Neuausrichtung

Schritte ziehen weitere Schritte nach sich.

Heute habe ich meinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben und den derzeit bestehenden gekündigt.

Nun stehe ich vor der Frage, vor der ich mich schon eine ganze Weile gedrückt habe. Kehre ich dieser hübschen Stadt, die ich so lieb gewonnen habe, den Rücken oder nicht????

Ich fühle mich hier total wohl, sowohl in der Stadt als auch in meinem Casa. Auf der anderen Seite verbringe ich täglich viel Zeit auf der Autobahn und gebe vor allem verdammt viel Geld für Benzin aus.

Ich verdiene eigentlich für hiesige Verhältnisse gar nicht schlecht. Aber mit 500 – 600 Euronen im Monat geht locker ein Drittel meines Nettogehaltes direkt in den Tank. Von den rd. 55.000 km die die Mupfel im Jahr auf den Tacho kriegt gar nicht zu reden.

Und wenn ich dann darüber nachdenke, was man mit all der Kohle sonst machen könnte. So knapse und knauser ich Monat für Monat, damit am Ende des Monats noch Benzin im Tank ist. Heute war der Benzinpreis an der kleinen Tankstelle hier ums Eck bei 1,68 €. Ich denke bis da 1,70 € steht – oder noch mehr – ist es nur eine Frage der Zeit.

Das Für und Wider abzuwägen ist genauso schwer wie etwas adäquates zu finden, das mir von der Lage und vom Preis gefällt. Abgesehen davon, dass ich die Stadt in der ich arbeite grundsätzlich nicht sooo toll finde. Vielleicht kenn ich sie auch einfach nicht gut genug, mag sein. Aber trotzdem würde ich hier liebe Freunde und Freundinnen hinter mich lassen, die zwar nicht aus der Welt wären, zu denen man aber auch nicht mal eben schnell für nen Kaffee und nen Plausch fahren kann. Obwohl es sich immer noch besser rechnet einmal in der Woche hierher zu fahren und schwimmen zu gehen und nen Kaffee zu trinken, als jeden Tag in die andere Richtung zu fahren.

Nun schaue ich also, wenn Zeit ist, wehmütig in den Online-Portalen nach Wohnungen die von Lage, Größe und Preis vorstellbar wären. Ich gestehe, das sind nicht viele. Die Stadtteile die ich bevorzugen würde sind entschieden zu teuer. Und auch wenn ich etwas mehr für eine Wohnung ausgeben muss als jetzt, der Umzug soll sich schon rechnen. Aber ich will mich eben auch wohlfühlen und das alles unter einen Hut zu bringen dürfte nicht sooo einfach werden.

Auch wenn ich dann in einer Stadt mit vier (!) Starbucks wohnen würde.

Schwere Entscheidungen stehen ins Haus und ich denke ich werde – wenn Zeit ist – mal einzelne Stadtteile und Straßenzüge abfahren um zu gucken, ob etwas für meinen Geschmack dabei ist. Leicht wird es nicht sich nochmal in einer vergleichsweise fremden Stadt neu einzurichten. Ich hasse das eigentlich total, aber ich hab ja inzwischen Übung darin. Immerhin bin ich dann an fast allem 80 km näher dran als jetzt :mrgreen:

8 Gedanken zu „Neuausrichtung

  1. Hi :)
    Also ich bin ja durch und durch Bremerin und kann mir gar nicht vorstellen wo anders zu wohnen.;) Ich finde Bremen unheimlich schön und wir haben viele tolle Ecken. Ich kann die für die Wohnungssuche das Schwarze Brett von Bremen.de empfehlen. Sag mir auch ruhig mal welche Stadtteile du bevorzugst und was du suchst! Hier in Bremen ist es ne totale Glückssache, aber man kann das perfekte Nest finden! :) Ich drücke die Daumen! Kann dir auch gerne mal die Stadt aus meinen Augen zeigen! Liebe Grüße :)

  2. @ Broki

    nein, eine Zweitwohnung wäre mir zu umständlich, zumal ich ja dann auch alles irgendwie zweifach haben müsste…und für meine Katze wäre das auch doof.. wenn dann richtig :o)

  3. @Kiki

    also das mit der Führung fänd ich eine tolle Idee :o) eigentlich hatte ich an Schwachhausen gedacht, oder Neustadt, Vahr, Horn,… zu weit draußen sollte es nicht sein. Aber eigentlich kenn ich auch ohnehin nur sehr wenige Stadtteile. Halt die, in denen ich gearbeitet habe. Aber wenn ich da Preise sehe von über 1000 Euro kalt für drei Zimmer… holla die Waldfee,
    drei Zimmer sollten es schon sein, so bis 75 m², Balkon wäre toll, und am liebsten mit einer Einbauküche, ich hab nämlich keine….

  4. Ist schon eine schwere Entscheidung, aber wenn Du den Job behältst, sparst Du viel Zeit, Geld und Nerven mit einem Umzug. Ich bin bisher auch immer dem Studium bzw. der Ausbildung bzw. Arbeit hinterhergezogen und es ist ja auch ganz nett, immer mal wieder neue Wohnungen, Orte und Leute kennenzulernen. Und wie Du sagtest- die alte Heimat ist ja nicht aus der Welt! :wink:

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