Mit einem Taxi durch Berlin

Ich fahre extrem selten Taxi. Das letzte Mal ist locker 15 Jahre oder so her. Aber an Silvester musste das mal sein. Ich glaube Straßenbahnfahren wäre dort auch ein Abenteuer gewesen. Wenn man noch irgendwie in eine rein gekommen wäre. Aber wir haben uns den Luxus gegönnt und wollten mit einem Taxi vom Kubaner unseres Vertrauens zur „Margarethe F.“ fahren.

Da es irgendwas um 22 Uhr war und die Taxizentrale an so einem Tag telefonisch natürlich nicht erreichbar war, haben wir uns also an die nächste größere Straße gestellt und gewartet. Irgendein Taxi wird schon kommen. Kam auch… genau genommen sogar vier. Zwei besetzte und zwei freie. Schön abwechselnd. 

Drei von uns sind in das erste freie Taxi gehüpft und Nili und ich sind in das zweite Taxi. Wir haben dem Taxifahrer gesagt, wohin wir wollen, lehnten uns entspannt zurück…  bis der Taxifahrer in breitestem Berlinerisch fragte „wo issn det?“

Ja… ähm… also…   achja.. Friedrichshain!!

Es stellte sich heraus, dass er Taxifahrer sich überhaupt nicht auskannte und keine Ahnung hatte, wie er uns dort hinbringen sollte. Ein Navi hatte er auch nicht…  ich hab ja mit vielem gerechnet – man hört ja z.B. oft, dass die Berliner Taxifahrer so unfreundlich sein sollen –  aber damit nun wirklich nicht…

Guut, dass frau ein iPhone hat. Also Telefon gezückt, Adresse eingegeben, dem Taxifahrer die Hauptstraßen genannt, die der Kneipe am nächsten lagen. Damit konnte er dann zumindest schon mal was anfangen. Den Rest des Weges habe ich dann Navi gespielt. Bitte rechts in die xy-Straße, danach links in die zy-Straße usw.

Aber lustig war es auch irgendwie :-)

Später… also irgendwann morgens um vier oder fünf Uhr wollten Nili und ich dann wieder zurück in Richtung Prenzelberg. Die Schlafstatt rief!! Also wanderten wir wieder durch dicken Schnee zur nächsten Hauptstraße und zu unserem großen Glück kam sehr schnell ein freies Großraumtaxi.

Der Taxifahrer hatte kein Problem damit, die Straße zu finden in die wir wollten. Allerdings hatte er etwas Probleme damit, sich den gegebenen Straßenverhältnissen anzupassen. Anfangs war er erstmal sauer, weil er durch eine Straße nicht fahren konnte weil dort die Feuerwehr damit beschäftigt war ein Haus zu löschen. Dann ärgerte ihn der Schnee und vor allem die Autofahrer, die etwas unsicherer oder einfach vorsichtiger unterwegs waren. Das Taxi schlingerte auf den starkt verschneiten Straßen hin und her. Der Taxifahrer fluchte. Auch über jede Menge Leute, die immer mal wieder über die Straßen maschierten… von hinten kam ein Krankenwagen…

Der Taxifahrer ließ den Krankenwagen vorbei, hängte sich hinten dran und flitze mit Vollgas hinterher…  Straßenglätte und Schnee werden eh überbewertet… 

Richtig sauer wurde der Taxifahrer als der Krankenwagen über eine rote Ampel flitzte und er mit seinem Taxi da nicht mehr hinterher durfte *g*  … naja, zumindest waren wir fix am Ziel!!

Aber eins muss ich jetzt mal sagen…. beide Taxifahrer waren nicht unfreudlich oder sowas…  und eigentlich war es ganz lustig!

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Ein Kommentar zu Mit einem Taxi durch Berlin

  1. Nili sagt:

    Hach ja Süsse, wie gut, dass Du Dein Iphone dabei hattest. Aber den zweiten Taxifahrer fand ich nicht schlecht, er war wirklich günstig (für die längere Strecke) und ich habe mich bei dem auch eigentlich recht sicher gefühlt (sonst habe ich immer etwas Schiss!) … mag aber auch an voherigem Alkoholkonsum oder an dem riesengrossen Auto gelegen haben ;D

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