Feuerengel

Die mit dem Schicksal tanzte

Tag: 22. April 2010

Selbstmord auf Inlinern?

Lange Jahre wollte ich es immer mal versuchen, aber irgendwie hat es nie geklappt. Erst bekam meine seinerzeit beste Freundin einen Bandscheibenvorfall und konnte nicht, dann ist sie weggezogen, dann wollte ich immer mal ihre Inliner testen, dann wollte ich mit Th. fahren, aber es ist nie soweit gekommen.

Und dann rief vor ein paar Wochen meine Freundin an. Bei einem Discounter gab es Inliner im Angebot. Zu der Zeit konnte ich mir die gerade so gar nicht leisten und von verschiedenen Seiten hatte ich gehört, dass die qualitativ auch nicht wirklich gut sein sollten.

Eine Weile später war ich dann bei meiner Freundin und sie zeigte mir ihre neuen Inliner. Sie hatte die vom Discounter wieder zurück gegeben und sich bei einem Sportausstatter welche mit einem neuen Bremssystem geholt.

Und ich Großmaul musste mich natürlich weit aus dem Fenster lehnen „Die hol ich mir auch'“

Am Wochenende drauf war ich fällig. Wir haben uns getroffen und sind zusammen zu dem Sportausstatter gefahren. Die richtigen Inliner waren schnell gefunden und ich hab sie anprobiert. Das erst mal mit den Dingern aufstehen war schon mal nicht so einfach. Und ich gestehe: Ich hatte Schiss!!  Ich hatte totale Angst, mich damit richtig auf die Nase zu legen. Aber meine Freundin war ganz optimistisch „Du schaffst das schon“

Nagut. Die Inliner waren gekauft, die entsprechende Schutzausrüstung auch und letzten Sonntag war es dann soweit. Wir wollten üben. Sie fährt schon länger und um längen besser als ich. Ich hatte die Inliner im Auto angezogen und musste erstmal gucken, wie ich damit in die Senkrechte komme. Zwei vorsichtige Runden ums Auto und es war klar, das sind keine Schlittschuhe oder Diskoroller….  mit denen konnte/kann man sich ja abstoßen.

Dann hatte ich eine glorreiche Idee. Ich hab mich daran erinnert, wie ich als Kind Schlittschulaufen gelernt hab. Ich kriegte meine ersten Schlittschuhe an, wurde zusammen mit einem Küchenstuhl auf dem zugefrorenen Kanal geparkt und meine Eltern gingen Tee trinken….  und ich hab mich am Stuhl festgehalten und den vor mir her übers Eis geschubbert…. bis es ohne Stuhl ging.

Nun lassen sich Stühle bekanntlich mehr schlecht als recht über Parkplätze schieben. Das ruckelt so :wink:  Aber auf Parkplätzen, vor allem wenn sie zu Supermärkten gehören, gibt es Einkaufswagen.

Also hab ich mir einen Einkaufswagen geschnappt und bin 5 oder 10 Minuten hinter dem Einkaufswagen über den Parkplatz gerollt…. und dann hatte ich es raus.

Was soll ich sagen…. ich bin nicht einmal hingefallen. (Allein die Tatsache, dass ich das jetzt geschrieben habe wird dafür sorgen, dass ich mich morgen oder übermorgen übelst auf die Nase lege!!)

Auf jeden Fall macht es total Spaß und ich kann kaum erwarten, wann wir wieder losziehen. Und wir müssen dringend bremsen lernen :-D   Also ich meine das Bremsen ohne Verkehrschilder oder Bäume oder Hecken als Hilfsmittel :roll:

Umzugsvorbereitungen #2

Ich gestehe, die Umzugsvorbereitungen stagnieren gerade etwas. Ich hab so viel auf dem Zettel, dass ich zeitweise zu nix komme oder, wenn ich denn Zeit habe, einfach nur kaputt bin.

Dazu kommt, dass ich zwar ein richtig tolles Paar hatte, dass die Wohnung gerne genommen hätte, aber meine doofe Vermieterin die so vergrault hat, dass mich die Interessenten am Sonntag angerufen haben um mir zu sagen, dass es ihnen leid täte, sie aber niemals bei so einer Vermieterin einziehen würden.

Kann ich gut verstehen.

Aber ich geb nicht auf. Heute hatte ich zwar zwei Termine, aber beide haben mich versetzt. Ärgerlich, dass ich dafür extra eher von der Arbeit weg bin. Aber am Samstag ist der nächste Termin und der Interessent machte einen total netten Eindruck. Mal gucken, vielleicht klappt es ja.

Eine weitere gute Nachricht ist, dass vielleicht eine meiner besten Freundinnen direkt in meine zukünftige Nachbarschaft zieht. Morgen gucken wir uns eine Wohnung im Nachbarhaus an. Da wir beide Singles sind wäre da natürlich klasse. Dann könnten wir jederzeit spontan was unternehmen.

Die Renovierung in der jetzigen Wohnung geht langsam voran. Der Flur ist fast fertig. Ich muss morgen noch ein paar Sachen ausbessern und dann ist am Wochenende zwischendurch das Bad dran. Das dürfte auch relativ schnell gehen.

Wenn mein Plan funktioniert werde ich am Samstag mit meiner Freundin auch noch einen Ausflug in das blau-gelbe Möbelhaus machen und da mal vorsichtig die Lage sondieren. Ein paar einfache Regale müssen her, evtl. etwas Bettwäsche und – nach dem Umzug – vielleicht noch etwas Deko.  Ideen findet man da auf jeden Fall.

Die Tapetensuche habe ich fast aufgegeben. Ich hab eine Lösung mit Wandtattoos gefunden. Die müssen zwar noch bestellt werden, aber das werde ich nächste Woche auch in Angriff nehmen.

Morgen werde ich den Hausmeister anrufen und nachfragen, ob die Küche schon eingebaut ist und wann die Übergabe stattfinden kann. Dann kann ich im Zweifelsfall dort auch schon anfangen zu renovieren. Da ist abends auch das Licht besser und man sieht, wo man schon gestrichen hat und wo noch nicht… hier ist das im Flur, in der Küche und im Bad gar nicht so einfach.

Farbe muss ich auch noch kaufen. War vor zwei Jahren immer die Lasur im Baumarkt meines Vertrauens ausverkauft ist es dieses Mal die Wandfarbe die ausverkauft ist und nicht nachgeliefert wird. Holzkitt brauch ich auch. Die Katzen, vor allem eine, gibt sich alle Mühe, sie als Kratzbaum zu missbrauchen. Aber das werd ich entsprechend ausbessern und nochmal lasieren…. wäre ja gelacht :wink:

Also es geht voran.

Langsam und mühselig nährt sich das Eichhörnchen…. oder wie war das noch?

Vom Glücklichsein

Mit dem Glücklichsein ist das ja so eine Sache.

Wenn man traurig, unzufrieden oder allgemein unglücklich ist, dann will jeder wissen, was los ist und wirft mit Ratschlägen nur so um sich.

Wenn man aber sagt, dass man glücklich ist, dann wird das von allen in Zweifel gezogen…  warum eigentlich??

Neid? Missgunst?

Ich bin glücklich.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass im Moment alles rund läuft, aber im Vergleich zu den letzten eineinhalb Jahren läuft es ziemlich rund, die Aussichten sind gut und ich fühle mich glücklich.

Ich fühl mich als Single rundum wohl, ich habe jede Menge Freunde/Innen, mit denen ich was unternehmen kann, ich schmiede Pläne für den Umzug und den Sommer und freue mich meines Lebens.

Es kommen gute Nachrichten in den Briefkasten, ich hab jetzt schon dreimal was gewonnen in diesem Jahr (ich gewinne sonst NIE etwas), allerorten platzen Knoten an denen ich seit Monaten genagt habe und es tun sich neue Optionen auf.

Und schwupps kommen die um die Ecke, die meinen, ohne Partner könnte man nicht glücklich sein, oder mir fehlt dieses oder jenes… im Moment käme mir ein Mann allenfalls als Klotz am Bein vor und ansonsten fehlt mir nichts.

Abgesehen davon, dass ich zeitweise ziemlich gestresst bin und jederzeit im stehen einschlafen könnte ruhe ich in mir wie schon lange nicht mehr.

Hört doch auf, das zu zerreden….

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