Feuerengel

Die mit dem Schicksal tanzte

Tag: 3. November 2008

Ich glaube

ich habe sie gesehen…  zusammen…  ganz zufällig…

Das Modell, die Farbe und das Kennzeichen – jedenfalls dass, was ich vom Kennzeichen so schnell wahrnehmen konnte – passte. Und sie sah so aus, wie auf dem Bild das ich von ihr gesehen hatte. Er verstaute die Kinder und sie stieg auf der Fahrerseite ein. Also ist er nicht arbeiten!! Und sie hängt wahrscheinlich wie eine Klette an seinem Arsch und freut sich ein Loch in den Bauch :-(

Und mir scheint, sie hat mich auch erkannt. Aber woher weiß sie, was für einen Wagen ich fahre???

Jedenfalls war ich so perplex, dass ich weiter gefahren bin als ich wollte und wenden musste.

Warum wirft sie ihn nicht einfach raus…  dann sammel ich ihn ein und wenn es ihm besser geht suchen wir ihm ´ne Wohnung.

Rückschlag

Heute Nacht waren sie plötzlich wieder da.

Tränen, Trauer, Verzweiflung… die Kälte, die mich von innen auffrisst… 

Ich hatte irgendwas geträumt…  ich weiß nicht was…  ich wurde wach und mir schnürrte sich alles zusammen. Die Tränen waren wieder da….   Auf meinem Kopfkissen lag das Handy…  und schwieg. 6 Tage ohne ein Zeichen…  ohne ein liebes Wort.

Ich hab die SMS unserer letzten Tage gelesen, seine Bilder angeschaut…

Welche Trauer ist schlimmer? Die um einen Menschen, der einfach verschwindet oder die um einen Menschen der gestorben ist???  Bei letzterem gibt es wenigstens keine Hoffnung… 

Und dann wieder die Sinnfragen….   warum immer ich?? Warum kann ich nicht einfach mal Glück haben? Warum klappt es nie? Steht auf meiner Stirn „verarsch mich“??

Warum meinen es nur die ernst mit mir, die ich nicht will…  deren Nähe ich nicht ertrage??  Warum suche ich mir immer die Idioten…  die, mit denen es nicht klappt???  Ist ein bisschen Glück und Liebe zu viel verlangt?? Es fühlte sich doch so gut an…  so richtig…  es war so viel Vertrauen da…..

Ich geh wieder schlafen…  und will erst aufwachen, wenn alles wieder gut wird!!!

1000 Tage

1000 Tage

Die Blicke trauen sich nicht mehr.
Das Starre zu lösen und aufzuseh´n.
Der Wunsch, dass das aufhört, keine Gegenwehr.
Tage zu Träumen, es ist nicht gescheh´n.
Ganz eingetaucht in die Dunkelheit und nicht ein Wort damit es verborgen bleibt.

Ein Tag und so viel schwerer als Du tragen kannst.
Ich hab nur einen von Tausend geseh´n.
Du brauchst es nicht zu sagen, weil ich sehen kann.
Es ist Dir an tausend Tagen gescheh´n.

Tausend Gebete am Himmeln verglüh´n.
Hoffnung zu Asche, die die Erde bedeckt.
Du warst so durstig, das Wasser so trüb.
Ganz und gar in Deiner Welt versteckt.
Wände aus Schweigen ragen hoch hinauf.
Verbergen wir Dinge und ihren Lauf.

Ein Tag und so viel schwerer als Du tragen kannst.
Ich hab nur einen von Tausend geseh´n.
Du brauchst es nicht zu sagen, weil ich sehen kann.
Es ist Dir an tausend Tagen gescheh´n.

Ein Tag und so viel schwerer als Du tragen kannst.
Ich hab nur einen von Tausend geseh´n.
Du brauchst es nicht zu sagen, weil ich sehen kann.
Es ist Dir an tausend Tagen gescheh´n.

Ein Tag und so viel schwerer als Du tragen kannst.
Ich hab nur einen von Tausend geseh´n.
Du brauchst es nicht zu sagen, weil ich sehen kann.
Es ist Dir an tausend Tagen gescheh´n.

 

– Laith Al-Deen –

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