Feuerengel

Die mit dem Schicksal tanzte

Monat: Februar 2012

Dresden – Es war soooo schön

Eine Woche ist sie jetzt schon her, die Twitter- und Bloggerparty in Dresden. Vor lauter Stress komm ich gar nicht dazu, endlich darüber zu schreiben.

Nu aber!!

Kurze Zusammenfassung?? Es war groooooßartig!!

Nagut ich liefer die lange Fassung :mrgreen:

Am Freitag schnappten der Fuchs und ich Frau Federschwarzes in der Waterfront, packten Sie in die Mupfel und fuhren zu dritt nach Braunschweig um den BlogsupporterAD zu treffen und mit ihn weiter Richtung Dresden zu fahren. Entgegen aller Erwartungen kamen wir wunderbar durch und checkten am frühen Abend im Hotel ein.

Dort verpackten wir uns entsprechend den -16 Grad und marschierten zum nächstgelegenen golden M, wo sich auch schon der Manonstreets mit Abendessen versorgt hatte. Dort erreichte uns dann auch die Einladung von Worldofcrooks und seiner Zwergenchefin, noch auf einen Umtrunk ins crooksche Heim einzukehren. Als Ausgleich dafür, dass die Zwergenchefin am Samstag wegen Babysitterausfall beim Twitter- und Bloggertreffen nicht dabei sein konnte. Kurzerhand sammelten wir im Hotel die inzwischen angereisten _tatoeff und Madimaus ein und machten uns auf den Weg. Es wurde ein ausgesprochen lustiger Abend mit einer glücklichen luftpolsterfoliedrückenden Madimaus. Erstaunlich wie seelig so ein bisschen Luftpolsterfolie einen Menschen machen kann :lol:

Trotzdem der Abend erst gegen 4 Uhr morgens endete krabbelten wir alle zeitig aus unseren Betten um Dresden im Schnee in Augenschein zu nehmen und gaaaanz viel zu gucken. Ich liebe ja nun mal alte Gemäuer. je älter desto gut!!

Wir haben auch richtig viel gesehen, wie Ihr auf den Bildern sehen könnt.

Nachdem wir uns am Abend aufgewärmt hatten und Frau Netzgeflüster und Herr Kanzler im Hotel angekommen waren, haben wir alle zusammen ein Großraumtaxi geentert und haben uns zum Sophienkeller bringen lassen. Der Weg war zwar nicht sooo weit, aber bei den Temperaturen war das eindeutig die bessere Wahl.

Den Sophienkeller kann ich nur empfehlen. (Herzlichen Dank an die Tippgeber ;o) ) Es ist ein wirklich uriges Lokal mit tollem Ambiente. Wir wurden an einem riesigen alten runden Tisch platziert und nachdem alle Teilnehmer eingetrudelt waren wurde es eine wirklich lustige Runde. Eigentlich ist es erstaunlich, dass wir nicht irgendwann zu mehr Ruhe gerufen wurden. Spätestens als sich als Abendmotto das Thema Fisten verbreitete und eine Dose Nivea die Runde machte, gelangten wir wohl zu zweifelhaftem Ruf. Aber man ließ uns unserem Spaß bis wir als letzte Gäste aus dem Lokal gekehrt wurden.

Traditionsgemäß ließen wir den Abend in kleiner Runde im Hotelzimmer ausklingen und ich bin ausgesprochen dankbar, dass ich das mitgeschleppte Bier, das seit meinem Geburtstag den Kühlschrank verstopfte nun alle ist :mrgreen:

Auch diese Nacht ging viel zu schnell zu Ende… ich erinnere mich an eine Stimme die etwas sagte wie „Du musst jetzt duschen, in 40 Minuten werden wir abgeholt“ Das ist einer der Momente, in denen beim Feuerengel explosionsgefahr besteht ;o)

Aber wir wurden abgeholt. Hatten doch die Zwergenchefin und Wordofcrooks noch ein Brunsch im Feldschlösschen-Stammhaus organisiert bei dem wir alle Teilnehmer noch einmal wiedersahen und das lustige Wochenende zusammen in Ruhe ausklingen ließen.

Der Fuchs und ich machten uns von dort noch einmal auf den Weg zum Kaffeedealer meines Vertrauens. Dort trafen wir noch eine sehr sehr liebe Twitterin nebst Partner. Und auch wenn wir wohl beide sehr sehr müde waren, war es ein lustiger Plausch.

Wirklich müde und ruhig wurde es im Auto zu viert auf der Heimfahrt. Uns allen stand wohl die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben.

Ich danke Euch alle, die Ihr meinem Ruf nach Dresden gefolgt seid und hoffe, dass wir uns bald alle alle wiedersehen… Ende Mai?? in Dresden im Frühling?? oder München?? oder beides :wink:

Danke an Federschwarzes und BlogsupporterAD, Herrn Fuchs, Manonstreets, _tatoeff und Madimaus, Heiko Kanzler und Frau Netzgeflüster, Worldofcrooks und Zwergenchefin, Pixelrocker und TheJoker, Flauschbaer und Mona_Lisa für ein unvergesslich schönes Wochenende!!! :-*

 

 

Neuausrichtung

Schritte ziehen weitere Schritte nach sich.

Heute habe ich meinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben und den derzeit bestehenden gekündigt.

Nun stehe ich vor der Frage, vor der ich mich schon eine ganze Weile gedrückt habe. Kehre ich dieser hübschen Stadt, die ich so lieb gewonnen habe, den Rücken oder nicht????

Ich fühle mich hier total wohl, sowohl in der Stadt als auch in meinem Casa. Auf der anderen Seite verbringe ich täglich viel Zeit auf der Autobahn und gebe vor allem verdammt viel Geld für Benzin aus.

Ich verdiene eigentlich für hiesige Verhältnisse gar nicht schlecht. Aber mit 500 – 600 Euronen im Monat geht locker ein Drittel meines Nettogehaltes direkt in den Tank. Von den rd. 55.000 km die die Mupfel im Jahr auf den Tacho kriegt gar nicht zu reden.

Und wenn ich dann darüber nachdenke, was man mit all der Kohle sonst machen könnte. So knapse und knauser ich Monat für Monat, damit am Ende des Monats noch Benzin im Tank ist. Heute war der Benzinpreis an der kleinen Tankstelle hier ums Eck bei 1,68 €. Ich denke bis da 1,70 € steht – oder noch mehr – ist es nur eine Frage der Zeit.

Das Für und Wider abzuwägen ist genauso schwer wie etwas adäquates zu finden, das mir von der Lage und vom Preis gefällt. Abgesehen davon, dass ich die Stadt in der ich arbeite grundsätzlich nicht sooo toll finde. Vielleicht kenn ich sie auch einfach nicht gut genug, mag sein. Aber trotzdem würde ich hier liebe Freunde und Freundinnen hinter mich lassen, die zwar nicht aus der Welt wären, zu denen man aber auch nicht mal eben schnell für nen Kaffee und nen Plausch fahren kann. Obwohl es sich immer noch besser rechnet einmal in der Woche hierher zu fahren und schwimmen zu gehen und nen Kaffee zu trinken, als jeden Tag in die andere Richtung zu fahren.

Nun schaue ich also, wenn Zeit ist, wehmütig in den Online-Portalen nach Wohnungen die von Lage, Größe und Preis vorstellbar wären. Ich gestehe, das sind nicht viele. Die Stadtteile die ich bevorzugen würde sind entschieden zu teuer. Und auch wenn ich etwas mehr für eine Wohnung ausgeben muss als jetzt, der Umzug soll sich schon rechnen. Aber ich will mich eben auch wohlfühlen und das alles unter einen Hut zu bringen dürfte nicht sooo einfach werden.

Auch wenn ich dann in einer Stadt mit vier (!) Starbucks wohnen würde.

Schwere Entscheidungen stehen ins Haus und ich denke ich werde – wenn Zeit ist – mal einzelne Stadtteile und Straßenzüge abfahren um zu gucken, ob etwas für meinen Geschmack dabei ist. Leicht wird es nicht sich nochmal in einer vergleichsweise fremden Stadt neu einzurichten. Ich hasse das eigentlich total, aber ich hab ja inzwischen Übung darin. Immerhin bin ich dann an fast allem 80 km näher dran als jetzt :mrgreen:

Moderne Kommunikation

Ein aktives Leben bedeutet auch Kommunikation. Heute mehr als je zuvor. Und im Job sowieso. An einem stressigen Tag redet man sich den Mund fusselig, beantwortet Fragen, klärt Dinge, berät Kunden und bespricht Dinge mit Kollegen und Vorgesetzten.

Auch privat kommunziert man immer mehr. Offline, online, Festnetz, Handy, per SMS, per Messenger und Mail.

Und je mehr die modernen Kommunikationswege die Arbeitswelt erobern, desto höher sind die Erwartungen. Selbstverständlich wird eine Mail innerhalb von 10 Minuten beantwortet. Wehe wenn nicht!! Und wenn auf dem Bürofestnetz besetzt ist, dann ruft man selbstverständlich direkt und sofort die Handynummer an. Als hätte der Angerufene zwei Gehirne und könnte zwei Probleme gleichzeitig lösen.

Und selbstverständlich ruft man auch dann die ausgewiesene Diensthandynummer an, wenn man zufällig eine Wohnung im Internet findet… ist doch egal, dass es Freitagabend um 22.00 Uhr ist. Es gibt tatsächlich auch Leute, die es abends um 22 Uhr mehrfachh hintereinander auf dem Bürofestnetz versuchen und am nächsten Morgen total entnervt anrufen und sich beschweren, dass sie am Abend vorher niemanden erreicht haben.

Ich gehe fest davon aus, dass das genau die Leute sind, die 5 Minuten vor Feierabend anfangen, langsam ihre Sachen einzupacken, damit sie auf jeden Fall pünktlich ihren Arbeitsplatz verlassen können.

Moderne Kommunikation ist Stress!! Egal ob privat oder dienstlich, man fühlt sich unter Druck gesetzt, die Erwartung des Gegenüber schnellstmöglich zu erfüllen. Sonst kommen Beschwerden. „Warum hast Du nicht geantwortet?“, „Warum bist Du nicht rangegangen?“ „Wieso sind Sie so schwer zu erreichen?“ „Ich hab schon mindestens 10 mal versucht Sie zu erreichen“

Ich bin Außendienstler. Und wenn ich in einem Termin oder einer Besprechung bin, dann gehe ich selbstverständlich nicht ans Handy. Wenn ich rangehen würde, könnte ich meine Termine zeitlich nicht mehr planen. 8 Anrufe in einem 30-minütigen Termin sind keine Seltenheit. Ebenso wie diejenigen, die es – egal ob auf Büro- oder Handynummer – 5 Mal direkt hintereinander versuchen und 12 Mal klingeln lassen.

Nun gehe ich in Streik. Es ist Wochenende. Ich bin wie erschlagen, alles tut weh und ich mag einfach nicht mehr. Nicht reden, nicht schreiben, nicht reagieren müssen. Ruhe ist Luxus und den gönne ich mir heute. Und morgen hoffentlich auch. Auch wenn ich ins Büro fahren werde um zu arbeiten. Weil viele Dinge einfach nur dann zu erledigen sind, wenn kein Telefon klingelt und keine Fragen beantwortet werden müssen.

Twitter- und Bloggerparty in Dresden – bald isses soweit

Jaaaa heute in einer Woche ist es soweit. Da treffen wir uns endlich zur nächsten Twitter- und Bloggerparty in Dresden. Ich bin ja schon sooo gespannt. Das wird wieder ein lustiger Abend!!  Und ich hab mich immer noch nicht entscheiden können, was ich mir in Dresden alles anschauen will. Es gibt soooo viel Auswahl!!  Aber es ist ja noch eine Woche Zeit das richtige zu finden und wenn ich so auf die Temperaturvorhersage für die nächste Woche schaue, dann wird mit Sicherheit das eine oder andere Museum dabei sein.

Nun aber zu dem wichtigsten, nämlich all denen, die „Hier!“ gerufen haben als ich gefragt habe, wer denn dazu kommt:

Heiko Kanzler

Frau Netzgefluester

Mr. Worldofcrocks

Mrs. Zwergenchefin

Federschwarzes

der BlogSupporterAD

Mona_Lisa

Manonstreets

Pixelrocker

The Joker

Tatoeff

Madimaus

Zacharias Fuchs

Flauschbär

und natürlich meine Wenigkeit

Wir treffen uns im Sophienkeller, der Tisch ist für Samstag, den 11.02.12 um  19.30 Uhr bestellt

Ich denke wir werden uns im Zweifelsfall im Laufe des Tages nach und nach finden und evtl hat ja der eine oder andere Lust sich beim Sightseeing anzuschließen.

Hach ich freu mich wie Bolle auf Euch <3

 

Entscheidungswege #2

Neverending-Story trifft es wohl am besten…

Drei Tage nachdem ich den ersten Vertragsentwurf bekommen hatte gab es, rein zufällig, einen Termin in unserer Hauptstelle. Prompt kam auch jemand aus dem Management auf mich zu und fragte, ob alles in Ordnung ist. Da ich wußte, dass es am Tag vorher bereits einen Termin mit meinen Vorgesetzten gab hab ich dann auch direkt geantwortet, dass nicht alles in Ordnung ist und er wohl wüßte um was es geht.

Darauf hin gab es dann ein Gespräch unter vier Augen in dem ich meine Sicht der Dinge darlegen konnte.

Unter anderem wies ich darauf hin, dass ich keinesfalls gedenke mich im Vergleich zu meinem jetzigen Einkommen zu verschlechtern. Eher im Gegenteil. Ebenso verwies ich darauf, dass ich für mich vom schlechtesten möglichen Fall ausgehen muss und der wäre, dass man mich in einem Jahr nicht weiterbeschäftigt.

Als erstes wurde ohne Umschweife der Quartalsbonus erhöht. So weit so gut. Aber für mich ist erstmal ausschlaggebend, was jeweils am 30sten des Monats auf meinem Konto ankommt. Immerhin wollen Miete und Benzin bezahlt werden.

Irgendwann kam dann von dem Manager als Argumentation „aber Sie arbeiten doch jetzt bei der Zeitarbeit“ worauf ich allerdings nur antwortete, dass das ja nicht automatisch bedeutet, dass ich schlecht verdiene :wink:

Zufällig hatte ich morgens auf dem Weg in die Zentrale einen Anruf meiner Zeitarbeitsfirma bekommen. Ich hatte nach Erhalt des Vertragsentwurfes darum gebeten, dass man schaut, was für mich sonst noch an Stellen in Frage käme. Dabei stellte sich heraus, dass es einen Vermittlungsauftrag gibt, bei dem ich durchaus in Betracht käme und meine Sachbearbeiterin wollte wissen, was ich mir als Jahresbrutto vorstellen würde. Somit hatte ich schon mal eine Messlatte. Gleichzeitig erzählte sie mir, dass eine Dame aus der Personalabteilung versucht hatte herauszufinden, was ich denn derzeit wohl verdienen würde und vor allem, was für steuerfreie Leistungen ich beziehe.

Blöd, dass meine Sachbearbeiterin nix verraten hat *kicher*

Jedenfalls wollte der Manager wissen, was ich mir denn als Festgehalt vorstelle und sagte zu, dass er schauen wollte was sich machen lässt. Er ließ allerdings offen, ob er die Summe befürwortet oder nicht.

Trotzdem kam ein paar Tage später die Mitteilung, dass ein neuer Vertragsentwurf auf dem Weg zu mir wäre. Der kam dann auch letzte Woche an. Es steht das Bruttogehalt drin, dass ich mir als Minimum gewünscht hatte. Mit dem erhöhten Bonus könnte ich nicht wirklich meckern. Blöd nur, dass die neue Bonusvereinbarung nicht dabei war. Auf meine Nachfrage hin wurde mir mitgeteilt, dass die Bonusvereinbarungen allgemein gerade „modifiziert“ werden.

Ohne Bonusvereinbarung in der Hand unterschreibe ich den Vertrag natürlich nicht. Aber immerhin hat inzwischen der Betriebsrat meine Einstellung genehmigt.

Nebenbei hatte ich dann diese Woche noch ein Vorstellungsgespräch bei der anderen Stelle. Eigentlich klingt das ganze ziemlich gut, aber es ist schon eine harte Nummer und es wäre verdammt viel Neuland. Abgesehen davon, dass der meiste Schriftverkehr und wöchentliche Reports komplett in Englisch geführt werden betrifft fast alles Gewerbeflächen und das ist rechtlich eine ganz andere Geschichte als das, was ich jetzt mache. Also wäre es mit sehr viel Lernen verbunden und finanziell würde ich mit der Bonusvereinbarung und dem Gehalt besser fahren. Und meine jetzigen Arbeitszeiten und die Gleitzeit sind defintiv fernbeziehungskompatibler als die Arbeitszeiten die ich dort hätte.

Aber jetzt warte ich erstmal ab ob und wann die Bonusvereinbarung eintrudelt und ob überhaupt eine Rückmeldung von der Firma kommt, bei der ich mich vorgestellt hat…

stay tuned

Für die Katz

Letzte Woche rief mich mein Tierschutzverein an. Meiner im Sinne von ich bin dort Mitglied und war sechs Jahre erste Vorsitzende. Es gibt diverse Probleme und die anderen hätten gerne, dass ich den Vorsitz wieder übernehme. Um das alles nicht am Telefon besprechen zu müssen hatten wir uns dann im Tierheim verabredet. Ich hatte es ohnehin noch nicht fertig gesehen und außerdem frage ich mich schon eine Weile, ob das Tuffelchen nicht doch ein wenig einsam ist.

Immerhin war sie bis vor einem Jahr nie Einzelkatze und ich bin definitiv wenig zuhause. Also hatte ich im Hinterkopf, dass ich zumindest mal einen Blick riskieren könnte, ob es vielleicht nette Gesellschaft für sie gibt. Die meisten Katzen machten es mir allerdings relativ leicht zu widerstehen. Immerhin sind die meisten Fundtiere eher ängstlich und zurückhaltend. Und erwachsene Katzen zusammen bringen ist eh nicht so einfach. Und Welpen gibt es ja derzeit ohnehin nicht.

Und dann saß da dieses zarte kleine Geschöpf, feingliedrig, verschmust, anhänglich vermutlich nicht ganz ein Jahr alt. Sobald ich in Ihrem Verschlag war kam sie angesaust, hüpfte auf meine Beine als ich mich hinhockte und schmuste und schnurrte was das Zeug hielt. Trotzdem wirkte sie etwas schüchtern. Aber ich hatte das Gefühl, dass sie zum Tuffelchen passen könnte.

Also beichtete ich dem <3-Mann, dass ich mich verliebt hatte und gedachte, dieses kleine Wesen bei mir aufzunehmen.

Am Samstag fuhren wir wieder ins Tierheim und in 0,nix hatte Phoebe auch den Fuchs um dem Finger gewickelt. Also packten wir die Katze ein und brachten sie heim ins Casa.

Dass sich die zwei Katzen anfangs anfauchten ist ganz normal und wir waren durchaus darauf vorbereitet, dass die beiden einige Tage brauchen um sich anzufreunden und zu klären, wer denn nun das Sagen hat. Aber ich war durchaus guter Dinge, immerhin hatte Tuffelchen 5 Geschwister und hat ihre vier Kater alle nach ihrer Pfeife tanzen lassen. Sollte also kein Problem sein, zumal sie älter, größer und schwerer als Phoebe ist.

Dachte ich…..

Aber erstens kommt es anders… und zweitens als ich denke…

Die kleine Phoebe kam aus der Transportbox und nahm ihr vermeindliches Reich ein. Ohne Rücksicht auf Verluste. Das ging leider innerhalb von einem Tag so weit, dass Tuffelchen sich nicht mehr an den Napf oder auf die Katzentoilette wagen durfte. Am Montag und Dienstag hatte Tuffelchen dann praktisch nur noch den Schreibtisch als Lebensraum, von dem sie sich nicht mehr herunter traute.

Nachdem Sie dann natürlich gestern auf dem Schreibtisch einen, sagen wir mal, hygienischen Unfall auf dem Schreibtisch und meinem neuen Arbeitsvertrag (ja die Geschichte folgt noch :o) ) hatte, stand fest, dass es so nicht funktioniert.

Damit sie erstmal wenigstens in Ruhe fressen konnte schnappte ich mir Phoebe und steckte sie kurzerhand für eine Weile in die recht große Transportkiste um mich um Tuffelchen kümmern zu können. Die hatte vor lauter Aufregung und Angst schon massives Herzrasen und traute sich nicht mal mehr an der eingesperrten Katze vorbei. Sie lag nur noch da und starrte die Tür an um nur jederzeit flüchten zu können. An Fressen oder Beruhigen war da nicht mehr zu denken.

Nebenbei hatte es sich Phoebe dann auch noch zur Aufgabe gemacht, die Inneneinrichtung umstellen oder zu zerstören.

Da es so nicht ging und letztendlich das Wohlergehen von Tuffelchen die höhere Priorität hat, immerhin lebt sie seit 11 Jahren bei mir, habe ich mich dann schweren Herzens durchgerungen und Phoebe heute morgen zurück ins Tierheim gebracht. Es gibt einfach Katzen – und nicht mal wenige, da Katzen ja eigentlich Einzelgänger sind – die können nur alleine gehalten werden. Und ich möchte nicht, dass meine treue Weggefährtin leidet oder vor Angst eingeschüchtert ist. Und die Räumlichkeiten hier lassen es einfach nicht zu, dass sich die beiden langsam aneinander gewöhnen könnten.

Nun hoffen wir also erstmal darauf, dass Phoebe ein anderes schönes Zuhause findet (es gibt noch jemanden der sie gerne nehmen würde), lassen Tuffelchen zur Ruhe kommen und überlegen uns dann ganz in Ruhe, ob wir im Sommer vielleicht noch einen Versuch mit einem Welpen starten. Vielleicht findet Tuffelchen es auch gar nicht so schlimm alleine zu sein und mein schlechtes Gewissen war Mutter des Gedanken…

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