Feuerengel

Die mit dem Schicksal tanzte

Tag: 2. November 2008

Weiter hoffen!!

Heute ging es mir endlich mal wieder etwas besser. Ich hab mich sogar aufgerafft, hier mal wieder Ordnung zu schaffen. Hatte ja auch jetzt ein paar Tage nichts gemacht. Habe ein wenig gegessen, ein bisschen herumtelefoniert. Dann kam noch ne Kaffeeeinladung von R., der die ganzen Fotos von mir auf dem Klassentreffen gemacht hatte. S. ist auch wieder eingefallen, dass es mich gibt. Erst wollte er mich zu einem Konzert ins CC locken, dann wollte er mit mir Essen gehen…  aber ich wollte nicht. So fit fühle ich mich dann doch noch nicht, vor allem streikt der Kreislauf ordentlich. Und letztendlich würde ich nur Hoffnungen schüren, die völlig unbegründet sind.

Während ich am Putzen war habe ich mich mal mit meinem zuverlässigsten Ratgeber auseinander gesetzt. Der, den ich sonst vorzugsweise ignoriere, weil ich nicht auf ihn hören will. Meinen Bauch!!

Erstaunlicherweise kommt mein Bauch zu keiner Erkenntnis.  A.  meinte am Mittwoch irgendwas stimmt nicht, irgendetwas blieb ungesagt…  so wie es passiert ist passt es nicht zusammen.

Es macht mich wahnsinnig, dass das Handy ohne Ende klingelt, aber es nie eine SMS von ihm dabei ist. Und genauso macht es mich wahnsinnig, dass ich nicht weiß, wie es ihm geht bzw. ob er arbeitet…  Ich will ihn sehen…  will mich an ihn kuscheln… seine Wärme spüren…  die Sehnsucht tut weh…  aber ich will nicht aufhören zu hoffen…

Wenn ich doch nur Antworten bekommen könnte…  auf all die Fragen, die in mir toben…  vielleicht könnte ich dann einen Abschluss finden und weitermachen…  mich damit anfreunden, dass ich ihn verloren habe…

Im Geiste male ich mir die schlimmsten Geschichten aus. Vielleicht liegt er im Krankenhaus und kann sich nicht melden…. vielleicht ist etwa passiert… oder sein Auge ist schlimmer als erwartet…

Dass er gestern nicht gesimst hat, wirft mich ein bisschen zurück…  ich hatte wirklich fest damit gerechnet… 

Unverständnis

Gerade habe ich ein erstes, kleines, verhaltenes Lachen gefunden.

Da krabbel ich mühsam aus meinem Bett und das erste, was auf meinem Monitor erscheint ist: „Du bist ja ein Stalker!!“ Hallo??  Gehts noch???

Ich schreibe hier meine Gedanken und Gefühle nieder…  so wie es der ursprüngliche Sinn meines Blog ist…  aber nur weil ich denke, wie ich der Ohmacht gegenübertreten könnte, die ich empfinde und nur weil ich tief im Inneren den Wunsch habe AH spüren und wissen zu lassen, wie traurig und verletzt ich bin, ist der Kopf noch nicht ausgeschaltet.

Ich hätte meinem Ex-Chef auch gerne eine Bombe unter seinen silbernen Luxusschlitten gelegt, der mir sowieso besser stand als ihm…  aber deswegen mache ich sowas doch nicht.

Ich bin ja schon auch noch vernunftbegabt und denke über die Konsequenzen meines Handelns nach. Und ich bin mir durchaus bewußt, dass ich mich nur zum Horst machen würde, wenn ich tatsächlich irgendwann nachts dort klingeln würde….

Ich bin traurig und verletzt…  und ich hoffe weiterhin…  aber ich bin nicht blöd!!

Und da ich zumindest ein bisschen weiß wie die Männer ticken (aber wirklich nur ein bisschen), bin ich mir darüber im Klaren, dass ich ihn mit so einer Aktion kaum für mich gewinnen könnte… Selbst wenn er dadurch wüßte, wie sehr er mir fehlt, würde ich es ihm nicht leichter machen, wenn seine Ische zu einer Furie mutiert….  wenn sie das nicht ohnehin schon ist….

Aber Gedanken sind frei…  und das hier ist das Forum für meine Gedanken…  oder glaub ihr allen ernstes ich erzähle jedem im wahren Leben, was hier geschrieben steht?? …  Die wirklichen Freunde wissen, was in mir vorgeht…  zumindest zum Teil… aber es steht mir nicht auf die Stirn tätowiert.

Und die, die mich wirklich gut und sehr lange kennen wissen, ich lebe meine Gefühle – sowohl gute als auch schlechte – mit Leidenschaft aus…  aber dafür werde ich – sollte AH sich nie wieder melden – in zwei Wochen oder so damit durch sein…  ich werde dann sicher immer noch denken wie schade es ist und er wird mir auch dann noch fehlen…  aber ich werde nicht im Kummer und Groll versinken und – wie einige Menschen die ich kenne – in Jahren noch den alten Verletzungen nachhängen.

Wenn es so wäre könne ich wohl kaum mit ehemaligen Freunden und Männern, mit denen ich gerne zusammen gewesen wäre, so unbeschwert und vertraut umgehen, wie ich es heute kann. Und dafür gibts ja nun ne Menge Beispiele!!

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