Einigelzeit

Im Wohnzimmer steht ein riesengroßer Karton voller Herbstlaub, ein bisschen Wasser und was zu futtern ist drin…  ich igel mich mal ein.

Fast eine Woche ohne richtigen Schlaf fordern ihren Tribut. Die Muskeln tun weh, der Kopf sowieso….  ich klink mich aus und kümmer mich um mich.

Naja, etwas Abwechslung wird’s schon geben. Zumindest morgen zwischendurch und Freitag. Die Order zum Familienbesuch ist auch eingegangen und am Wochenende zu absolvieren.

Von meinem Traumjob kam heute leider telefonisch die Absage. Das Vorstellungsgespräch gestern hat mich auch nicht wirklich vom Hocker gehauen. Mal schauen was noch kommt. Das Kino haben wir heute auch Kino sein lassen. Statt dessen ging der Weg 500 m die Straße hoch zum Griechen. Danach gab es sozusagen globalisierte Internetrecherche. Die entfernteste Suchende saß in London. War aber mächtig lustig. Vielleicht sollten wir eine Frauen-Detektei eröffnen. Ich glaube wir wären richtig gut ;-)

Ansonsten ist alles beim alten. Es passieren weiterhin putzige Sachen und ich bin gespannt, wie am Ende die Auflösung einiger ausgesprochen kurioser Vorkommnisse sein wird. Die Augen und Ohren sind offen und bleiben es auch…  auch im Karton unterm Laub. 

Irgendwie drehen gerade alle am Rad

Wo man hinschaut oder hinhört knallt es. Nicht nur, dass sich alle möglichen Leute zerstreiten obwohl es dafür keinen wirklichen Grund gibt. Auf der einen Seite belästigen irgendwelche Geliebte die tatsächlichen Partnerinnen der Männer mit Telefonterror und Mails an Freundinnen, von denen die Geliebte eigentlich nichts wissen kann. Auf der anderen Seite versuchen Ehefrauen sich mit der Geliebten ihres Mannes zu verbrüdern verschwestern. Ex-Männer flippen aus und kommen auf die skurilsten Ideen. Irgendjemand kehrt gerade den Blog auf links und versucht offenbar alle Posts auswendig zu lernen. Die Besucherzahlen gleichen einer Achterbahn mit rekordverdächtigem Looping. Alle Welt zickt sich an und weiß nicht wirklich warum. Zig Partnerschaften scheinen sich zu massiven Krisenherden zu entwickeln. Und nun ist auch noch das Konzert am Donnerstag abgesagt worden :-(     Was geht eigentlich ab???

Fehlt nur noch ein Anschlag auf Barack Obama oder irgendwo ein Bombenattentat…

Liegt’s am Wetter? Kommt ein Komet? Geht die Welt unter????

Einen hab ich noch *g*

Einäscherungsverband Bremerhaven Süd

 

Betreff:  Ihre Einäscherung!

 

Sehr geehrte/r

Da wir genaue Informationen erhalten haben, dass von Ihrem Weiterleben keine sozialen Vorteile zu erwarten sind und Sie mit Ihrer erbärmlichen Erscheinung nur zum Schrecken der Menschheit herumlaufen, haben wir lt. § 277 ABs. 4 des Straßenkontrollgesetzes „Menschenüberschuß in Europa“ Ihre Einäscherung beschlossen.

Sie werden gebeten und hiermit aufgefordert, sich am kommenden Mittwoch um 17 Uhr im Bremerhavener Krematorium, Ofen 16, Klappe b zwecks Verbrennung Ihrer schleimigen Figur mit Gesangbuch und Leichenhemd einzufinden.

Da Sie an Einbildung und Gehirnerweichung leiden, haben Sie Ihren Wasserkopf zu entleeren, da sonst die Gefahr besteht, dass das Feuer im Ofen erlischt.

Da Sie in Ihrem Leben reichlich Alkohol genossen haben, werden Sie außerdem gebeten, um eine Explosion  Ihres Körpers zu vermeiden, eine Stunde vor der Einäscherung einen Liter ungekochte Ziegenmilch zu sich zu nehmen. Die Füße und Haare sind vorher zu reinigen, da bekanntlich Käse und Fett schlecht brennen.

Sie haben mitzubringen:

  1. 1 Bund Stroh
  2. 1 Feuerzeug
  3. 1 Sack für Ihre Knochen
  4. 1 Topf für Ihre Asche
  5. 1 Topf für anfallende Grieben

Die Asche wird im Winter zum Streuen vereister Straßen verwendet. Für die Löschung Ihres Namens beim Einwohnermelde- und Standesamt haben Sie persönlich Sorge zu tragen.

Ihren zukünftigen Leichnam termingerecht erwartend zeichnet hochachtungsvoll

Dr. Flammentod

(Professor für innere Röstung und schmerzlose Jenseitsbeförderung)

Gerade gefunden:

Das habe ich gerade wiedergefunden. Der hat zwar wahrscheinlich schon einen ellenlangen Bart, aber ich find’s trotzdem gut *g*

Eine ostfriesische Mutter schreibt an ihren Sohn:

Lieber Sohn,

ich schreibe Dir diesen Brief, damit Du weißt, dass ich noch lebe.

Ich schreibe langsam, weil ich weiß, dass Du nicht so schnell lesen kannst. Wenn Du wieder nach Hause kommst wirst Du unsere Wohnung nicht wiedererkennen, wir sind nämlich umgezogen. In der neuen Wohnung war sogar schon eine Waschmaschine. Ich tat 14 Hemden hinein und zog an der Kette. Die Hemden habe ich bis heute nicht wiedergesehen.

Vater hat jetzt eine neue Arbeit. Er hat 500 Leute unter sich. Er mäht den Rasen auf dem Friedhof.

Letzte Woche ist Onkel Willi in einem Whisky-Fass ertrunken. Einige Männer wollten ihn retten, doch er leistete heftigen Widerstand. Wir haben ihn verbrennen lassen, es hat drei Tage gedauert, bis wir ihn gelöscht hatten.

Deine Schwester Maria hat gestern ein Baby bekommen. Da wir nicht wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, weiß ich auch nicht, ob Du jetzt Onkel oder Tante geworden bist.

Letzte Woche hat es nur zweimal geregnet. Erst 3 Tage und dann 4 Tage. Es hat so gedonnert, dass unser Huhn viermal dasselbe Ei gelegt hat. Am Dienstag sind wir alle gegen Erdbeben geimpft worden.

Deine Mutter

PS: Ich wollte Dir noch etwas Geld mitschicken, aber ich hatte den Brief schon zugeklebt.

Absagen

Ich bin nicht und ich war nie ein Mensch, der etwas Zugesagtes absagt, nur weil „mir ein Pusps quer hängt“ oder ich keine Lust habe. Wenn ich etwas absage, dann wirklich nur nach reiflicher Überlegung und wenn ich das Gefühl habe es geht überhaupt nix mehr.

Darum habe ich gestern, nach all dem Theater, dem emotionalen und mentalen Chaos und einigen dadurch begründeten schlaflosen Nächten den Kneipenbummel abgesagt. Ich hatte mich auch drauf gefreut durch die Kneipen zu ziehen, aber gestern ging irgendwann nichts mehr und es ging mir ziemlich schlecht.

Wohlgemerkt: Ich wollte nicht in die Kneipe….  irgendwas anderes wäre noch ok gewesen….  aber eben keine Kneipentour.

Das aber ein Mensch, den man fast 1,5 Jahre für eine gute – wenn nicht sogar die beste – Freundin gehalten hat, darauf hin die Freunschaft kündigt, dann frage ich mich ….   na egal…   zumindest ist es ein komisches Gefühl.

Mir sind von verschiedensten Menschen auch schon Verabredungen abgesagt worden. Klar war ich in dem Moment dann auch enttäuscht, wenn ich mich drauf gefreut hatte. Aber für mich haben Freundschaften andere Wertigkeiten und wenn mich jemand als Freundin bezeihnet, dann kann er von mir eine Portion Verständnis erwarten, auch wenn es mir in dem Moment vielleicht gegen den Strich geht….

Lieber Ex-Mann,

ich danke Dir von Herzen für das Schreiben, welches Du mir heute in den Briefkasten gesteckt hast. Dazu fällt mir spontan nur folgendes ein:

1. Ich habe es abgeheftet  —->  in den Ordner „GELESEN UND GELACHT“

2. Ich werde mit Sicherheit keine Unterlassungserklärung unterschreiben, in der ich mich verpflichte 25.000 Euro zu zahlen, sollte ich über Dich schreiben. Nicht einmal zu einem Euro würde ich mich verpflichten!!!

3. Ich äußere ausschließlich Tatsachen oder meine persönliche Meinung.

4. Derartige Schreiben kannst Du Dir zukünftig dahin stecken, wo die Sonne nie scheint!

5. Es steht Dir jederzeit frei diesbezüglich einen Anwalt zu konsultieren.

6. Einem möglichen Schreiben Deines Anwalts sehe ich freudiger Erwartung entgegen.

7. Wie es in den Wald hineinschallt…..

8. Du solltest mich besser kennen!!

Herzlichst Deine Ex-Frau!!