Feuerengel

Die mit dem Schicksal tanzte

Monat: Januar 2013

Filmbericht „Die Schlussmacher“

Ich bin ja gerade mal wieder im Kinofieber. Und so habe ich unter anderem jetzt endlich mal „Die Schlussmacher“ gesehen. Die Vorschau fand ich schon klasse. Aber oft ist es ja so, dass in der Vorschau auch schon alle Lacher des Films präsentiert werden. In diesem Fall war das zum Glück nicht so.

Die Geschichte: Paul arbeitet für eine Trennungsagentur und rückt mit jedem erledigten Auftrag seinem Aufstieg zum Partner der Agentur einen Schritt näher. Inklusive Firmenwagen und allem was dazu gehört. Doch dann gerät er an Toto, dem er mitteilen muss, dass seine Partnerin sich von ihm trennt. Toto hängt sich aus Verzweiflung und Angst vor dem Alleinsein an Paul und weicht ihm nicht mehr von der Seite. Also mit Paul seine letzten Aufträge vor seinem Karrieresprung mit Toto an seiner Seite abwickeln, was sich durchaus schwierig gestaltet, glaubt Toto doch an die wahre und ewige Liebe….

Der Film ist wirklich klasse gemacht und sorgt für Muskelkater vom Lachen. Trotzdem gibt es natürlich auch den ruhigen Unterton. Zum Ende wird es etwas nachdenklich und es gibt die obligatorische Moral von der Geschichte, in diesem Fall: Liebe ist nix für Feiglinge!  :mrgreen:

 

Schlussmacher

 

Auf jeden Fall ist der Film sehenswert und macht Spaß!! Also gucken gehen!

 

Und ich studier mal das Kinoprogramm um den nächsten Film auszusuchen!!!

Der Schlangenmythos wird Realitiät

In jeder Branche gibt es ja die berühmten Ammenmärchen, die von Generation zu Generation weitergetragen werden. Und jeder zweite kennst wenigstens einen, der jemanden kennt, der jemanden kennt, dessen Kollege hat ja damals…..   Ihr kennt das!!

In meiner Branche ist einer dieser Mythen die Ratte oder die Schlange in der Toilette.

Da könnt Ihr Euch vorstellen, wie blöd ich aus der Wäsche geguckt habe, als einer der Hausmeister mich heute nach einer Wohnungsbesichtigung abgefangen hat und meinte „komm mal mit, ich muss Dir was zeigen“ und mich in eine andere leere Wohnung führte und meinte „Da ist eine Schlange in der Toilette“.

Jaaaa neeeee, isss klaaaaar!!!

Sehr vorsichtig und mit einem sehr langen Arm machte er dann laaaaaangsam den Toilettendeckel auf und schwupps kriegte ich das hier zu sehen:

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Genauer gesagt war noch etwas mehr vom Körper der Schlange zu sehen. Aber ich brauchte dann doch ein wenig, bis mir in den Sinn kam ein Foto zu machen.

Wie der Hausmeister die Schlange entdeckt hatte? Ganz einfach, wenn wir in leer stehende Wohnungen kommen lassen wir erstmal überall Wasser laufen und betätigen die Spülung damit die Geruchsverschlüsse nicht austrocknen. Weil wenn das passiert müffelt es unangenehm. Und nach dem Spülen schaute er kurz in das Becken und sah eine Schwanzspitze, etwas Körper und einen Kopf. Allerdings verzog sich die Schlange ganz fix wieder unter den Toilettenrand.

Tja, was nun? Ich hab ja meine Tierschützer aus meinem Verein. Also hab ich kurzerhand dort angerufen. Dass die selber die Schlange nicht einfangen war mir klar, aber immerhin sollten die ja wissen, wer sowas macht. Zumal es dafür üblicherweise einen Sachkundenachweis braucht.

So landete ich dann bei einer sehr netten Tierärztin aus HB, die selber Schlangen hält und auch derartige Rettungseinsätze macht. Die kam dann auch eine Weile später und nahm das ganze in Angriff.

Die Schlange wollte nicht so wirklich aus ihrem Versteck raus und es musste erstmal der Spülkasten demontiert werden. Immerhin hatte die kleine versucht, dort hinein zu flüchten. Mit Hilfe eines Spiegels konnte man sie dann hinten im Zulauf sehen, wo sie sich eingeringelt hatte.

Aber mit ein paar Tricks bekam die Tierärztin das Tierchen dann doch zu fassen und in voller Größe sah die Schlange dann so aus:

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Amüsant war übrigens, dass sich der Hausmeister vor der Schlange gruselte und die Tierärztin vor der alten Toilette :mrgreen:

Jedenfalls bekommt die noch relativ kleine  Kornnatter (die werden bis zu 1,5 m lang)  jetzt ein neues Zuhause und wird ein wenig aufgepäppelt.

Die ehemaligen Bewohner der Wohnung haben übrigens Schlangen, unter anderem zwei knapp 2,5m lange Pythonschlangen. Natürlich schwören sie Stein und Bein, dass ihnen keine Schlange abhanden gekommen ist. Aber ganz ehrlich, wer eine Schlange mal eben so verliert, der sollte sie auch nicht zurück bekommen :wink:

Und wenn mir demnächst jemand eine abstruse Geschichte aus seinem Job erzählt werde ich nicht gleich die Augen verdrehen und überlegen, ob es nicht vielleicht doch tatsächlich schon mal passiert sein könnte!

DHL und das verschollene Paket

Im vorletzten Jahr hatte ich zum Geburtstag von der lieben Federschwarzes ein zauberhaftes Filofax bekommen. Da es mein täglicher Begleiter ist wurde es Zeit, endlich neue Kalenderblätter für das neue Jahr zu bestellen. Damit nahm dann das Verhängnis auch seinen Lauf.

Ich bestellte online und bekam am 08. eine Versandbestätigung per Mail. Inkl. einer Paketnummer zur Sendungsverfolgung. Eigentlich finde ich Sendungsverfolgungen total klasse. Aber in diesem Fall hakte das ganze eigentlich schon am ersten Tag. Die Sendung ging zwar zeitig raus, blieb dann aber einen Tag länger als die meisten Pakete im Verteilzentrum.

Am 10. konnte ich dann sehen, dass mein kleines Paket weitergeschickt worden war und sich im Zustellfahrzeug befinden sollte. Super!! Es war zwar klar, dass ich nicht zuhause sein würde, aber immerhin hätte ich am nächsten Morgen zur Post fahren und abholen können. Ist ja auch nicht schlecht. Als ich abends erwartungsvoll in meinen Briefkasten schaute war aber kein Benachrichtigungsschein darin. Also Noti aufgeklappt, Sendungsverfolgung geöffnet und da schau her, da stand was von einem zweiten Zustellversuch am Folgetag. Ähm ja… also ich kenne das nur so, dass der Bote klingelt, feststellt, dass keiner zuhause ist und eine Benachrichtigung in den Briefkasten wirft.  Naja, nicht zu ändern.

Am 11. das gleiche Spiel. Das Paket sollte im Zustellfahrzeug sein und ich schaute am Abend wieder erwartungsvoll in den Briefkasten. Nix! Beim Blick in die Sendungsverfolgung stand dort “ die Sendung konnte nicht zugestellt werden“. Stimmt, ich war ja arbeiten….  warum krieg ich keine Benachrichtigungskarte??? Es könnte alles so einfach sein, ich würde sogar freiwillig zur Post fahren *gnarf*

Am 12. (einem Samstag) war ich guter Dinge. Ich war zuhause und wartete sehnsüchtig auf den Zusteller von DHL. Das Paket lag lt. Sendungsverfolgung brav im Zustellfahrzeug und hatte vermutlich inzwischen schon mehr von der Stadt gesehen als ich. Während ich in der Küche stand und mir meinen Kaffee 2.0 baute erhaschte ich beim Blick aus dem Küchenfenster auch direkt das große gelbe Auto. Juhuu, mein Paket kommt.

Der Bote stieg aus, lief mit ein paar Paketen an der benachbarten Häuserzeile hoch, stellte dort seine Pakete zu, stieg wieder in sein Fahrzeug …. und fuhr am Casa vorbei. :cry:

Eine gute halbe Stunde später vermeldete die Sendungsverfolgung „Die Sendung wurde zugestellt“ es stand sogar da „an den Empfänger“ Aber es ist nicht da. Nicht bei mir, nicht bei meinen Nachbarn und es liegt – was hatte ich anderes erwartet – auch keine Benachrichtigung im Briefkasten. Es hat auch niemand bei mir geklingelt. Es hat nichtmal ein Bote das Grundstück betreten.

WO ist mein Paket????

Achja, sowohl  online auf der DHL-Seite als auch über den Twitteraccount von DHL kriegt man derzeit auf solche Fragen offensichtlich keine Antwort. Ich denke ich werde am Montag tatsächlich ein Fass aufmachen müssen. Immerhin ist die Ware bezahlt und ich will die jetzt haben!!!

 

Albträume

Ich glaube jeder kennt das, wiederkehrende Albträume die immer relativ gleich ablaufen und einen meistens an etwa der gleichen Stelle aus dem Schlaf hochschrecken lassen. Ich hatte schon einmal von einem Traum geschrieben, bei dem es um Leitern ging. Komischerweise habe ich den Traum nur noch einmal in abgewandelter Form geträumt und dann nie wieder. Dafür ist ein anderer Traum aufgetaucht, der relativ regelmäßig meinen Schlaf raubt. Leider kann ich so gar nicht festmachen, was diesen Traum auslöst.

In diesem Traum bin ich alleine in einem Haus. Ein solches Haus habe ich nie real gesehen, auch wenn es mich ab und an an ein Haus erinnnert, in dem ich vor vielen Jahren mal eine Weile gelebt habe.

Es ist ein Haus mit vielen Zugängen. Eine Haustür, verschiedene Balkontüren, ein Zugang über den Keller, alles recht verwinkelt, viele Fenster. Wie gesagt, ich bin alleine und es wird dunkel. Ich fühle mich unwohl und beobachtet. Irgendwann höre ich Geräusche und obwohl ich Angst habe, mich den Türen zu nähern, überwinde ich mich und gehe im dunkeln von Tür zu Tür und verschließe sie bzw. kontrolliere, ob sie abgeschlossen sind.  Irgendeine Tür steht immer offen. Meistens fällt der Strom aus und es gibt kein Licht. Selbst als alle Türen verschlossen zu sein scheinen habe ich das Gefühl nicht alleine zu sein und fühle mich bedroht. Ich suche mir einen Platz an dem ich darauf warte, dass jemand kommt der mich beschützt und mir die Angst nimmt oder das bedrohliche Gefühl nachlässt.

Die letzte Szene im Traum ist immer die gleiche. Sehr nah hinter mir höre ich eine sehr dunkle bedrohliche Stimme ( so wie in Horrofilmen) und bevor ich realisieren kann was diese Stimme sagt wache ich schweißgebadet auf.

Ich wüßte wirklich zu gerne, was dieser Traum bedeutet!! Habt Ihr Ideen?

Stadterkundung #1 – Bremer Eiswette

Hiermit schaffe ich eine neue Kategorie, die Erkundung meiner neuen Zuhausestadt.

Wenn man sich irgendwo zuhause fühlen will wird es Zeit, sich die Stadt in der man lebt langsam genauer anszusehen. Das eine oder andere habe ich ja schon entdeckt und heute ging es weiter.

Also startete ich den Tag mit einem leckeren Frühstück im Café Ambiente. Das Lokal liegt direkt an der Weser und ich bin mir sicher, dass ich dort noch häufiger einkehren werde!

Trotz Regen, Kälte und Wind stand heute die Bremer Eiswette auf dem Programm. Hintergrund ist eine Wette aus dem Jahre 1829. Es wurde gewettet, ob die Weser am 06. Januar zugefroren ist oder nicht. Um das Ergebnis der Wette festzustellen soll ein 99 Pfund schwerer Schneider mit einem heißen Bügeleisen trockenen Fußes die Weser überqueren. Die genaue Geschichte findet Ihr hier und hier.

Das ganze spielt sich direkt an der Weser ab und wird mit sarkastischen / zynischen Kommentaren zur aktuellen Politik gekrönt.

Es war ausgesprochen unterhaltsam und lohnt sich tatsächlich, sich das mal anzusehen.

Das Ergebnis der Wette ist allerdings recht vorhersehbar, war die Weser doch zuletzt 1947 am 06. Januar zugefroren.

Aber trockenen Fußes kommt der Schneider trotzdem über die Weser – mit einem Boot

 

Song(text) des Tages #13

An einem Sonntag an einer Tankstelle.

Im Radio läuft

 

 

 

ich so: hoffentlich ist das kein Omen

er so: nein, das ist kein Omen!!

 

Es war eins!!

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