Juhuuuuu *freu* *hüpf* heute kam der Anruf. Das neue Casa ist mein!!! Da eine Antwort zu bekommen war gar nicht so einfach. Die sind noch schwerer zu erreichen als ich im Dienst *bg*
Doof ist nur, dass ich wohl einen halben oder einen ganzen Monat doppelte Miete zahlen muss. Mal gucken ob sich da noch was drehen lässt.
Der jetzige Mieter will ja tatsächlich erst am 01.08. ausziehen, also kann ich erst am 01.08. mit Renovieren anfangen. Das wird eine harte Nuss, die es zu knacken gilt.sowas. Weil einige Teile, wie die Fußleisten, werd ich wohl nicht mit der Mupfel transportieren können.
Also starte ich schon mal langsam in die Detailplanung. Nun heißt es, Baumärkte abklappern, Angebote aufstöbern, etc. pp.
Die meisten Arbeiten müssen am ersten Augustwochenende erledigt sein. Ich hoffe, dass an dem Wochenende dann Herr Papaa Zeit hat anzureisen und bei den Sachen zu helfen, die ich nicht alleine kann. An einigen Sachen scheitere ich ja dann doch schon aus mangelnder Körperkraft.
Für das zweite Wochenende steht dann der Umzug auf dem Plan. Ich hoffe da wird es mit Helferlein nicht ganz so schwer, aber die Entfernung zwischen altem Casa und neuem Casa macht das ganze nicht unkomplizierter.
Ich sollte doch ernsthaft eine Twitter- und Bloggerparty für den 11.08. planen, da dürfte dann der Umzug ein Klacks sein
Nun denn, morgen oder übermorgen dürfte der Mietvertrag im Briefkasten liegen.
Ein mulmiges Gefühl im Bauch macht sich schon breit. Ein neuer Neuanfang in einer weitestgehend neuen Stadt, wieder fast 100 km weit weg von allem, was vertraut ist…. Alles neu suchen, Ärzte, Sport, Menschen, Lokale….
Hatte ich mir nicht eigentlich vor sechs Jahren geschworen, dass ich das nie nie nie wieder machen würde??? *nachdenk*
60 m² Laminat wollen verlegt werden. Drei Zimmer zumindest zum Teil streichen, Decken wohl alle, im Schlafzimmer eine Wand tapezieren. Und den allergrößten Teil davon werde ich wohl alleine wuppen müssen. Hat ja kaum wer Zeit. Nebenbei dann noch einen Kombi mieten oder
Am Freitag war ich wieder in Sachen Wohnungssuche unterwegs. Donnerstag hatte ich mir die Zeit genommen, das Büro der Wohnungsgesellschaft aufzusuchen, bei der ich auch jetzt wohne, und bekam direkt drei Angebote in die Hand gedrückt. Eine Mieterin, die noch in der angebotenen Wohnung wohnt, konnte ich leider nicht erreichen, aber die anderen beiden hatten gleich am Freitag Zeit.
Die erste Wohnung war leider etwas sehr dunkel, es hätte sehr viel renoviert werden müssen und das Bad war mal wieder so winzig, dass nicht mal eine Katzentoilette hineingepasst hätte. Auch die Waschmaschine hätte nicht reingepasst. Die hätte in einem kleinen Verschlag auf dem Flur stehen müssen. Das ist zwar relativ gängig, aber mich würde das einfach nerven.
Bei der Mieterin, die ich nicht erreichen konnte, habe ich mir das Umfeld angeguckt und ihr einen Zettel in den Briefkasten geworfen. Lt. Grundriss wäre die Wohnung zwar etwas größer als die erste, aber das Problem mit dem Bad wäre das gleiche. Dafür wäre sie zweifellos heller.
Der Mieter der dritten Wohnung war etwas schwer zu knacken. Wir hatten vereinbart, dass ich ihn eine Stunde vor dem vereinbarten Termin anrufen würde. Das habe ich dann auch versucht, aber er meldete sich weder auf Festnetz noch auf Handy. Darauf hin habe ich mir erstmal das Umfeld angeguckt, bin um das Haus herumgelaufen und habe mir angeschaut, was für Leute da so unterwegs waren.
Abgesehen von einer Dirk-Bach-Kopie die etwas putzig aussah, waren dort aber tatsächlich ganz normale Leute unterwegs die auch tatsächlich alle arbeiten zu gehen scheinen. Die Balkone sahen ordentlich aus und alles sprach dafür, dass das eine ruhige Ecke ist. Dazu kommt, dass die Wohnung knapp 10 Minuten vom Büro entfernt liegt. Die Straßenbahn fast vor der Tür ist und auch Einkaufsmöglichkeiten vorhanden sind.
Den Grundriss fand ich soweit auch gut, ist die Wohnung doch ein Stück größer als meine jetzige.
Zu meiner Überraschung rief mich der Mieter dann doch noch zurück und teilte mir mit, dass er zuhause sei und ich raufkommen könnte. Und was soll ich sagen? Die ist es!! Das Wohnzimmer schön groß, die anderen Räume sind auch alle etwas größer als hier im Casa, das Bad ist fast perfekt und neu, die Küche ist nicht sooo toll, aber ich denke über Kurz oder Lang werde ich mir da dann eigene Küchenmöbel reinstellen.
Reserviert ist die Wohnung nun schon für mich und keiner kann sie mir wegschnappen *freu*. Nun folgt im Laufe der Woche der Papierkram und morgen muss ich gucken, dass der Hausmeister kurzfristig vorbeikommt und das jetzige Casa anschaut. Der muss bestätigen, dass es hier ordentlich ist und dann kann die Umsetzung erfolgen.
Leider erst ab 01.08. aber immer noch besser als nix. Ich kann dann demnächst schon mal die Baumärkte unsicher machen und mir überlegen, welches Laminat ich verlegen will und welche Farben in den Zimmern gestrichen werden sollen. Irgendwie soll das ganze schon ein wenig bunt werden, so wie hier auch. Mal gucken was mir dazu so einfällt.
Drückt ein wenig die Daumen, dass der Mietvertrag diese Woche fertig wird. Das wäre sooo coool
Ein Gespräch, irgendwann neulich mit einem guten Freund bei einem guten Kaffee:
Ich: Warum hast Du Dich denn jetzt eigentlich von ihr getrennt?
Er: Ach, da gab es viele Gründe, da war $Grund1 und $Grund2 und dann ja noch $Grund3 und am schlimmsten überhaupt war ja $Grund4. Also sowas tu ich mir im Leben nicht mehr an. Viel zu anstrengend!
Ich: aha, ok, gut, das kann ich verstehen
Er: Ja, Du bist ja auch so ganz anders irgendwie.
…… (Die Fortsetzung des Gesprächs ist unerheblich)
eine Weile später, der gleiche Freund, das gleiche Café
Er: ich hab ja jetzt die $Frauenname kennengelernt. Ich glaub das wird was.
Ich: aber die ist genau wie Deine Ex!? Die ist $Grund1, und dann noch $Grund2 und überhaupt macht die $Grund3 und das schlimmste, die ist $Grund4
Er: ja, aber das ist doch egal…
Und jetzt erklärt mit bitte a: wieso stehen Männer auf Tussies und b: wieso fallen sie immer wieder auf das gleiche Beuteschema rein?
Wobei, im Großen und Ganzen ist die Geschlechterverteilung in diesem Gespräch unerheblich. Erfahrungsgemäß sind genug Frauen auch nicht schlauer (wobei ich mich gerade frage, ob ich schlauer bin)
Eigentlich wollte ich ja ein Bild machen mit glatten 68.000 km, aber im Trubel des realen Lebens bin ich offensichtlich schneller unterwegs gewesen als gedacht.
Am 18.05. letztes Jahr habe ich die Mupfel mit einem Stand von glatten 18.000 km in Besitz genommen. Gestern, 351 Tage später, habe ich die 50.000 selbstgefahrene Kilometer voll gemacht.
Ich staune. Vorgestern habe ich mich ja zum ersten Mal alleine auf den Weg ins Kino gemacht. Nun wurde ich mehrfach, sowohl von Singles als auch von Paaren, darauf angesprochen, mit wem ich denn nun wirklich unterwegs gewesen wäre. Alleine ins Kino ginge ja gar nicht!!
Im ersten Moment habe ich gesagt, ich gehe alleine Schwimmen, ich gehe alleine zum Sport, ich gehe alleine ins Museum…. Warum dann nicht auch Kino?? Zumal man sich im besten Falle ja ohnehin auf den Film konzentriert und sich nicht dabei unterhält. Im Restaurant oder in einer Kneipe wäre das was anderes, da würde nicht alleine hingehen. Auch fremde Städte oder so was würde ich mir nicht gerne alleine ansehen wollen. Das sind Dinge, die einfach schöner sind, wenn man sie teilt. Egal ob mit einem Freund, einer Freundin oder einem Partner.
Aber dann kam ich ins Grübeln. Warum verwundert das so viele? Und warum sieht man tatsächlich eher wenige Leute alleine im Kino??
Der Mensch ist ein Rudeltier. Das macht auch Sinn, ist es doch in der Gruppe grundsätzlich einfacher zu überleben. Auch ist die Chance größer, auf mehr Menschen mit spezialisierten Fähigkeiten zu stoßen. Aber in der heutigen Zeit, wo es die Mammuts bereits getötet, zerteilt und teilweise sogar vorgegart im Supermarkt gibt, in der man sein Getreide nicht mehr selber anbauen muss um Brot zu bekommen, ist es ja grundsätzlich kein Problem nicht im Rudel zu leben. Ich finde Rudel ohnehin relativ anstrengend.
Trotzdem haben Menschen das unbändige Verlangen sich zugehörig zu fühlen.
Vor fast sechs Jahren, als ich nicht mehr zugehörig war, war dieses Verlangen ausgesprochen stark. Ich fühlte mich – im Nachhinein betrachtet – wie ein Kind alleine auf einem riesigen Jahrmarkt. Total geblendet und beeindruckt von unglaublich vielen bunt blinkenden Lichtern, von lauter Musik, von bunten, schnellen Karussells, von Düften nach Zuckerwatte, gebrannten Mandeln und und und. Das Kind stand also staunend da, überfordert von viel zu vielen Eindrücken und auf der Suche nach einer Hand die es mitzieht. Und damals war jede Hand, die sich anbot wirklich verlockend. Zumal damals das Bewusstsein für die Situation gar nicht da war. Viel zu sehr war ich mit dem Gefühl beschäftigt, dass ich mich nur halb fühlte. Auch wenn ich alleine für mich den Weg gewählt hatte, auf dem ich mich noch heute befinde. Und der Weg ist gut so wie er ist.
Ein guter Freund sagte damals zu mir, dass es Zeit bräuchte, die Eindrücke wahrzunehmen, zu sortieren und zu verarbeiten und sich auf dem Jahrmarkt zurecht zu finden. Damals fand ich, dass er totalen Schwachsinn redet. Heute weiß ich, es war das Beste, was er mir damals sagen konnte.
Trotzdem war das Verlangen da nach angebotenen Händen zu greifen. Weil es offenbar einfach so gehörte. Und auch wenn schon im ersten oder zweiten Augenblick der Impuls da war, dass die Hände doch nicht so perfekt erschienen, war das Gefühl da, dass es immer noch besser als keine Hand wäre. Heute bin ich froh, dass ich Hände nicht ergriffen habe oder sie mir entzogen wurden. Weil ich mit den Haken an den Händen nicht lange hätte leben können.
Früher habe ich meistens, wenn ich eine Hand losließ bereits eine neue Hand in Aussicht gehabt nach der ich griff. Und einige dieser Hände waren allenfalls Sicherheitsleinen für die Zeit, in der ich nach einer anderen, festeren Hand suchte.
Warum bezieht sich dieses Verlangen nach Zugehörigkeit in erster Linie auf einen einzelnen Menschen? Denn seien wir mal ehrlich, die meisten Menschen, die einen Partner finden, verlieren sehr schnell ihre Unternehmungslust, wachsen auf der Couch fest und wundern sich eines Tages, dass der Freundeskreis ordentlich geschrumpft ist.
Letztendlich ist es scheinbar nach wie vor ein Stigma alleine zu sein. Wobei ich „alleine“ nicht mit „einsam“ gleichsetze. Es ist weniger stigmatisch erst kurz alleine zu sein. Es ist auch weniger stigmatisch der zu sein, der verlassen hat. Das ultimativ stärkste Stigma trägt der, der verlassen wurde und schon lange alleine ist. Oder noch nie längerfristig Zugehörig war.
Ich bin nicht einem Menschen zugehörig. Und ich will auch nicht auf Biegen und Brechen zugehörig sein. Ich fühle mich in meinem Nichtzugehörigsein wohl. Meistens jedenfalls. Und doch bin ich zugehörig, nicht einem Menschen sondern vielen. Menschen in der Nähe, Menschen in der Ferne, Menschen denen ein fester Platz in meinem Herzen gehört, Menschen die ich Freunde nenne und die mich Freund nennen, teilweise fremden, die ich nicht/noch nicht real kenne, und manchmal bin ich auch einfach einem Kinopublikum zugehörig, mit denen ich das relativ kurze Erlebnis eines Films teile.
Und eins habe ich gelernt: Nichtzugehörigsein ist ein Prozess den man lernen muss und eine Erfahrung die jeder einmal gemacht haben sollte. :o)
Heute hat die Sonne endlich auch den Weg zu uns gefunden und so ließ ich mich von meiner Freundin aus dem Büro und ins Eiscafé locken.
Da der Eisdealer unseres Vertrauens nicht mehr existent ist und das Café gerade umgebaut wird, wichen wir auf ein Eiscafé im Nachbarort aus. Dort waren wir im vergangenen Jahr auch ab und an und es war das nächstgelegene, bei dem wir halbwegs gemütlich draußen sitzen konnten. Es ist nur ein kleines Café mit 10 Tischen draußen und etwa genauso vielen drinnen.
Allerdings hat auch in dem Café der Betreiber gewechselt und so waren es heute nicht die anderen Gäste, die uns amüsierten sondern die Café-Betreiber bzw die Bedienung.
Vorweg sei erwähnt, ich habe nie in der Gastronomie gearbeitet, würde es nie wollen und bin dafür defintiv auch gar nicht geeignet. Aber DAS hätte ich auch hingekriegt *g*
Die Tische draußen waren voll besetzt, drinnen saßen auch einige Gäste und vor dem Außerhausverkauf-Fenster standen auch einige Kunden.
Die Bedienung, eine etwas fülligere Dame geschätzte Ende 50, bemerkte schon zu Anfang an verschiedenen Tischen, dass sie ja nur für ihre Tochter eingesprungen wäre. Bemerkenswerter fanden wir, dass sie an jedem Tisch, an dem jemand darum bat etwas bestellen zu können zur Antwort kam “sofort, ich hol mal eben meinen Block”. In der Folge trippelte die Dame los, verfiel in einen leichten Laufschritt wenn sie zwischen den Tischen hindurch getrippelt war und verschwand im Café um ihren Block zu holen und 5 bis 10 Minuten später wieder aufzutauchen und die Bestellung aufzunehmen.
Dann trippelte sie wieder los um die Bestellung drinnen am Tresen abzugeben.
Sobald die bestellten Eisbecher oder Getränke fertig waren kam sie mit Sachen angeschwankt und ab und an sah es schon sehr gefährlich aus wenn sie die Sachen auf die Tische stellte. An unserem Tisch sah ich des öfteren mein Handy schon unter Kaffee weil der Tisch für zwei Eisbecher und vier Kaffee einfach zu klein war. Natürlich hätte man auch einfach vorher das bereits benutzte/leere Geschirr abräumen können. Aber nun gut.
Zwischenzeitlich hatten wir mit Staunen die Schlange am Außerhausverkauf-Fensterchen beobachtet. Dazu muss man erwähnen, dass die Schlange jetzt nicht so furchtbar lang war. Meistens waren es im Schnitt allenfalls 10 Leutchen, die dort anstanden. Umso beachtlicher fand ich, dass einige in dieser Schlange tatsächlich über eine halbe Stunde warten mussten, bis sie ihr Eis in Empfang nehmen konnten. Warum hat sich mir nicht erschlossen.
Aber dann wurde es lustiger…. als erstes kam von der Bedienung die Ansage, dass Spaghetti-Eis etwas länger brauchen würde, weil das Eis zu hart wäre und nicht durch die Maschine ginge. Das fand ich ja schon beeindruckend!! Als nächstes wurden einige Gäste, die bereits bestellt hatten, darum gebeten, ihre Bestellung zu ändern. Das Vanille-Eis war aus. Das hab ich noch nie irgendwo gehört. Darauf hin wurden diverse verschiedene Variationen ausgetestet. Die Bedienung versuchte verzweifelt Bananen-Eis an den Mann oder die Frau zu bringen. Wohl mehr mit der Idee, dass es eine ähnliche Farbe hat wie Vanille-Eis als mit dem Gedanken daran, was zu den gewünschten Kombinationen am ehesten geschmacklich gepasst hätte.
Als nächstes wurde offiziell vermeldet, dass auch die Erdbeersauce aus wäre. Kurz darauf waren dann auch Schokoladeneis und Schokosauce aus. Darauf hin kam es zu so tiefsinnigen Fragen wie: “Möchten Sie den Himbeerbecher statt dessen mit Stracciatella-Eis oder einen Stracciatellerbecher mit Himbeersauce?? “
Zur Krönung wurde, nachdem alle Gäste auf Stracciatella-Eis umgelenkt wurden, verkündet, dass nun auch dieses aus sei und ein anderer Gast wurde freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass ein Milchkaffee und ein Latte ja wohl das selbe wären.
Am Ende verkündete die Bedienung – die sich zwischenzeitlich unseres Mitleids sicher sein konnte – sie würde gleich nicht mehr raus gehen und keine weiteren Bestellungen mehr aufnehmen. Immerhin war der Kaffee noch nicht aus und das ist ja bekanntlich aus meiner Sicht das wichtigste!!!
Zur Krönung stellte ich dann kurzzeitig noch fest, dass es in den Sanitärräumen a) nicht möglich ist, sich bei einer Körpergröße von mehr als 1,60 m mit einem kurzen Blick in den Spiegel vom Sitz der eigenen Frisur zu überzeugen (ich sah gerade stehend noch eben so mein Kinn im Spiegel) und dass es nicht möglich war das WC abzuschließen. Statt dessen musste man den gesamten Sanitärbereich abschließen. Achja, Toilettenpapier war auch aus.
Der Cafe-Betreiber war am Ende das wandelnde schlechte Gewissen, entschuldigte sich bei allen Gästen vielmals und knöpfte uns pro Nase für drei Kaffee und einen Eisbecher nur noch 5 Euronen aus der Tasche. Das war der Spaß wirklich wert.
Und ganz ehrlich… der Sommer kommt immer mindestens so überraschend wie Weihnachten *kicher*
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich mal was über einen Film geschrieben habe. Das liegt möglicherweise zum einen daran, dass sich über meine heißgeliebten SAW-Filme oft nicht so viel mehr sagen lässt, als die Höhe des Blutpegels in der Schale unter dem Fernseher, vielleicht aber auch einfach daran, dass ich mangels Begleitung lange nicht mehr im Kino war.
Das ist eigentlich sehr schade, weil ich total gerne ins Kino gehe. Daher habe ich mich heute mal alleine auf den Weg gemacht. Und wißt Ihr was, das ist gar nicht schlimm *bg*
Überwunden hatte ich mich in erster Linie, weil ich genau diesen Film uuunbedingt sehen wollte. Ich hätte zwar in Münster durchaus die Gelegenheit gehabt, den Film in Gesellschaft zu sehen, aber da ich mir das ganze etwas *hüstel* blutrünstiger vorgestellt hatte, schien das nicht so der passende Rahmen zu sein. Vielleicht wären aber auch die Zwischentöne nicht so angekommen, wie sie angekommen sind.
Die Grundgeschichte ist schnell erzählt, eine Gruppe Arbeiter einer Ölbohrplattform stürzt mit dem Flugzeug über Alaska ab. Liam Neeson, den ich großartig finde, spielt einen Schützen, der die Gruppe begleitet und sie bei der Arbeit vor Wölfen schützen soll. Er und sieben weitere Arbeiter überleben die Absturz und finden sich im Eis wieder und werden von einem Rudel Wölfe bedroht. Es beginnt ein Kampf ums Überleben.
Soweit so gut.
Bemerkenswert fand ich die Zwischentöne. Das Hadern mit dem Schicksal und/oder Gott, das/der der Hauptperson das Liebste im Leben genommen hat. Zieht er Anfangs noch ernsthaft in Erwägung, sich das Leben zu nehmen, wandelt er sich schnell zu demjenigen, der alles daran setzt, seine mehr oder weniger sympatischen Weggefährten am Leben zu erhalten. Oder, wenn es sich nicht vermeiden lässt, sie voller Erfurcht und Trost an den Tod zu übergeben.
Am Ende steht die Herausforderung Gottes und die Entscheidung, den Gang der Dinge selbst in die Hand zu nehmen.
Ich gestehe, meine bescheidenen Worte reichen nicht aus, die Zwischentöne wirklich zum Ausdruck zu bringen. Aber ich kann nur jedem ans Herz legen, den Film zu schauen und sich nicht von den teilweise schlechten Kritiken, die er, meiner Meinung nach unverdient, bekommen hat beeindrucken zu lassen. Und wer Zwischentöne nicht mag oder nicht wahrnimmt wird sich zumindest an den beeindrucken Landschaftsaufnahmen und der Dramatik fesseln lassen ;o)
Am Freitag standen mal wieder zwei Wohnungsbesichtigungen an.
Leider waren beide nicht das, was ich mir wünschen würde.
Das erste Haus war zwar wunderbar saniert, jedenfalls von außen, aber schon beim Warten hörte ich regelmäßig Züge vorbeirauschen. Dazu kam das Umfeld. Die Leute die da so rumliefen sind nicht die, die ich mir als Nachbarn wünschen würde. Auch die umliegenden Häuser machten einen eher schlechten Eindruck. Dazu kam, dass die Wohnung einfach schlicht zu klein war.
Beim zweiten Objekt war es ganz ähnlich. Die Wohnungsgröße hätte zwar gepasst, aber das Haus macht äußerlich einen schlechten Eindruck, die Leute drum herum gingen gar nicht und die Lage war auch schlecht.
Immerhin kann ich jetzt zwei Stadtteile guten Gewissens aus meinem Suchradius ausschließen. Da möchte ich keinesfalls wohnen!!!
Ist nicht immer die Rede davon, dass es so furchtbar viele Singles gibt?? Wo sind die eigentlich??
Als es mir in den letzten Tag aus bekannten Gründen nicht so wirklich gut ging, viel mir etwas dramatisch auf. Lange Zeit bestand mein Freundes- und Bekanntenkreis weitestgehen aus Singles. Paare waren eher die Ausnahme. Inzwischen wird virulent geheiratet und irgendwie haben alle inzwischen Partner gefunden. Gut, der eine oder andere Single, sowohl weibliche als auch männliche, wurden aussortiert weil unterträglich, zickig, oder unterträglich zickig.
Jedenfalls war es nach langer Zeit der Moment, in dem ich gerne etwas Ablenkung gehabt hätte, aber keine fand oder eben niemanden stören wollte.
Es gibt so gewisse Unternehmungen, seien es Reisen, Kino, Museen oder sowas in der Art, die machen einfach zu zweit mehr Spaß. Schon alleine, damit man darüber lästern kann oder eben seine Eindrücke, Freude, etc. teilen kann. Beim Sport oder Schwimmen hab ich kein Problem, alleine loszuziehen, Museen hab ich auch schon alleine durchstöbert, aber zu zweit macht das einfach mehr Spaß.
Was wäre da naheliegender, als die Wohnungssuche und den hoffentlich bald bevorstehenden Umzug mit der Suche nach neuen Freunden/Bekannten zu verknüpfen?? Natürlich will ich meine jetzigen Freunde behalten, aber eben auch ein paar Single-Frauen und -Männer an der Seite haben, die unternehmungslustig sind und mit denen man eben was unternehmen kann ohne sich wie das dritte Rad am Wagen zu fühlen.
Mal gucken was da so geht… drückt ein bisschen die Däumchen…
Tja, was soll ich sagen?? Dämonen sprechen die Wahrheit. Und wenn ich mich auf alles so verlassen könnte wie auf meinen Bauch, dann … naja.. Hinzu kommt die Einsicht, dass es eben manchmal einfach nicht passt. Und Funken nicht zwangsläufig beidseitig zünden.
Was bleibt sind kleine Schrammen, auf die vorsichtig kleine Pflaster geklebt werden und zwei Menschen, die sich vorsichtig beäugen und vorsichtig tasten, ob der Schaden reparabel ist. Eine Zeitmaschine buchen und zu dem Moment zurückbeamen, als nichts passiert ist.
Weniger dramatisch als der Moment der Unvorsichtigkeit und Gedankenlosigkeit (und mehr als ein Moment war es ja nunmal nicht) sind dann doch die Folgen im eigenen kleinen Universum.
So wohl man sich in seiner kleinen Welt eingerichtet hatte und so zufrieden man war, die kleine Idee von dem, was hätte sein können, versperrt plötzlich den Blick auf das, was sonst gut und in Ordnung war. In einer Phase, in der ohnehin ein Umbruch ansteht nicht unkompliziert. Und schwer zu sortieren.
Schlimmer ist aber wohl der kleine Zweifel der zu nagen beginnt. Die Frage nach dem, was falsch gelaufen sein könnte. Oder wo man sich getäuscht haben könnte. Der Zweifel daran, ob die Selbstwahrnehmung noch funktioniert und die Wahrnehmung von Gesten, Blicken und Worten. Fehlt die Übung? Die Feinabstimmung? War das eine Illusion?
Oder ist es einfach so, dass der Unterschied zwischen tiefer Sympathie und mehr fließend ist?? Und ich denke die Sympathie ist vorhanden.
Und das ist, was erhalten bleiben soll. Entschuldigungen und Erklärungen rücken die Welt ein wenig leichter zurück, auch wenn alles noch ein wenig schief ist, die Realität zieht ein, alles relativiert sich langsam und langsam kehrt der normale Umgang ein. Vielleicht auch bald die Unbeschwertheit und der lockere Ton. Ich würde es mir wünschen.
Und leise fragt man sich, ob tiefe Freundschaft nicht eigentlich wichtiger ist als noch mehr, was aber dann zerbrechlich wäre…
Manchmal bin ich wirklich eine Unke. Vor allem, wenn es um das Thema Heiraten geht. Derzeit geht der Heirats-Virus durch meinen Bekanntenkreis und inzwischen stehen für diesen Sommer drei Hochzeiten im Kalender.
Ich prokamiere ja immer gerne, dass es keinen wirklichen Grund zum Heiraten gibt. Und bis sich so eine Heirat steuerlich rechnet muss man ganz schön lange durchhalten. Immerhin trägt sich zwar meistens die Hochzeit, aber die Scheidungskosten wollen ja auch berücksichtigt werden ;o) Außerdem verkompliziert ja so eine Hochzeit die Trennung unnötig. Zumindest wäre ich ohne Trauschein deutlich eher gegangen.
Aber ach was, ich freue mich für meine Freunde und weiß, dass alle drei Paare wirklich und wahrhaftig aus Liebe heiraten. Und ich gönne ihnen ihr Glück von ganzem Herzen und hoffe, dass sie alle drei für immer zusammen bleiben und sich nicht mehr von der Seite weichen. Ich wünsche ihnen, dass die Blicke so tief bleiben wie sie jetzt sind, die Macken der einzelnen so liebenswert bleiben wie sie heute empfunden werden, die Gefühle immer weiter wachsen und sie einen wunderschönen gemeinsamen Lebensweg haben.
Und ich gestehe, irgendwo in meinem kleinem Herzen weiß ich, dass auch ich eines Tages, wenn ich an ihrer Stelle wäre, meine Bedenken Lügen strafen würde und wenn der richtige fragen würde ein Tränchen (oder zwei) fließen lassen und mit zitternder Stimme ”Ja” flüstern würde.
Mögen die Feierlichkeiten beginnen. Ich mach mir dann demnächst mal Gedanken über meine Garderobe.
Du stehst da, sprachlos von etwas, das geschehen ist… unerwartet… und Dich bis ins Mark erschüttert. Etwas Gutes, das Dich im Kreis grinsen und vor Freude hopsen lassen sollte.
Und im gleichen Moment steigen die Dämonen der Vergangenheit aus dem Boden auf und ticken Dir mit kalten Fingern auf die Schulter um sich in Erinnerung zu bringen.
Sie tanzen Salsa und erzählen Kriegsgeschichten.
Von damals… als es genauso passierte, Du Dich genauso fühltest.
Und sie flüstern Dir zu, wie sehr Du damals geglaubt hast. Glauben wolltest. Und wie sicher Du Dir warst. Und wie gelogen es war. Und wie verletzt es Dich hat.
Und dann reden sie auf Dich ein. Dass Du nicht vertrauen darfst. Nicht Dir. Nicht dem was Du glaubst. Nicht dem was Du denkst. Sie schüren Deine größte Angst und machen Dich angreifbar und verletzbar.
Die Dämonen fordern Dich heraus, wohl wissend, dass sie siegten… damals…
Und während Du die Hand austrecken möchtest und um Sicherheit und Wahrhaftigkeit bitten möchtest, greifen Sie Deine Füße und ziehen Dich in die kleine dunkle Höhle. Sie versprechen, dass sie Dich dort beschützen, und Du weißt, es ist gelogen.
Aber die Dämonen wachsen und gedeihen… und die Fragen, die Du nicht zu stellen wagst sind Ihr Futter… Sie verbieten Dir zu fragen und erzählen Dir, dass Du die Antwort keine gute sein kann. Sie nähren die Zweifel bis Du Deiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr trauen kannst.
Langsam kommt die Wohnungssuche in Schwung. Vor einer Woche konnte ich mir die ersten zwei Wohnungen ansehen. Die erste war von der Lage halbwegs in Ordnung, aber die Wohnung an sich ging leider gar nicht. Das Wohnzimmer und das Schlafzimmer waren in Ordnung. Das Wohnzimmer sogar ziemlich riesig und sehr hell. Aber die Küche und das Bad waren beide viel zu klein. Das Arbeitszimmer eigentlich nur ein Schlauch. Dazu kam, dass das Bad in einem echt schlechten Zustand war. Und ein bisschen verwöhnt bin ich ja mit meinem derzeitigen Casa schon.
Die zweite Wohnung war wirklich toll. Das Wohnzimmer war etwas kleiner als mein jetziges, aber dafür war es eine dreieinhalb-Zimmer-Wohnung in der ich tatsächlich ein Esszimmer gehabt hätte und es war sogar eine richtig gute Küche drin mit Geschirrspüler, Mikrowelle und allem was Frau sich so wünschen könnte. Dazu kam eine tolle Lage. Leider ist mir bei der Wohnung ein andere Interessent vor der Nase weggeschnappt.
Also geht die Sucherei weiter. Inzwischen hab ich ein paar Angebote vorliegen, die ich mir jetzt in Ruhe ansehen muss. Ich hoffe, dass ich diese Woche ein paar Besichtigungstermine wahrnehmen kann und vielleicht zum Ende des Monats schon ein neues Domizil gefunden habe. Ich würde ja zuuuu gerne Anfang Mail mein Casa kündigen und in die Umzugsvorbereitungen einsteigen.