OP-Bericht

Es ist überstanden. Gestern hatte ich ja meinen OP-Termin. Dass der Tag schon zur unchristlichen Zeit anfíng damit ich früh genug in OL bin war ja schon doof genug. Unchristlich heißt am Anfang der Uhrzeit stand eine 5!!! Ich hasse früh aufstehen.

Noch viel schlimmer fand ich natürlich das mein innig geliebtes Nuttenfrühstück ersatzlos gestrichen war. Und ganz fies war natürlich, dass ich nur noch von drei Fellnasen begrüßt wurde. Aber daran muss ich nun mal gewöhnen.

Auf jeden Fall hatte sich AM angeboten mich zur Tagesklinik zu fahren und wir schlugen pünktlich wie die Maurer um viertel vor acht dort auf. Dann ging es erstmal mit Warten weiter…  und das mir, wo ich doch bei der Verteilung von Geduld nicht anwesend war *grmpf*

Irgendwann kam dann eine Schwester zum Vorgespräch, Fragebögen ausfüllen und Einverständniserklärungen unterschreiben. Nach eineinhalb oder zwei Stunden wurde ich dann in den OP-Bereich geführt, kriegte so ein ausgsprochen sexy Krankenhaushemd und ein Bett. Dort durfte ich dann wieder ewig warten bis das Gespräch mit der operierenden Ärztin und dem Narkosearzt kam. Die hielten das allerdings alles schön kurz und etwa eine halbe Stunde später war ich dran.

Eigentlich finde ich Narkosen ja total klasse. Irgendwie fühle ich mich hinterher immer wie frisch gewickelt und mir ist auch nie schlecht oder so. In diesem Fall hatten die aber wohl ein anderes Narkosemittel. Das war eher unangenehm. Die OP-Schwester meinte noch ich sollte an was schönes denken, aber das ist mir dann doch mehr als schwer gefallen. Eigentlich fiel mir in dem Moment nur Teddy ein und das war doch eher weniger schön.

Als dann die Narkose anfing brannte das Mittel ziemlich in den Adern und vor allem im Gesicht. Warum auch immer. Noch fieser war aber das Aufwachen. Ich hab es noch nie gehabt, dass ich mich nach dem Aufwachen bewegen wollte ,es aber nicht konnte. Ich war ansprechbar, konnte auch antworten und wollte unbedingt was zu trinken haben. Ich hatte einen total trockenen Hals, aber ich konnte nicht schlucken. Genau genommen konnte ich nicht mal den Mund zu machen. Der Unterkiefer hin runter und wollte partout nicht hoch.

Auch wollte ich mich im Gesicht kratzen. Es juckte irgendwie höllisch, aber ich konnte meine Hände nicht anheben und zum Gesicht führen. Das war wirklich ganz schrecklich!!

Nach ein paar Minuten konnte ich mich dann aufrichten, wurde von zwei Schwestern in den Aufwachraum geführt und ins Bett verfrachtet. Dort bekam ich dann endlich Wasser und kurze Zeit später den ersten von drei Kaffee….  naja, wenigstens etwas.

Es hat dann auch noch eine ganze Weile gedauert bis ich halbwegs geradeaus schauen konnte und nachdem ich unter Beweis gestellt hatte, dass ich zur aufrechten Körperhaltung in der Lage war – und die Tatsache genutzt habe um mir noch nen Kaffee zu holen ;-)  – wurde dann der Zugang entfernt und ich durfte mir wieder meine Klamotten anziehen.

Danach ging es recht schnell zum Abschlussgespräch und gegen halb eins am  Mittag durfte ich mich dann wieder nach Hause kutschieren lassen.

Letztendlich wurde bei der OP nichts gefunden, was da nicht hingehört hätte. Ein Befund kommt in einer Woche noch, aber auch da erwarte ich nichts negatives. Also können wir das Problem dann nächste Woche medikamentös lösen und mal wieder eine neue Pille probieren…  Mal gucken, wie es mir dann mit der geht.

Zumindest weiß ich, dass ich körperlich gesund bin und das ist ja auch ganz schön.

Allerdings weise ich darauf hin, dass die Bezeichnung „der Kreislauf“ falsch ist. Es muss „die Kreislauf“ heißen… ein „der“ würde niemals so rumzicken!!! Ich hoffe morgen ist das besser und ich kann endlich Bäume ausreissen die größer sind als 20 cm :-)

Und danke an alle die mir die Däumchen gedrückt haben!!!

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3 Kommentare zu OP-Bericht

  1. Mary Malloy sagt:

    Puh, sehr gut! Willkommen zurück im gliedmaßenbewegbaren und gesichtkratzfähigen Leben… ;)

  2. ruediger sagt:

    Ist doch klasse, nichts was nicht originär nicht sein muss. :D

  3. ruediger sagt:

    einmal „nichts“ ist da definitiv zu viel, sry.

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