Panik!!

Irgendwie schiebe ich gerade Panik. Ich fühle mich regelrecht überrannt. Gestern abend simste S. wie ein wilder und meinte irgendwann, ich solle doch schließlich immer wissen, was er gerade macht. (DAS WILL ICH DOCH GAR NICHT!!!!) Irgendwann rief er dann noch an und in mir sträubte sich alles. Ich wollte nicht reden und hab ihn ziemlich rüde abgewürgt.Aber heute übertreibt er es erst richtig. Zwei SMS, ohne dass er ne Antwort bekommen hätte, dann noch ne ewig lange Nachricht über FiKo (inkl. Einladung zu „Afrika Afrika“ von André Heller) gleichzeitig ruft er hier an und fusselt die Mailbox voll. In einem Anruf fünf mal nen schönen Tag wünschen ist vielleicht etwas viel…. Hilfe!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich glaub das ist mir viel zu viel und zu eng… ich hab gerade das Gefühl, dass er mir die Luft abschnürt… ich flüchte wohl erstmal ins Fitness-Studio… da kann wenigstens nichts klingeln….

Was tun? sprach Zeuss

Seit Freitag beschäftige ich mich nun eigentlich schon durchgängig mit der Frage, was ich von S. halten soll und ob ich mit ihm auf Dauer umgehen kann und will.Im nachhinein ist mir schon klar, dass die Situation am Donnerstag (also, dass er beim ersten Treffen direkt hierher gekommen ist) ziemlich unfair war und von daher schon klar ist, dass er etwas verunsichert war.

Auf der anderen Seite versuche ich zu ergründen, warum ich mir immer gerne Typen aussuche, bei denen ich meistens früher oder später auf der Strecke bleibe.

Ein Punkt ist sicher, dass ich Männer anziehend finde, ich mit Kontra geben können. Also starke Männer, die mir auch mal Wind von vorne geben und mir sagen wo es lang geht. Dass er das könnte wage ich allgemein zu bezweifeln. Da müsste er wahrscheinlich schon richtig sauer sein. Ansonsten halte ich ihn für zu lieb. Bis jetzt würde er zu allem was ich sage und mache ja und amen sagen.

Durch die drei extrem kurzen Nächte war ich am Freitag auch ziemlich angeschlagen. Erst hatte ich furchtbar verschlafen, dann schnell zum Arzt…. und es ging mir richtig schlecht. Total übermüdet, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, jeder Knochen tat irgendwie weh und ich wollte niemanden sehen und hören.

S. simste immer mal wieder und als er merkte, dass es mir nicht gut geht wollte er nach Feierabend natürlich prompt herkommen und Krankenpflege betreiben. Es war gar nicht so einfach ihn davon abzuhalten. Aber ihn wieder hier zu haben war unvorstellbar und es sträubte sich alles in mir dagegen.

Ich konnte schon merken, dass er enttäuscht war und das tat mir auch leid, aber ich konnte nicht über meinen Schatten springen.

Ich hab dann noch eine Weile mit H. geschrieben und mit meinem Lieblings-Cousinchen… und irgendwann hatte ich zumindest den Wunsch, mit ihm zu reden. Also hab ich ihn angerufen und wir haben wieder über zwei Stunden geredet. Man kann mit ihm fantastisch reden und das über praktisch jedes Thema….

Samstag ging´s mir zum Glück wieder besser und ich habe mich auf den Weg zu meiner Familie gemacht. Erst mal Auto sauber machen, Essen bei Mutti, ein paar Sachen besprechen, dann weiter zu Cousinchen S., Nägel machen lassen, dann auf ´nen Kaffee zu M. S. simste brav den ganzen Tag, war noch mit dem Motorrad unterwegs und simste immer wenn er Pause machte…. auf dem Rückweg hab ich dann noch kurz mit ihm telefoniert…

Am Sonntag musste er arbeiten. Also war ich davon ausgegangen, dass ich einen ruhigen Tag für mich habe. Also hab ich erstmal ausgeschlafen, ewig am Rechner herumgedaddelt, Zeitung gelesen, gebügelt, Wohnung geputzt… irgendwann simste er, dass er Feierabend hat und fragte was ich mache. Da ein schöner sonniger Tag war, lud er mich zu einem Strandspaziergang ein. Ich kriegte dann noch kurz Besuch von K., die eben mit ihrem Sohn aus der Stadt kam und dann hat S. mich abgeholt. Wir sind an den Strand gefahren, haben den Sonnenuntergang geguckt, uns unterhalten, sind ein ganzen Stück gelaufen und als es dunkel war hat er mich dann noch zum essen eingeladen.

Er war schon ein ganzes Stück lockerer als am Donnerstag und wir konnten wesentlich gelöster miteinander umgehen. Trotzdem bin ich mir nach wie vor nicht sicher, ob das funktionieren kann. Klar, er ist anscheinend erfolgreich im Job, ist anscheinend unternehmungslustig, er ist lustig und intelligent, hat zugegebenermaßen tolle blaue Augen…

Naja…. mal sehen ob und wann wir uns wiedersehen. Nach wie vor überlege ich zumindest zeitweise, ob ich ihn wiedersehen will oder nicht… ich will ja auch keine falschen Hoffnungen wecken….

So, ich hab´s getan

Wenn ich morgens nach dem Aufwachen, ausgesprochen gemütlich, in meiner Mulde liege ist die perfekte Zeit für´s Nachdenken…. und um Entschlüsse zu fassen!!Nach dem Aufstehen und dem ersten Kaffee hab ich T. aus meinem Handy und meinen Messies gelöscht. Die Notwendigkeit ihn davon in Kenntnis zu setzen sehe ich allerdings nicht… wozu auch… er erklärt ja auch nix!!! Und wenn er meint etwas erklären zu müssen kann er das gerne seinem Kühlschrank erzählen oder seiner Katze… die einzige Entschuldigung die jetzt noch gelten könnte wäre ein ärztliches Attest über 10 Tage im Koma oder akuten Gedächtnisverlust.

Wenn ich ihm wichtig wäre, hätte er mir wohl in irgendeiner Form erklärt was eigentlich los ist. Und nichts – außer den oben genannten Gründen – kann so wichtig sein, dass man seine/n Partner/in nicht innerhalb von 10 Tagen darüber in Kenntnis setzen kann.

Auf jeden Fall ist so eine „Beziehung“ keinen Cent Sprit-Geld mehr wert.

Das wertvollste, was ein Mensch haben kann? Freunde!!

Was machen eigentlich Menschen, die keine Freunde haben? Wie kommen Menschen ohne Freunde in einer Situation wie meiner klar? Müssen die nicht völlig verzweifeln?Klar, wenn ich alleine in meiner Wohnung sitze und nachdenke möchte ich auch verzweifeln. Manchmal erscheint alles so aussichtslos. Ich glaube außer Todesangst ist wohl das zweitschlimmste die Zukunftsangst. Wie geht es weiter? Welche Wege öffnen sich? Schaffe ich das? Finde ich einen Weg… und wenn ja, ist es der richtige?

Wie vom Anwalt erwartet ist eine fristlose Kündigung nachgeschoben worden. Die Konsequenzen sind erheblich. Sperre beim Arbeitsamt, somit keine Sozialversicherung, kein Geld sowieso…

Zwischendurch kommen Momente in denen ich vor Kälte und Angst zitternd auf meinem Sofa liege und mich frage, wie ich all das bewältigen soll. Es ist wie eine Lawine, die mich zu erdrücken droht. Gut, dass ich nicht mehr im Dachgeschoss wohne… hier lohnt es sich nicht aus dem Fenster zu springen…..

Und dann kommt von irgendwo in der Welt eine Nachricht oder ein Anruf und liebe Menschen reden mit mir, trösten, machen Mut und zeigen mögliche Wege… nehmen – wenn auch nur gedanklich – in den Arm und versprechen, dass alles gut wird und ich auch diesen Teil meines Lebens schaffen werde.

Da sind M. und C. die ebenso Trost von mir bekommen und mich mit Ihren Sorgen, die so ganz anders sind als meine, ablenken und auf meinen Rat vertrauen. Die gleichzeitig anhören was mich beschäftigt, Mut zusprechen, Hilfe anbieten und da sind. Die mich vor allem aus meinem Gedankenkarussel ziehen und neue Denkanstösse geben. Da ist H., den ich im Grunde schon viele viele Jahre kenne, der mich bestärkt, tröstet, sieht was in mir vorgeht und mich aufrüttelt… obwohl wir uns noch nie im wahren Leben begegnet sind und heute zum aller ersten Mal telefoniert haben…

So verzweifelt ich heute morgen war, soviel Mut habe ich heute abend. Ich weiß, dass ich kämpfen muss und den Kopf in den Sand stecken bringt mich nicht weiter. Also stehe ich auf und kämpfe. Etliche Fragen müssen formuliert werden, die ich Montag mit dem Anwalt besprechen muss, Anträge müssen gestellt werden, Termine müssen vereinbart werden…. Sicher, die Angst ist nicht weg und es werden wenn ich alleine bin wieder die Momente kommen in denen es sich aussichtslos anfühlt, aber es reicht nicht zu reagieren, ich muss agieren.

Auf jeden Fall kann ich all den Menschen, die teilhaben an meinem Leben und meiner Seele nur meinen tiefsten Dank sagen.

Ohne sie wüßte ich nicht, wie ich kämpfen kann, wie ich aufstehen kann… Nicht der, der fällt ist der Verlierer… nur der, der liegen bleibt.

Das Leben ist eine Achterbahn und das ist jetzt der Looping. Leider bin ich nicht schwindelfrei.

T. hat sich auch wieder gemeldet. Wir haben schon relativ ausführlich geredet. Ein Stück weit sieht er ein, dass er Fehler gemacht hat, auf der anderen Seite weiß ich, dass ich Geduld mit ihm haben muss. Zumindest hat er sich nicht vergraben nachdem alles aus mir herausgeplatzt ist. Ich fahre morgen zu ihm und wir werden ausführlich reden. Und er wird mich auch nicht nach dem Frühstückskaffee nach Hause schicken.

Im Moment wäre es wohl auch zu schwer Schluss zu machen. Alleine das Wissen, dass da jemand ist, der mich real in den Arm nimmt, an den ich mich anlehnen kann und wo ich – zumindest morgen – von meinem Kampf eine Pause machen kann um abzuschalten und neue Kraft für das Kommende zu schöpfen, ist für mein Herz und meine Seele ungeheuer wichtig. Auch wenn es eine kurze Pause ist, so ist es doch eine. Eine Zeit in der ich nicht stark sein muss, Schwäche zugeben darf und es nicht übel genommen oder gegen mich verwendet wird. Eine Zeit in der ich vielleicht ein kleines bisschen mehr ich sein darf.

Samstag werde ich dann irgendwann in meine Heimat fahren zu meiner Familie. Lagebesprechung, auf andere Gedanken kommen und mich vielleicht mit weiteren Freunden umgeben. A. hat gestern wieder angerufen. Eventuell hat sie Zeit und wir gehen was trinken. Auf jeden Fall werde ich von Menschen umgeben sein, die da sind, nicht urteilen, sondern zuhören und helfen.

 

Wege….

Gerade habe ich den Auftrag zur Klageeinreichung erteilt… hab meinem Anwalt ´ne Mail geschickt. Papa und Mama meinen, ich soll das erstmal machen, zurückziehen kann ich sie immer noch… mal gucken was dabei rauskommt. Auf hoher See und im Gericht ist man in Gottes Hand. Hoffentlich hat er Anwalt nen guten Draht nach da oben….Ansonsten gibt es nicht viel neues. Auch von T. kommt nichts. Gestern hatte er geschrieben er will sich heute mit mir unterhalten, aber es kam nix. Dabei war er spät nachmittags sogar noch online.

Da er trotz dessen was ich geschrieben habe so wenig Interesse zeigt mache ich nen Haken an die Geschichte. Er weiß, dass ich entscheiden wollte ob ich Klage, er weiß, dass mich das alles sehr beschäftigt, aber offenbar hat er kein Interesse daran wie es steht oder wie es mir dabei geht. Er wollte für mich da sein, aber für jemanden da sein geht anders. Er weiß, was ich mir wünsche und was ich fordere…. was sich in meinen Augen ändern muss…. aber offenbar interessiert es ihn nicht…. denn wenn es ihn interessiert hätte, hätte er sich entsprechend verhalten müssen.

Also mach ich fein als Single weiter. Irgendwo wird schon irgendwann der richtige kommen und irgendwie schaffe ich das alles jetzt auch alleine. Und im Zweifelsfall habe ich wichtige, sehr liebe und sehr aufmerksame Freunde, die es tatsächlich interessiert was ich mache und wie ich mich fühle und die jederzeit für mich da sind.

Danke dafür!!!

Entscheidungen….

Langsam muss ich eine Entscheidung finden ob ich Klage oder nicht. Ich werde mich morgen wohl mit Papa beraten. Das Schreiben, dass ich heute von meinem Anwalt bekommen habe war jedenfalls eine Unverschämtheit.Mama weiß inzwischen auch, was Sache ist. Papa hat es ihr am Donnerstag erzählt und gestern war ich zum Grillen da. Sie trägt es mit Fassung, aber sie meint, ich sollte nicht klagen sondern einfach was neues suchen. Vielleicht hat sie Recht. Immerhin kostet der Prozess ca. 1000 Euro…. ist ja schon ne Nummer…. Auf jeden Fall war sie wenigstens nicht sauer, dass wir erstmal nix gesagt haben.

Am Samstag war ich mit M. und C. auf der Sail. Das war wirklich beeindrucken. Alleine als alle Schiffe anfingen zu tuten als das Feuerwerk zuende war… da kriegt man ja Gänsehaut.

Freitag hab ich mich dann noch mit T. gestritten. Er war seit Dienstag oder Mittwoch krank, Magen-Darm-Grippe. Ok, bei sowas bin ich eh nicht scharf drauf hinzufahren, ich will mich ja schließlich nicht anstecken. Aber trotzdem hat es mich genervt, dass er sich kaum meldet und ihn herzlich wenig interessiert, was ich mache. Dann fing er noch an, dass er seinen Kleinen jetzt jeden Sonntag hat. Das ist ja eigentlich – vor allem wenn ich wieder arbeite – der Tag gewesen, wo wir – jedenfalls jeden zweiten Sonntag – Zeit für uns hatten. Außerdem ärgert es mich, dass wir uns im Moment nur alle zwei oder drei Wochen sehen. Das ist entschieden zu wenig. Zumal ja im Moment zumindest die Zeit wäre, dass man sich häufiger sieht. Also hab ich ihm gesagt, dass ich ihn öfter sehen will und er niemandem weh tut, wenn er den Kleinen ein- oder zweimal nicht nimmt und klar sagt, dass er was anderes vor hat. Klar verstehe ich, dass seine Ex entspannter ist in finanziellen Dinge, wegen Unterhalt und so, wenn er zumindest jederzeit den Kleinen bei sich schlafen lässt, aber auf Dauer kann es das nicht sein. Inzwischen sieht es ja fast so aus, als wenn sie ihn regelrecht abschiebt. Fehlt nur noch, dass er den Kleinen zu sich nimmt und einen auf alleinerziehenden Vater macht.

Naja, jedenfalls hab ich meinen ganzen Frust diesbezüglich offenbart. Im ersten Moment war er wohl etwas von der Rolle. Über´s Wochenende hat er sich dann auch kaum gemeldet. Naja, er musste ja dann Samstag nacht arbeiten und Sonntag ab Mittag hatte er Junior wieder. Morgen will er nun mit mir besprechen ob und wie es weitergehen kann. Ich denke, wenn ich das Gefühl habe, dass meine Forderungen und Kompromissvorschläge nicht ankommen bzw. in nicht wirklich interessieren werde ich das Kapitel entgültig beenden… so macht es einfach keinen Sinn….. Also noch ne Entscheidung zu treffen…..

Beschäftigungstherapie

Langeweile kann echt nervig sein. So langsam fällt mir die Decke auf den Kopf.Am Freitag hatte C. mich zum Essen eingeladen und am Samstag war M. da. Er hat mir die .pdf-Dateien und jede Menge Zeugniskopien gebracht. Am Sonntag hab ich dann die ersten 10 Bewerbungen rausgejagt. Aber auf Dauer ist das alles nicht wirklich tagesfüllend und vorm Ferseher hocken ist wirklich nicht mein Ding.

Am Montag war ich dann bei Papa. Mama geht´s immer noch nicht besser und sie hatte einen Termin im Krankenhaus. Darum konnte ich eben hin und die Papiere für die Prozeßkostenhilfe kopieren. Aber selbst das hat nicht ewig gedauert. Heute bin ich dann eben einkaufen gefahren und danach nach langer Zeit mal wieder ins Sonnenstudio. Hoffentlich schaffe ich es, mich morgen mal zum Sport aufzuraffen….

Heute Abend habe ich dann noch M. getröstet. Seine Mutter liegt im Krankenhaus und er hat heute erfahren, dass die Ärzte nix mehr für sie tun können. Krebs im Endstadium… der Tumor wächst und wächst, trotz Bestrahlung und Chemo. Ganz schön hart. Evtl. kommt sie zum Wochenende schon nach Hause… und da muss noch viel geregelt werden, Pfleger, Krankenbett, etc.

T. meldet sich seit ein paar Tagen auch wieder. Er hat wohl mächtig Stress, weil das mit der Insolvenz alles nicht so klappt. Und jetzt ist er auch noch krank. Und hat jeden Nachmittag bis 18 Uhr den Kleinen weil die Oma krank ist… ob sich da jemals etwas ändert und wir uns öfter sehen können? Langsam glaub ich da nicht mehr dran.

Im Moment ist sowieso alles frustrierend. Zwischendurch geht es und ich mach irgendwas, dann kommt wieder das dunkle Loch. Morgens mag ich gar nicht aufstehen, weil ich überlegen muss, wie ich die Zeit rumbringe. Gammeln ist einfach nicht mein Ding…. wird es wohl auch nie werden… nur was tun?? Es ist ja einfach das Problem, dass alle anderen Arbeiten und alleine was machen, was dann auch noch nix kosten darf oder zumindest sollte…. Ich weiß nicht, wie millionen Arbeitslose das auf die Reihe bringen. Da muss man ja Depressionen kriegen….

Naja abwarten, was die nächsten Tage bringen und Daumen drücken….