Ihr dürft mich dann jetzt Christel nennen

Ich schulde Euch ja noch das Ende der Geschichte mit dem komischen Arbeitgeber und dem Vertrag, den er mir letzte Woche zugemailt hatte.

Eigentlich sollte ich den Vertrag ja schon Anfang der letzten Woche per Post bekommen. Letztendlich bekam ich den Vertrag dann am Donnerstag per Mail. Kurz bevor ich mit meiner Freundin Richtung Hannover starten wollte.

Eigentlich wollte ich den Vertrag mangels Zeit nur mal eben kurz überfliegen. Aber nachdem mir dann gleich ein paar Punkte komplett quer liefen, musste ich mich dann doch mal rückversichern.

Das war echt unverschämt. Zum einen war es, entgegen der Vereinbarung, dann plötzlich doch ein befristeter Vertrag für ein Jahr mit 6 Monaten Probezeit. Die Probezeit war ok, aber nicht die folgenden Kündigungsfristen. Da hätte er mich zum 15. und zum 30. mit vier Wochen Kündigungsfrist kündigen können.

Der Hammer war aber die Vertragsstrafe. In jedem Fall, in dem er mich fristlos kündigen würde, sollte ich ein komplettes Bruttogehalt an ihn zahlen. Also auch, wenn ich ihm gesagt hätte, dass er ein Idiot ist, oder ich einen Fehler gemacht hätte wegen einer Falschinformation oder sowas. Er hätte es also geschickt einfädeln können, wenn er dafür gesorgt hätte, dass ich – zum Beispiel durch Fehlinformation – am Ende des Monats fristlos entlassen worden wäre und dann hätte er gleich ein Gehalt einkassieren können und ich hätte klagen müssen.

Es gab auch noch andere Punkte, die nicht in Ordnung waren, und einige liebe Leute, die sich damit auskennen und die ich gefragt hatte, ebenso wie meine Arbeitsvermittlerin und die arbeitsrechtliche Beratungshotline (ja, sowas gibt es!) hatten ganz klar gesagt, dass ich den Vertrag so keinesfalls unterschreiben dürfe. Ganz schön übel sowas.

Nachdem ich aus Hannover zurück war, habe ich mit also eine Antwortmail aus den Fingern gesogen, in der ich auf die entsprechenden Vertragspunkte hingewiesen habe, und bat ihn, mit bis Montag gegen Mittag (also diese Woche) eine Antwort zukommen zu lassen.

Da ich vorher noch zu einem anderen Vorstellungsgespräch eingeladen war, hätte das ziemlich gut gepasst.

Morgens um kurz nach 8 Uhr bekam ich die Lesebestätigung. Fünf Stunden später bekam eine zickige Mail…. was mir einfallen würde und so würde er gar nicht erst auf meine Fragen zu den Paragraphen eingehen sondern direkt das Arbeitsangebot zurückziehen.

Ich denke mein schlechtes Bauchgefühl hatte schon ganz recht. Er sucht jemanden, der eine Personallücke füllt und danach kann der Mohr gehen.

Aber ich hatte ja noch das Vorstellungsgespräch vom Montag in der Hinterhand.

Und heute kam der Anruf. Sofern der Betriebsrat zustimmt werde ich in 10 Tagen offiziell Postbotin werden. Die Arbeitszeit stimmt, der Lohn passt. Klingt soweit alles gut. Montag muss der Betriebsrat die Entscheidung bestätigen, danach muss ich noch weitere Unterlagen einreichen und am 28sten geht es los. Dann bin ich die „Christel von der Post“ *g*

Ich freu mich :lol:

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4 Kommentare zu Ihr dürft mich dann jetzt Christel nennen

  1. miss.bluhnah sagt:

    wirklich unverschämt, was sich manche arbeitgeber rausnehmen!
    freu mich für dich, wenn es klappt – christel :-)

  2. Markus sagt:

    Ich hoffe alles klappt, wie Du es Dir vorstellst.
    Lg Markus

  3. Soeren sagt:

    Frechheit, solche Leute… Unfassbar! Und leider gibt es immer wieder Menschen die drauf „reinfalle“

  4. Soeren sagt:

    Mist vergessen. Drück die Daumen.

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