Single-Dichte

Ist nicht immer die Rede davon, dass es so furchtbar viele Singles gibt?? Wo sind die eigentlich??

Als es mir in den letzten Tag aus bekannten Gründen nicht so wirklich gut ging, viel mir etwas dramatisch auf. Lange Zeit bestand mein Freundes- und Bekanntenkreis weitestgehen aus Singles. Paare waren eher die Ausnahme. Inzwischen wird virulent geheiratet und irgendwie haben alle inzwischen Partner gefunden. Gut, der eine oder andere Single, sowohl weibliche als auch männliche, wurden aussortiert weil unterträglich, zickig, oder unterträglich zickig.

Jedenfalls war es nach langer Zeit der Moment, in dem ich gerne etwas Ablenkung gehabt hätte, aber keine fand oder eben niemanden stören wollte.

Es gibt so gewisse Unternehmungen, seien es Reisen, Kino, Museen oder sowas in der Art, die machen einfach zu zweit mehr Spaß. Schon alleine, damit man darüber lästern kann oder eben seine Eindrücke, Freude, etc. teilen kann. Beim Sport oder Schwimmen hab ich kein Problem, alleine loszuziehen, Museen hab ich auch schon alleine durchstöbert, aber zu zweit macht das einfach mehr Spaß.

Was wäre da naheliegender, als die Wohnungssuche und den hoffentlich bald bevorstehenden Umzug mit der Suche nach neuen Freunden/Bekannten zu verknüpfen?? Natürlich will ich meine jetzigen Freunde behalten, aber eben auch ein paar Single-Frauen und -Männer an der Seite haben, die unternehmungslustig sind und mit denen man eben was unternehmen kann ohne sich wie das dritte Rad am Wagen zu fühlen.

Mal gucken was da so geht… drückt ein bisschen die Däumchen…

Aufräumarbeiten

Tja, was soll ich sagen?? Dämonen sprechen die Wahrheit. Und wenn ich mich auf alles so verlassen könnte wie auf meinen Bauch, dann … naja.. Hinzu kommt die Einsicht, dass es eben manchmal einfach nicht passt. Und Funken nicht zwangsläufig beidseitig zünden.

Was bleibt sind kleine Schrammen, auf die vorsichtig kleine Pflaster geklebt werden und zwei Menschen, die sich vorsichtig beäugen und vorsichtig tasten, ob der Schaden reparabel ist. Eine Zeitmaschine buchen und zu dem Moment zurückbeamen, als nichts passiert ist.

Weniger dramatisch als der Moment der Unvorsichtigkeit und Gedankenlosigkeit (und mehr als ein Moment war es ja nunmal nicht) sind dann doch die Folgen im eigenen kleinen Universum.

So wohl man sich in seiner kleinen Welt eingerichtet hatte und so zufrieden man war, die kleine Idee von dem, was hätte sein können, versperrt plötzlich den Blick auf das, was sonst gut und in Ordnung war. In einer Phase, in der ohnehin ein Umbruch ansteht nicht unkompliziert. Und schwer zu sortieren.

Schlimmer ist aber wohl der kleine Zweifel der zu nagen beginnt. Die Frage nach dem, was falsch gelaufen sein könnte. Oder wo man sich getäuscht haben könnte. Der Zweifel daran, ob die Selbstwahrnehmung noch funktioniert und die Wahrnehmung von Gesten, Blicken und Worten. Fehlt die Übung? Die Feinabstimmung? War das eine Illusion?

Oder ist es einfach so, dass der Unterschied zwischen tiefer Sympathie und mehr fließend ist?? Und ich denke die Sympathie ist vorhanden.

Und das ist, was erhalten bleiben soll. Entschuldigungen und Erklärungen rücken die Welt ein wenig leichter zurück, auch wenn alles noch ein wenig schief ist, die Realität zieht ein, alles relativiert sich langsam und langsam kehrt der normale Umgang ein.  Vielleicht auch bald die Unbeschwertheit und der lockere Ton. Ich würde es mir wünschen.

Und leise fragt man sich, ob tiefe Freundschaft nicht eigentlich wichtiger ist als noch mehr, was aber dann zerbrechlich wäre…