegs, sondern gemütlich im Strandkorb geniessen wollte.
Als ich also in der vergangenen Woche nach längerer Pause in meinem Stamm-Starbucks einlief, stürmten die Barista meines Vertrauens auf mich zu. Wo ich gewesen wäre, ob es mir gut geht, man hätte sich Sorgen gemacht… die Kollegin hätte täglich nach mir gefragt… ich muss echt doof aus der Wäsche geguckt haben
Es ging um eine Wohnung… sie will jetzt umziehen und würde gerne Wohnungen besichtigen… kein Problem..
hoffentlich bringt sie mir nen Chocolate Mocha Venti to go mit
Das mit den Männern und den Frauen ist ja so eine Sache. Das habe ich in den vergangenen 5 Jahren gelernt… sowohl bei den Männern, die mir über den Weg gelaufen sind als auch bei denen, die meinen Freundinnen über den Weg gelaufen sind.
Da gibt es die, die fluchtartig die Stadt oder am liebsten gleich das Land verlassen, wenn es ernst zu werden droht, dann sind da die, die jahrelang an alten Geschichten herumlaborieren, die Kontrollfreaks, die, die eigentlich von vornherein nur “das eine” wollen, ab und an auch welche, die das mehr als direkt artikulieren, dann gibt es die, die mit so dummen Sprüchen kommen wie “Du bist die Frau für’s Leben, aber es ist besser ich bleibe Singel” oder die “Du bist ein so toller Kumpel, ich will Dich lieber als Freund” etc. pp. Natürlich gab es auch die zu anhänglichen oder zu lieben…. die einem nach dem ersten Kaffee bereits die Luft zum atmen abschnüren. Achja, dann hätten wir noch die Kategorie “meine Ehe ist Mist aber ich kann mich nicht trennen”.
Von allen war irgendwer dabei und verdammt oft hat es blaue Flecken und tiefe Kratzer auf Herz und Seele gegeben. Irgendwann hatte ich dann festgestellt, dass es – mit dem entsprechenden sozialen Umfeld und guten Freunden – viel einfacher ist, wenn man um die Männerwelt einfach einen großen Bogen macht. Zwei Jahre hat das ganz wunderbar funktioniert und ziemlich gut getan. Es gibt innere Ruhe und die Sicherheit, dass Frau auch wunderbar alleine zurecht kommt.
Und dann…
Dann kommt da auf einmal einer um die Ecke, bei dem alles ganz einfach zu sein scheint. Keine ewiglangen Diskussionen um Probleme, die weit vergangen oder noch gar nicht vorhanden sind. Keine Diskussionen über Erwartungen die man nie geäußert hat – weil sie nicht vorhanden sind - aber das Gegenüber über vermeindliche Hellsicht verfügt und sicher ist, dass diese Erwartungen selbstverständlich da sind. Keine Diskussionen über aktuell unveränderliche Gegebenheiten. Weil einfach klar ist, dass diese Gegebenheiten sich irgendwann verändern werden. Nicht Ersatz sein für etwas, sondern eine Bereicherung für das was schon da ist.
Unkompliziert, vertrauensvoll, verbindlich, emotional, losgelöst und leicht fühlt es sich an wenn wir zusammen sind. So wie es sein sollte am Anfang. Mit unendlich viel Nähe, im Kopf, im Herzen und auf der Haut. Und das nach so kurzer Zeit.
Ein Monat ist es nur noch bis zum 11.02. also wird es Zeit, dass es an die Detailplanung geht. Als erstes stellt sich die Frage, wo treffen wir uns alle??
Als Vorschlag hätte ich dieses Lokal im Angebot. Wenn von Euch Dresdnern noch jemand eine Idee hat dann nur her damit, ich bin da ja nicht ortskundig :o)
Da hab ich doch per Zufall entdeckt, dass es ein neues Konzerthighlight gibt. Und das auch noch mit den alten Sachen inkl. Wunschliste die vorab per Email geschickt werden kann…. da hab ich doch mal fix Karten geordert um mit dem Liebsten hinzugehen….
Das ist dann meine Entschädigung für das entgangene Konzert im Sommer nach der Not-Op…
Die Feiertage sind überstanden und der Alltag kehrt endlich wieder ein. Auch wenn die Feiertage dieses Mal total schön waren.
Am heiligen Abend stand ja erst der Familienpflichtbesuch an. Danach ging es fix zurück ins Casa, immerhin war der Liebste auf den Weg zu mir. Am ersten Weihnachtstag waren wir dann ein bisschen in der Stadt unterwegs. Wir wollten mal frische Luft tanken und ich wollte dem Fuchs ein bisschen was von der Stadt zeigen. Danach hab ich mich dann auf die Couch geflätzt während er den Kochlöffel geschwungen hat.
Also kochen kann er
Am zweiten Weihnachtstag hab ich dann ja das Wildschwein gebrutzelt und Freunde kamen zu uns zum Essen.
Silvester haben wir dann bei Nadinechen und Caschy zusammnen mit Ini, Casi und HzweiG gefeiert. Erst gabe es lecker Raclette und dann wurde ich zum Singen gezwungen… war aber gar nicht schlimm, hat sogar Spaß gemacht *bg*
Und es war definitiv das erste Silvester seit 5 Jahren ohne Tränen und Magengrummeln. Es war genau genommen sondern großartig…. auch wenn es manchmal noch sehr ungewohnt ist, dass da jemand ist der so offen und uneingeschränkt zu eine steht…. einfach schön und kaum in Worte zu fassen…. wenn das Jahr so weiter geht… <3
Vor lauter Reallife komm ich kaum zum Bloggen. Dabei wollte ich doch noch angeben mit meiner Wildsau. Immerhin war die ein voller Erfolg.
Feuerengeln proudly presents: Wildschwein
Eigentlich geht das ganze relativ einfach. Wildschwein einlegen in Buttermilch, Wein, Wachholderbeeren, Thymian und Pfeffer… das ganze 36 Stunden stehen lassen, danach das Fleisch anbraten und dann in Wein schmoren.
Richtig richtig lecker :o)
Und meinen Freunden und dem Liebsten hat es richtig gut geschmeckt!!
Ansonsten war Weihnachten total schön…. so zu zweit ist das doch was ganz anderes irgendwie
Ich weiß, diejenigen, die hier schon lange lesen werden jetzt vermuten, dass Aliens mich geklont und ausgetauscht haben… oder so…
Aber was soll ich sagen. Verflixt ich freu mich auf Weihnachten. Und das ist im Hause Feuerengel nun wahrlich nicht üblich. Eher im Gegenteil. Achja und auf Silvester freu ich mich auch…. ein bisschen unheimlich ist mir das alles schon. Ich freue mich auf den morgigen Großeinkauf im Weihnachtsgetümmel, auf Geschenke suchen für Leute die eigentlich alles haben oder bei denen man einfach nicht weiß, was sie sich wünschen könnten, Weihnachtskarten mit … und … unterschreiben, irgendwie auf alles… fehlt eigentlich nur noch, dass ich mir Schnee wünsche… aber den will ich dann doch nicht.. außer vielleicht von Samstagnacht bis Montagabend…
Aber es fühlt sich verdammt gut an… Heiligabend findet zwar erstmal das Standard-Familienprogramm statt aber danach wird Weihnachten richtig gut. Heiligabend reist der Liebste an und bleibt bis zum Dienstag. Am 1. Weihnachtstag darf er mich dann bekochen *g* . Am 2. Weihnachtstag werden wir – jaaaa wir - richtig die Küche verwüsten und einen Wildschweinbraten vom Feinsten zaubern (drückt die Daumen, dass mein Plan funktioniert *g*) und mit Freunden ein Festmenue geniessen, inkl. Vorsuppe und Dessert.
Das Silvesterwochenende wird ähnlich schön. Freitags zum Jahresausklang mit Freunden Essen gehen, Silvester bei Nadinechen und Caschy, und Neujahr noch ein Tag zum Kuscheln zu zweit…
Irgendwie alles aufregend… und jetzt wißt Ihr auch ein bisschen, warum es eine ganze Weile so ruhig war hier das reale Leben kann ganz schön zeitintensiv sein, und manchmal ist es nicht so richtig in Worte zu fassen.
Hoffentlich freut Ihr Euch auch alle so auf die kommenden Tage…
Am letzten Wochenende hat Frau Feuerengel mal wieder die Mupfel beladen um durch die halbe Welt zu brausen und großartige Menschen zu treffen. Den großartigsten habe ich unterwegs schon mal eingesammelt und ein Stück des Weges mitgenommen.
Zwischendurch haben wir dann noch Station bei der lieben @3mausimhaus gemacht, die uns mit Pichelsteiner und superleckerem Nachtisch mit Baiser aufgepeppelt hat. Danach hat sie uns noch die Umgebung gezeigt… da waren Berge… und wir waren da drauf… also für so ein kleines Nordlicht wie mich waren das ja schon riiiiiieeesige Berge… für die da unten wohl eher leichte Bodenerhebungen
In Heidelberg angekommen haben wir uns dann erstmal auf unserem Zimmer breit gemacht und dann den kürzesten Weg zum Kaffeeversorger meines Vertrauens ausgekundschaftet.
Am Abend hatten wir dann die Ehre in Monstropolis Prime empfangen zu werden und dort die kulinarischen Spezialitäten des ansässigen Asia-Dealers zu testen.
Zu späterer Stunde reisten dann auch @BumbeeBum und @frolleinronja an. Der Plan war eigentlich unsere neue, in Köln geborene Tradition fortzuführen und den Abend mit einem Bierchen im Hotelzimmer ausklingen zu lassen. Aber da die Menschen in Baden Württemberg sehr merkwürdige Dinge beschließen, z.B. dass man zwischen 22 Uhr und 5 Uhr keinen Alkohol zur Mitnahme kaufen kann, wurde da leider nix draus, jedenfalls nicht mit Alkohol.
Am Samstag haben wir dann zu viert erstmal ausführlich die Innenstadt erkundet und uns das Schloss inkl. Apothekermuseum angeschaut. Wirklich hübsch so ein Schlösschen. Hier oben gibts ja sowas kaum.
Am Abend fand dann das #twitzel statt. Miss Fairytalez und Chrimm stießen noch zu uns und so trafen wir uns zu acht in einer urigen Dorfkneipe und hatten – wie erwartet – einen sehr lustigen Abend an dem komischerweise immer wieder das Wort “niedlich” fiel… keine Ahnung was die meinten
Am Sonntag haben wir dann mit @BumbeeBum und @frolleinronja dann nochmal in der Innenstadt Frühstück gejagt und sind dann auf der anderen Nekarseite den Philosophenweg entlanggewandert. Und wie kann es anders sein, das Wetter war natürlich grandios…
wenn Engel reisen
Ein paar Fotos gibt es natürlich auch und Heidelberg ist defintiv immer wieder eine Reise wert
Der eine oder andere von Euch erinnert sich bestimmt noch an diesen und die darauf folgenden Blogposts. Es war die Ausschreibung einer Stelle als Feuerbengel. Zwischenzeitlich war die Suche mal kurz eingestellt und dann geriet sie irgendwie in Vergessenheit. Naja… Frau kommt ja grundsätzlich auch alleine klar… und dieses Jahr gabe es auch so genug Aufregung. Eigentlich hatte ich mir gar keine Gedanken mehr darüber gemacht zumal die ganze Aktion ja auch mit mindestens einem zwinkernden Auge gestartet war.
Und dann?? ja dann flatterte plötzlich eine Bewerbung ins Haus. Und zwar die hier:
Meine liebe Frau Feuerengel,
mit wurde gewahr, dass bei Ihnen eine Stelle als Feuerbengel zu vergeben ist. Gerne möchte ich mich auf
diese bewerben.
Ich bin, so muss ich zugeben, sicher nicht der absolute Wunschkandidat, jedoch erfülle ich viele Ihrer
Anforderungen. Ich bin nicht dümmer als die meisten anderen Männer auch, habe ein wenig Humor,
manchmal auch von der schwarzen Seite, bin kuschelbedürftig, aber auch unternehmungslustig. Habe sehr
wohl einen eigenen Freundeskreis und Hobbies, bin aber auch bereit, neue Leute kennenzulernen.
Mit meinen 1,93m bin ich recht groß gewachsen, biete jedoch auch einen Waschbärbauch und auch sonst
ein gewisses Maß an erotischer Nutzfläche. Ich habe Hobbies, die manches Wochenende Zeit von mir
verlangen, bin also nicht jederzeit greifbar, aber durchaus an gemeinsamen Unternehmungen interessiert.
Bei einem ersten Treffen in der schönen Stadt Köln waren Sie ja bereits in der Lage, sich ein erstes Bild
von mir zu machen, ich bin aber bereit, damit Ihr Bild von mir vollumfänglich wird, diese Stelle im
Rahmen eines Praktikums einzunehmen, damit Sie eine Entscheidung treffen können.
Jaja… werdet Ihr sagen… kann ja jeder sowas schreiben *g*… aber so ganz ohne Referenzen und Lebenslauf?? Geht nicht… ohne Hintergrundinfo stellt man niemanden ein, egal wie vakant die Stelle sein mag. Ich bat also freundlich darum, mir entsprechende Unterlagen nachzureichen. Referenzen gab es leider keine, aber ein Lebenslauf trudelte kurz darauf ein… nämlich dieser hier, den ich jedoch leicht anonymisiert habe
Hallo liebe Frau Feuerengel,
da Sie sich einen Lebenslauf erbeten haben, folgt dieser nun hier. Einen Lebenslauf in
tabellarischer Form kann ja jeder, also werde ich die wichtigsten Details meines Lebens in
ausführlicher, schriftlicher Form darbringen, in der Hoffnung, dass dies in Ihrem Interesse
ist.
Beginnen möchte ich gerne am Anfang, im Jahre 1978, wo ich als erster von drei Söhnen,
als Kind meiner ersten und auch einzigen Eltern zur Welt gekommen bin in einem kleinen
Ort, mit Namen XXX. Aufgewachsen bin ich dann in der schönen Stadt XXX, den
Kindergarten und auch die Grundschule besuchte ich jedoch im Nachbarort XXX, da
diese so rein entfernungstechnisch näher lagen, als ihre XXX Pendante.
Im Anschluß an diese Schulen besuchte ich noch ein Weilchen die Realschule in XXX,
für ein Gymnasium war ich nie engagiert genug in der Schule, direkt im Anschluß darauf
ging es dann an die wunderbare „Höhere Berufsfachschule für Informatik“, wo sich die
Weichen zu meinem heutigen Beruf des Computer und Server Wiederganzmachers stellten,
welchen ich seit eh und jeh bei der Ihnen bereits bekannten Firma ausübe.
Zwischenzeitlich verbrachte ich einige Monate im Dienste unseres Landes, in der schönsten
der Teilstreitkräfte, der wunderbaren Luftwaffe. Stationiert war ich im schönen XXX
in Rheinland Pfalz, wo ein paar Jagdbomber herumschwadronierten.
Was soll ich sagen, ich arbeite, oder aber gehe meinem Hobby nach, der ehrenamtlichen
Arbeit im Deutschen Roten Kreuz, wo ich als Rettungssanitäter bei diversen Veranstaltungen
Erste und manchmal auch Zweite Hilfe leiste, außerdem unterrichte ich junge, interessierte
Menschen, die mal den Führerschein machen möchten in eben diesem Fach und
bilde unsere Sanitäter aus. Hinzu kommt noch, dass ich mich gerne mit Leuten treffe, die
ich über Twitter kennengelernt habe, aber bisher nur bei einer dieser Personen eine Bewerbung
geschrieben habe, was mir hoffentlich positiv angerechnet wird.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Jaa, schon besser… aber so ganz ohne Referenzen… geht ja mal gar nicht…
Um das Manko auszugleichen habe ich dann mal eben eine Einladung zu einem Praktikum verfasst und den Herrn Bewerber dazu eingeladen
Ihre Bewerbung um die Position des Feuerbengel vom 16.11.2011
Sehr geehrter Herr XXX,
vielen Dank für Ihre Interesse an der vakanten Stelle des Feuerbengel.
Nach detaillierter Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen und Auswertung Ihrer mit Frau Feuerengel geführten Telefonate, möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich Sie zu einem Assessment-Center mit angegliedertem Praktikum einladen möchte.
Das Praktikum soll stattfinden in der Zeit vom Freitag, den 09.12.2011 ca. 11 Uhr bis Sonntag, den 10.12.2011 um ca. 16 Uhr. Veranstaltungsort ist die Stadt Heidelberg.
Im Rahmen dieses Praktikums fungieren Sie als Gesellschafter sowohl für Frau Feuerengel alleine, als auch in Gesellschaft anderer Freunde.
Mitzubringen sind neben dem üblichen Reisegepäck und W-Lan: Gute Laune, Humor, gerne auch schwarzer, starke Nerven, falls vorhanden ein Heidelberg-Reiseführer, festes Schuhwerk (Frau Feuerengel beliebt die Stadt fußläufig zu erkunden), zwei starke Arme, zartfühlende Hände, noch mehr Humor, ausreichend wärmespendende Ankuschelfläche (witterungsbedingt), noch mehr Humor, Herzlichkeit, Natürlichkeit und Unbeschwertheit.
Da ich zuversichtlich bin, was Ihre Bewerbungsaussichten angeht, wäre es möglich, dass zum Ende des Praktikums ein vertiefendes Gespräch über die Umsetzungsmöglichkeiten Ihrer Anstellung als Feuerbengel geführt werden könnte.
Bitte teilen Sie mir kurzfristig mit, ob Ihnen der Termin und der Ablauf des Praktikums genehm sind. Anregungen zur Verbesserung oder Ausweitung des Praktikums nehme ich jederzeit gerne entgegen.
Mit freundlichem Gruß
Frau Feuerengel
Casa Feuerengel
Und was soll ich Euch sagen??? Der Herr hat das Praktikum bestanden und die Zusage für die Stelle gekriegt *freu* *hüpf*
Da hätte ich ja fast den 4. Geburtstag meines Babys verpasst.
Vier Jahre texte ich Euch hier jetzt schon zu. Nagut, am Anfang war das Blog woanders. Aber es ist immer noch alles da und hat inzwischen kleine Geschwisterchen bekommen *g*
Inzwischen habt Ihr Euch über 69.400 Mal meine geistigen Ergüsse angetan. Ihr seid wirklich hart im Nehmen ;o)
Euch allen meinen Dank für viele liebe Kommentare, tolle Menschen, die ich – zum Teil auch im wahren Leben – kennenlernen durfte und alle keinesfalls mehr missen möchte.
Ihr seid toll!!!
Und nächstes Jahr gucken wir dann, ob so ein Blog eigentlich eingeschult werden muss… oder so ;o)
In Köln kam ja schon das Thema auf, dass so ein toller Abend gaaaaanz schnell wiederholt werden sollte. Seh ich gaaanz genauso!!
Als “Austragungsorte” standen Hamburg und Dresden zur Debatte. Hamburg wäre zwar nah dran, aber das kenn ich ja schon. Und nach Dresden wollte ich schon immer mal *g*
Also hatte ich Anfang der Woche mal in den Raum gestellt, dass wir das nächste für den 11.02.2012 in Dresden ansetzen.
Ich fände die Idee grooooßartig!! Darum hätte ich jetzt gerne toootal viel Kommentare von Euch wer alles dabei wäre und ob Euch der Termin passt. Wenn dann ein paar Leutchen zusammen kommen, übernehme ich auch gerne die Planung :o)
Also gehet hin und verbreitet die frohe Botschaft auf das wir einen weiteren grandiosen Abend miteinander verbringen!!
Ach, das war ja mal wieder ein großartiges Wochenende!!! Aber von Anfang an…
Am Freitag hab ich mit die liebste Federschwarzes geschnappt, sie in meine Mupfel gepackt und bin mit ihr nach Köln gefahren. Dort angekommen haben ich erstemal neue lukullische Genüsse kennengelernt und wir haben einen Blindenporno genossen. Naja genossen wäre wohl der falsche Ausdruck.
Im Nachbarzimmer hatte offenbar ein Paar sehr sehr schlechten Sex. Die taten uns richtig leid. Ich meine, wenn man im Nachbarzimmer schon hören kann, dass anscheinend der eine vom jeweils anderen Sex erwartet, aber eigentlich beide keinen Spaß dran haben…. echt traurig *kicher*
Am Abend gesellte sich dann noch BumbeeBum zu uns. Den haben wir uns dann am Samstag unter den Arm geklemmt und haben erstmal die Stadt unsicher gemacht. Die wichtigsten Dinge die wir dort entdeckt haben sind, dass es eine hervorragende Starbucks-Dichte gibt (ein Choclate Mocha Venti reicht immer bis zum nächsten Starbucks) und dass in Köln die Emanzipation weiter fortgeschritten ist. Alle kölner Väter schieben die Kinderwagen… es sei denn sie tragen gerade die Kinder auf dem Arm oder schwere Einkaufstüten. Nur die Touri-Männer liessen ihre Frauen die Kinderwagen schieben. So geballt war das schon fast ein Kulturschock.
Dann haben wir noch festgestellt, dass es uuuuunglaublich viele Klischee-Kölner gibt. Und die versinnbildlichen wirklich jede Karikatur. Nur wie die das mit der Stimme von dem Kellner am Abend hinbekommen haben… ich bin mir nicht sicher, ob der nicht an einer sehr sehr empfindlichen Stelle starke Schmerzen hatte….
Am Samstag abend war dann das langersehnte Treffen. Und es war wirklich wirklich großartig!!! Obwohl oder gerade weil die meisten im Restaurant keinen Netzempfang hatten. Das war der erste große Lacher… (ich hatte übrigens Netzempfang )
Sehr bezeichnend war wohl, das zwei gewissen sehr liebe süße Damen die Gelegenheit bei der ersten Zigarettenpause ergriffen, mit ins Dekolté zu greifen und mal zu testen, wie das Ergebnis des OP-Marathon ausgefallen ist *g*
Zu späterer Stunde haben wir uns dann aus dem Restaurant verabschiedet und uns noch eine Brauerei gesucht. Der Brauer guckte recht sparsam, als ich mit meinem frischgezapften Starbucks (jaaaa, da kriegt man in der Stadt um Mitternacht noch frischen Kaffee… ich bin sooooo neidisch) in die Brauerei marschierte. Ich könne doch nicht mit einem Kaffee in ein Brauhaus gehen… Klar kann ich und mal ehrlich… ich habe so ein Kölsch probiert… das geht mal gaaar nicht… aber ich bin ohnehin kein Biertrinker…
Nachdem sich die tolle Runde auflöste haben wir dann kurzerhand noch an der Tanke neben dem Hotel Getränke besorgt und sind zu viert auf unser Hotelzimmer.
Man stelle sich vor, vier Personen sitzen mit vier Smartphones, einem Netbook, einem Ipad und einem Tablet auf oder neben dem Bett, twittern miteinander und lachen sich schlapp… für normale Menschen vermutlich lächerlich… für uns einfach klasse!!!
Am Sonntag sind wir dann zu viert nochmal in die Stadt gezogen, haben zum Frühstück meine Starbucks-Sucht befriedigt und haben uns nochmal die Stadt und den Dom abgeschaut. Bei der Gelegenheit haben wir dann auch den Herrn Fuchs live kennengelernt.
Hier also mein persönlicher Dank an gaaaaanz viele gaaaaanz tolle Menschen, die ich bitte alle ganz ganz bald wiedersehen möchte :o)
Die Mupfel steht wieder heile vor der Tür, die Hinterlassenschaften der Feier gestern sind weggeräumt, der Koffer ist gepackt und der Inhalt würde wohl auch für ne Woche reichen (Frau eben *g*)
Endlich kappt eine geplante Reise in diesem Jahr…. falls ich mir sucht, ich bin dann auf dem Weg nach Köln