Feuerengel

Die mit dem Schicksal tanzte

Monat: Oktober 2010 (Seite 1 von 2)

Bloggerparty

Morgen ist es endlich soweit. Ich klemm mir in der Frühe das CousinchenS unter den Arm. Sperre sie in meine Mupfel und dann sausen wir einmal durch die Republik nach Karlsruhe. Es steht die nächste Bloggerparty an *freu* *hüpf*

Als Alibi feiern Frau Netzgeflüster und ich unsere Geburtstage und hoffen auf mächtig viel Spaß!!

Dummerweise bin ich quasi schon unterwegs – ich sitze gerade in CousinchenS Küche – und weiß immer noch nicht wirklich, was ich zur Bloggerparty anziehen soll. Immer diese Probleme allerorten :wink:  

Ich fürchte wir müssen am Samstag tatsächlich noch ne kurze Shoppingtour durch Karlsruhe machen…  das ist alles sooooo hart :mrgreen:

Wenn genaueres will guckt hier  oder wartet bis ich davon erzähle ;o)

Wir lesen uns spätestens wenn ich wieder dabeim bin

grenzwertig oder Therapeutenlatein

Tja, die Feier gestern abend war wirklich super super lustig und ich hab mich gefreut alle meine Freundinnen….  und eine weniger gern gesehene Bekannte die sich flux selber eingeladen hatte…  naja, alle die Freundinnen, die nicht arbeiten mussten oder gerade verreist sind.

Es war herrlich, wir haben viel gelacht, das Essen hat geschmeckt und einfach schön.

Dummerweise war der Beginn des Tages an sich schon grenzwertig. Wie einige andere Szenen des Tages auch. Emotionales Chaos pur. Dummerweise kann ich nicht mal genau sagen, was genau der Auslöser dafür war. Spielt wohl auch keine wirkliche Rolle. Geburtstage sollte man nicht mit Tränen in den Augen in den verbringen.

Heute war dann der erste Termin mit meinem Therapeuten. Und was der so gesagt hat, hat mich jetzt nicht wirklich aufgebaut. Am liebsten würde er mich in eine Reha stecken. Zwei oder drei Wochen weg von zuhause und aus allem raus. Aber das geht natürlich nicht. Das Haus verkauft sich nicht von alleine und der Job findet sich auch nicht von alleine. Von den anderen gefühlten Millionen Dingen, um die ich mich dringend kümmern muss mal ganz abgesehen.

Sein zweiter Plan war dann eine weitere Medikation. Aber nachdem ich festgestellt habe, welche Nebenwirkungen die Chemie wieder breithalten würde, spare ich mir den Besuch bei meinen Hausarzt. Therpeuten dürfen ja nix verschreiben. Statt dessen habe ich nach ausführlicher Beratung mit meiner Freundin (die in der Apotheke arbeitet) beschlossen, dass ich es jetzt erstmal mit sehr hoch dosiertem Johanniskraut versuche und mit Rescue-Tropen bzw. -Bonbons.

Bei der hohen Dosierung sollten die auch in ein paar Tagen anschlagen und sie umnebeln das Hirn dann doch nicht ganz so sehr. Ich weiß ja, wenn auf einem Beipackzettel steht „leichte Müdigkeit“ kann ich eine Woche durchschlafen.

Und wenn die anstehenden Baustellen abgearbeitet sind kann ich mir dann immer noch überlegen, ob ich mich ein oder zwei Wochen aus allem ausklinke und mir eine Auszeit mit Hirn-Reset gönne. Schaun wir mal.

Die nächsten vier Wochen muss ich jeden Montag nachfragen ob Termine frei geworden sind, dann kann ich mal einen Termin bekommen, ansonsten muss ich jetzt noch ca. vier Wochen abwarten. Evtl kann dann die reguläre Therapie anfangen. Er möchte einfach auch, dass ich aus dem gröbsten Tief dann raus bin und die Medis schon eine Weile genommen habe. Derzeit macht es wohl wenig Sinn…. zumal bei den Zufallsterminen schwer ersichtlich ist, wie meine Tagesform gerade ist.

Irgendwie alles doof!

Geschenke Geschenke *sing*

Jaaaaaa, das schöne an so einem Geburtstag ist ja, dass man ab und an mal das eine oder andere Geschenk bekommt.

Zwei muss ich Euch unbedingt zeigen!!

Das eine sind suuuperweiche kuschelige warme Sochen. Selbstgestrickt von Hoffnungsinsel. Ich hab mich sooo gefreut und würde sie am liebsten gar nicht wieder ausziehen.

und dann hab ich noch richtig richtig sexy Kerle bekommen…  Drei Schnittchen für mich alleine. Und das beste ist, ich kann sie anknabbern…

Jetzt muss ich nur noch mal in Ruhe gucken, ob die Türchen auch an den richtigen Stellen sind *kicher*

Vielen Dank liebstes Nadinechen

Kleine Fortschritte und eine Feier

Tja… langsam und mühsam ernährt sich das Eichhörnchen… und langsam und mühsam setze ich einen Fuß vor den anderen. Es geht voran wenn auch sehr sehr langsam.

Letzte Woche habe ich noch zweimal zur Probe gearbeitet. Diese Woche muss sich nun entscheiden, ob ich zum Assessmentcenter eingeladen werde oder nicht. Vermutlich ist der Termin am kommenden Montag. Ich warte also gespannt ob es klappt und frage da morgen nochmal nach.

Am Wochenende war ich dann mit meiner Familie beim Haus. Gartenarbeit stand auf dem Programm. Früher mochte ich das total gerne. Jetzt nicht mehr… ich weiß gar nicht was mir am Sonntag nicht wehgetan hat. Mein Bruder hat auch geholfen und vier Stunden Rasen gemäht. Ich hab acht Stunden Laub geharkt und entsorgt. Meine Eltern waren nachmittags auch noch da und haben geholfen. Ende nächster Woche müssen wir wohl nochmal hin. Ich hoffe bis dahin ist das Laub komplett von den Bäumen runter. Derzeit gibt es auch einen neuen Kaufinteressenten. Ein Niederländer. Er wird sich das Haus am Montag oder Dienstag anschauen.

Ich bin auch ganz gerührt, wie sehr mich meine Familie derzeit unterstützt. Vor allem im Bezug auf das Haus. Das ist wirklich süß.

Endlich habe ich es auch geschafft einen ersten Termin bei meinem Therapeuten zu bekommen. Am Donnerstag ist die erste Sitzung und ich hoffe, dass sich dann in der nächsten Woche Termine anschließen.

Achja… und ich hab mich entschlossen morgen doch meinen Geburtstag zu feiern. So traurig ich auf der einen Seite sein werde, weil der treueste Stammgast nicht da sein wird. Ich möchte trotzdem meine Freunde um mich haben. Und ich wette er hätte gewollt, dass ich das will. Die vielen ersten Male ohne ihn beginnen.

Zumindest habe ich heute mit einer Freundin die Snacks für morgen vorbereitet und ich bin guter Dinge, dass es ein schöner Abend wird.

Stillstand

Derzeit geht nichts irgendwie weiter. Aber auch so gar nichts. In Sachen Hausverkauf tut sich nix. Der Interessent schaut sich vergleichbare Objekte an. Abgesagt hat er allerdings noch nicht. Statt dessen werde ich wohl am Wochenende – sofern das Wetter mitspielt – mit Gartengeräten in die Tiefebene reisen und den Garten auf Vordermann bringen. Das nervt mich gewaltig!!

In Sachen Job tut sich derzeit auch nix. Die Entscheidungsträger sind im Urlaub. Ich hab mich mal als Streber geoutet und kann vielleicht am Donnerstag noch einen Nachmittag Probearbeiten. Schaun wir mal.

In Sachen Therapie passiert derzeit auch nix. Diese Woche gibt es jedenfalls keine Termine. Als ich das gestern gehört hab bin ich förmlich in Tränen ausgebrochen. Also muss ich mein Glück nächsten Montag versuchen. Eine wirkliche Hoffnung, dass dann ein Termin frei ist hab ich derzeit nicht. Und wenn dann bestimmt erst in der zweiten Wochenhälfte in der ich definitiv nicht kann und statt dessen funktionieren muss.

Nebenbei denke ich darüber nach ob und wie ich meinen Geburtstag feiern könnte. Bin da derzeit etwas ratlos. Aber ist ja noch ne Woche hin *grmpf*

Dafür platze ich fast vor Stolz wenn ich einen Korb Wäsche erledigt bekomme den ich seit drei Wochen vor mir herschiebe. Ich sitze auf der Couch und sehe dem Tag zu wie er vergeht. Ich hab es jetzt sogar geschafft seit Samstag das Casa nicht zu verlassen. Wer mich kennt weiß, dass man mich für vier Tage zuhause normalerweise anketten und betäuben muss. Und das ganze macht es natürlich noch schlimmer weil ich mit mir selber total unzufrieden bin.

Selbst die einfachsten Geschichten krieg ich nicht gebacken und schieb vor mir her. Im Zweifelsfall könnte mir das das Genick brechen.

Rückblickend hab ich das Gefühl, dass kopftechnisch mit den Pillen besser ging. Aber was nützt es wenn ich klar denken kann, mich dafür aber ansonsten total mies fühle. Hilft nicht wirklich, oder?

Ich hoffe, dass meine Kaffeeverabredung morgen ein Anstoß ist, dass ich danach noch ein bisschen was auf die Reihe kriege. Leider steht diese Woche ansonsten nix an wo ich raus muss. Das macht es auch nicht wirklich einfacher. Schaun wir mal.

Virtuelle Arschtritte und Moralpredigten sind derzeit durchaus erwünscht. Vielleicht hilft es ja was…. Zumindest kann ich nach dreiwöchiger Testphase (oder war es noch länger?) mit Sicherheit sagen, dass vergraben nicht hilft!!

Alles doof derzeit!!!

Aber da ist ein gaaaanz gaaaanz kleines Licht am Ende des Tunnels. So ein leichter Schimmer…  vielleicht könnte sich das Schicksal wenigstens da willig zeigen… dann würde der Rest sich auch wieder einrenken…

Pharmaexperiment

Ich hatte es ja gut gemeint, mein Arzt offenbar auch, aber das ist ja mal sowas von in die Hose gegangen….

Am Montag war ich bei meinem Doc, hab ihm erzählt, was gerade so alles los ist, und das es so nicht weitergeht und ich was brauche. Er hat mir dann was aufgeschrieben und meinte noch, um die Nebenwirkungen bräuchte ich mir keine Gedanken machen. Wäre was ganz leichtes. Ich wollte ja auch nur was ganz leichtes.

Meine Freundin hat mir das dann mitgebracht. Sie arbeitet ja in der Apotheke und meinte noch, ich wüßte ja, dass jede Kleinigkeit im Beipackzettel erwähnt wäre, auch wenn es nichts mit dem Medikament zutun hätte. Es müsse halt drin stehen, wenn einer der Probanden irgendwas gehabt hätte.

Da ich am Dienstag, als ich die Tabletten gekriegt hatte, erst sehr spät daheim war hab ich mir auch gar nicht die Mühe gemacht, den Beipackzettel zu lesen. Meistens wenn ich das mache nehm ich die Medikamente dann eh nicht mehr :roll:

Mittwoch zum Frühstück gab es die erste Pille. Es sollte ohnehin nur eine am Tag sein. Und das kleine Ding sah so unschuldig und winzig aus, sowas kleines kann einem ja nix ernsthaftes tun. Bei großen gemeinen Antibiotika ist das was anderes.

Eine Stunde später war mir grummelig im Bauch. So ein flaues Gefühl im Magen. Aber ich schob das erstmal darauf, dass ich am Vortag in der ostfriesischen Tiefebene viel Kaffee getrunken und wenig gegessen hatte. Irgendwann hatte ich das Gefühl die Augen nicht mehr scharfstellen zu können. Aber gut, ich war erst spät nachts wieder daheim und hatte daher nicht viel geschlafen. Ich konnte die Beine kaum still halten, aber das lag bestimmt am vielen Kaffee, genau wie die Kopfschmerzen. Dann begann ich zu frieren, kalter Schweiß brach mir aus, der Kreislauf streikte. Sollte ich mir etwa einen Virus eingefangen haben?

Nun denn… Frau lässt sich nicht unterkriegen und verabredete sich mit einer Freundin im Alt. Wir suchten uns einen Platz, es war sehr voll, und bestellen was zu essen. Ich hatte mir eine Foliekartoffel bestellt. Nix spektakuläres.

Nach ein paar Häppchen Kartoffel schnürte sich mir alles zu, mir war übel, heiß und kalt, ich war so nervös, dass ich kaum still sitzen konnte. Es fühlte sich wie eine der Panikattacken von früher an. Nur unkontrollierbar. Meine Freundin fragte irgendwann ganz unsicher was bei mir gerade passieren würde. Früher hätte es sowas gegeben. Niemals hat jemand gemerkt, wenn die Angst kam. Und sie war meistens kontrollierbar.

Und wieso kriegte ich überhaupt so plötzlich so einen massiven Anfall? Hab ich seit vielen Jahren nicht gehabt. Höchstens mal ein leichtes Unwohlsein in bestimmten Situationen, auch wenn das in letzter Zeit wieder häufiger war. Aber kontrollierbar.

Ich fuhr heim, fiel erschöpft ins Bett (Panikattacken sind ausgesprochen anstrengend) und schlief lange.

Am nächsten Morgen erwachte ich mit einem Schädel wie ein Rathaus. Es gab nicht viel Zeit zu überlegen. Schmerztabletten hatte ich eh nicht da, also brav die Pille Nr. 2 eingeworfen, Kaffee getrunken, Unterlagen für’s Arbeitsamt vorbereitet….

Es ging wieder los. Bauchgrummeln, Übelkeit, verschwommenes Sehen, als ich später beim Arbeitsamt wartete war ich hypernervös, konnte nicht still sitzen, wäre am liebsten herumgelaufen. Der Mund war trocken, Schluckbeschwerden, die Welt fühlte sich an wie aus den Fugen.

Nach dem Amt musste ich noch einkaufen. Da ging das Spiel weiter. Vor der Kasse war eine lange Schlange, ich war nervös ohne Ende, fühlte mich krank, wieder der kalte Schweiß, Schwindel, Panik…

Das war nicht normal. Und selbst wenn die Ursache dafür in den Vorfällen der letzten Wochen/Monate lag, dann wäre das nicht so plötzlich so schlimm geworden.

Zuhause angekommen hab ich mir den Beipackzettel der Pillen geschnappt. Und was soll ich sagen…. es waren alles Nebenwirkungen dieser blöden Pillen. Ich hatte auch so ziemlich jede Nebenwirkung die auch nur ansatzweise im Beipackzettel stand. Und nebenbei hatte mir mein Doc die doppelte Dosis der eigentlichen Anfangsdosis verschrieben.

Was lernen wir daraus? Wir nehmen niemals wieder Medikamente in deren Beipackzettel steht “ Dieses Medikament kann Gedanken an Suizid oder Selbstverletzung auslösen oder verstärken. Sollten Sie derartige Gefühle bei sich bemerken wenden Sie sich bitte unverzüglich an den behandelnden Arzt“

Und nein, ich bin nicht selbstmorgefährdet… nur leidlich depressiv derzeit…  aber ich arbeite daran

Probearbeiten

Hieß es noch am Dienstag, das ich kommende oder die Woche drauf probearbeiten sollte, ging doch alles plötzlich viel schneller.

Am Mittwoch kam schon der Anruf, ob ich nicht am Freitag schon Zeit hätte um einen Tag dort ins Büro zu kommen. Na logisch hatte ich Zeit :o)

Also hab ich mich am Freitag wieder in die Kompetenzkutte geworfen und bin um 9.30 Uhr angetreten. Netterweise startete der Tag erstmal mit einem gemeinsamen Frühstück, dass einer der Herren dort ausgegeben hatte. Ist ja auch mal ganz nett und so konnte ich mir die Herren (von den vermutlich zwei Damen im Büro war am Freitag keine da) schon mal anschauen und ein bisschen einschätzen. Altersmäßig ist alles vertreten von Azubi von 18 oder 19 Jahren bis Seniorkollegen Ende 50 /Anfang 60. Der Chef ist liegt ziemlich in er Mitte, er ist 35.

Anders als in dem Büro in dem meine Freundin arbeitet scheint es hier einen sehr guten Zusammenhalt zu geben und es wird viel Wert darauf gelegt das Teamgefühl zu fördern. So wird anscheinend auch regelmäßig gemeinsam was unternommen. Unter anderem haben die Herren schon mal geklärt ob ich bowlen kann und wenn ja wie gut oder schlecht.

Später gab es dann ein paar allgemeine Erklärungen und danach bin ich mit eine der Außendienstler losgezogen. Zum Feierabend gab es dann noch einen gemütlichen Kaffee und ich hab zusammen mit dem Chef den Abwasch erledigt.

Ich fand es faszinierend, dass die mir schon das Gefühl vermittelten, als würde ich schon dazu gehören.

Nun muss ich morgen wieder hin. Dann gibt es Feedback zu Freitag und – wenn das Feedback gut ausfällt – eine Liste mit Unterlagen, die noch beigebracht werden müssen. In weiser Voraussicht hab ich gestern schon das polizeiliche Führungszeugnis bestellt.

In der Geschäftsstelle hatte ich am Freitag noch erfahren, dass – wenn alles klappt – am 01.11. das Assessmentcenter ansteht. Danach würde dann die endgültige Entscheidung fallen ob ich den Job kriege oder nicht.

Verlockend wäre es schon. Deutlich mehr Gehalt als bisher in der Hausverwaltung, 14 (in Worten: Vierzehn) Monatsgehälter, volle VL, Prämien und nach einem Jahr betriebliche Altersvorsorge sind nur ein paar der Bonbons… 

Bitte bitte gaaaanz viele Daumen drücken, das wäre soooooo coooool :lol:

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