Feuerengel

Die mit dem Schicksal tanzte

Monat: Februar 2015

Glück ist….

… am offenen Fenster die leichte Frühlingsluft zu atmen, auf die grüner werdenden Wiesen zu schauen, an den Menschen an meiner Seite zu denken und zu wissen, dass ich in den letzten Monaten alles richtig gemacht habe!! <3

Mein Franken im Schnee

Eigentlich ist mir ja total nach Frühling, aber ich habe in den letzten Wochen so schöne Winterbilder gemacht. Wenn ich sowas sehe, dann freue ich mich immer wieder darüber, dass ich nun hier lebe und diese Schönheit vor der Tür habe.

Auch wenn ich nach wie vor eine Menge total liebe Menschen aus HB vermisse <3

von großen und von kleinen Ängsten

Jeder kennt vermutlich das Gefühl, etwas machen zu müssen, wovor man sich einfach richtig richtig fürchtet.

Wobei dieses Fürchten natürlich ganz verschiedene Formen haben kann. Der eine findet etwas einfach nur unangenehm und schiebt es darum immer wieder vor sich her oder nimmt es nur mit Nervösität und Bauchgrummeln in Angriff und der nächste schiebt schlicht und ergreifend Panik.

Das wäre dann der Punkt irreale Ängste.

Wer mich länger kennt oder schon länger hier liest weiß, dass ich lange Jahre unter massiven Ängsten und Panikattacken gelitten habe. So gab es Zeiten, in denen ich nicht einmal in der Lage war einen Supermarkt zu betreten. Von Kino, Konzerten oder anderen Großveranstaltungen will ich gar nicht reden.

Wer mich erst in den letzten Jahren kennengelernt hat kann sich das vielleicht kaum vorstellen.

Dank eines großartigen Therapeuten und einer kleinen Selbsthilfegruppe habe ich diese Probleme aber schon vor einigen Jahren hinter mich gelassen und habe mit viel Anstrengung die Kurve gekriegt. Ich kann mich seit inzwischen fast 10 Jahren als geheilt bezeichnen (im Allgemeinen liegen die Heilungschancen bei ca. 70%). Nur in ganz seltenen Momenten, wenn ich sehr gestresst bin oder einfach sehr sehr müde, dann spüre ich manchmal leichte Anflüge, weiß aber, wie ich damit umgehen muss.

Nur eine Angst ist mir geblieben. Die Angst vor dem Zahnarzt. Allerdings ist es nicht einfach die Angst, dass die Behandlung weh tun könnte oder eben unangenehm ist. Das ganze liegt leider sehr viel tiefer und ist eher eine Kombination aus verschiedenen Ängsten. Zum Beispiel davor ausgeliefert zu sein, nicht fliehen zu können und einer Brechangst. Dazu kommen erschwerend noch schlechte Erfahrungen mit Zahnärzten.

Das ganze hat zur Folge, dass ich vor über 10 Jahren einen großen Eingriff unter Narkose hatte, bei dem mit unter anderen einige Zähne gezogen und Brücken und Kronen angepasst wurden.  Und was soll ich sagen…. danach habe ich mich nie wieder in eine Zahnarztpraxis getraut.

Ich war mir immer darüber im Klaren, dass regelmäßige Zahnarztbesuche notwendig und wichtig sind. Und immer wenn ich ein eine andere Stadt gezogen bin, habe ich mich im Freundes und Bekanntenkreis auch erkundigt, wo ich einen guten Zahnarzt finde. Aber leider bekommt man da eher zu hören, zu welchem Zahnarzt man besser nicht geht.

Inzwischen zeigen sich schon deutliche Folgen der nicht erfolgten Zahnarztbesuche und es ist ziemlich offensichtlich, dass eine große Aktion notwendig wird. Den Großteil der Zähne zu ziehen lässt sich wohl kaum mehr verhindern und ich denke für Brücken oder ähnliches ist keine Grundlage mehr da. Dazu stell ich mir die Frage, ob ein einfaches hübsches Gebiss im Vergleich zu Implantaten und dem damit verbundenen Aufwand nicht die einfachere und kostengünstigere Variante ist. Trotzdem steht vor allem erstmal der Schweinehund.

Nun habe ich mir ein paar Empfehlungen eingeholt und verschiedene Zahnärzte angemailt um ihnen die Situation zu schildern, nach Behandlungsstrategien zu fragen und zu klären, ob es möglich ist, zuerst einen Kennenlerntermin zu vereinbaren. Immerhin sollte der Folterknecht wenigstens symphatisch sein und den Eindruck vermitteln, dass er mich und meine unbändige Angst ernst nimmt.

Einige haben irgendwie ziemlich blöd geantwortet. Aber eine war sehr lieb und verständig. Und dort habe ich nun am Freitag einen Termin. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie mir schon beim Schreiben die Hände vor Angst triefen.

Wenn ich also nicht bis Freitag vor Angst gestorben bin brauche ich also viele gedrückte Daumen und gute Gedanken. Und vielleicht fallen Euch gerade spontan gute Zahnarztgeschichten ein die ihr mir erzählen mögt? *liebguck*

unscharf #2

Jetzt will ich doch noch schnell nachliefern, wie die Geschichte mit den falschen Brillengläsern ausgegangen ist. Genau genommen läuft es sogar noch, aber mit Aussicht auf HappyEnd.

Ihr erinnert Euch? Ich hatte ja beim Augenoptiker hier vor Ort herausgefunden, dass bei meinen Brillen, die ich mir im letzten Jahr hatte anfertigen lassen, der damalige Optiker die Gradangaben der Hornhautverkrümmung für das rechte und das linke Auge verwechselt hatte. Zudem hatte ich das Gefühl, dass ich plötzlich durchaus unschärfer sehen kann als vor einem oder zwei Jahren.

Das war dann wohl auch tatsächlich so. Immerhin stellte sich bei einem weiteren Test heraus, dass die Sehschärfe zu der Zeit nur 80% betrug. Auf Empfehlung meines aktuellen Optikers habe ich mich dann noch auf den Weg zum Augenarzt gemacht um auf Nummer sicher zu gehen und mögliche andere Ursachen auszuschließen. Inzwischen weiß ich, alles ist ok und die Sehschärfe ist zwischenzeitlich wieder bei 100% nachdem Augen und Gehirn sich endlich ungewöhnt haben. Zwar werden auch bei denen neueren Brillen die Gläser noch einmal erneuert und der Wechselpunkt zwischen Fern- und Lesestärke verändert, aber auch so ist die Sicht schon viel viel besser.

Den Optiker, der die falschen Brillen angefertigt hatte habe ich per Mail kontaktiert und nachdem es anfangs einige verständliche Nachfragen gab um sicher zu gehen, dass ich denen keinen Blödsinn erzähle, bekomme ich nun neue Brillengläser für die ich nur die Kosten des Schleifens tragen muss. Zwar sind das dann keine Gleitsichtgläser, aber das finde ich nicht so schlimm. Die eine Brille wäre ohnehin für Gleitsichtgläser zu klein, also wird daraus eine Sonnenbrille und so blind, dass es ohne Gleitsicht gar nicht geht, bin ich ja zum Glück auch noch nicht, so dass ich die andere auch als normale Fernbrille noch gut tragen kann.

Dazu habe ich mir nun noch eine dritte Gleitsichtbrille ausgesucht. Eigentlich sollte es eine bunte werden, statt dessen ist es nun eine mit durchsichtigem Gestell geworden, aber die hat einfach etwas was mich begeistert hat.

Nun dauert es also wohl nur noch eine gute Woche und dann habe ich wieder den vollen Durchblick :wink:

 

Du weißt Du bist in Franken….

…. wenn Dich jemand fragt der Deinen Namen notieren will „Mit weichem B oder mit hartem B??“

und ich so :roll:

*wink*

Jaaahaaaa, ich lebe noch. Ganz schön staubig geworden hier. Da muss ich glatt mal frühlingsputzen. Aber vorerst muss der Staubwedel reichen. Oh und die Blümchen brauchen Wasser *rumwusel*

Es ist wie verhext. Jeden Abend denke ich „heute abend schreibst Du endlich“… und schwupps guck ich auf die Uhr und muss schon wieder ins Bett.

Dabei sollte man meinen, dass inzwischen endlich Zeit für sowas ist. Immerhin hat die Fahrerei ja nun endlich ein Ende gehabt,

Eingelebt habe ich mich auch viel besser als erwartet. Ich hatte ein wenig die Befürchtung, dass ich doch eine Weile das Heimweh spüre. Immerhin war das vor 15 Jahren mal ganz schlimm. Und da war ich nur 100 km von zuhause weggezogen. Trotzdem habe ich mich hier im Süden eingelebt und fühle mich hier richtig wohl. Trotzdem finde ich es immer wieder schön in den Norden zu fahren und, wenn es die Zeit zulässt, die Nase kurz über den Deich zu halten. Zumindest zur weihnachtlichen Sturmflut hat das ganz wunderbar gepasst.

Der neue Job läuft auch gut an, auch wenn es immer mal wieder an einigen Stellen hakelt und zwickt weil alles neu und viele Vorgänge noch nicht richtig durchdacht sind oder schlicht die notwendige Technik noch nicht da ist oder nicht richtig funktioniert. Ab und an nervt das schon, aber die Kollegen sind nett und weitestgehend gewillt für Abhilfe zu sorgen.

Erstaunlicherweise ist die neue Aufgabe durchaus stressfreier als die vorherige. Ich kämpfe weniger an der Front sondern organisiere und unterstütze eher diejenigen, die an der Front stehen. Eine Aufgabe in die man doch hineinwächst.

Also alles in allem ist alles gut und ruhig und friedlich. Trotzdem passiert unheimlich viel und alles auf einmal lässt sich kaum erzählen. Ich gelobe aber feierlich, endlich mal wieder mehr zu schreiben. Die eine oder andere Geschichte schulde ich Euch ohnehin noch. Also noch ein klitzekleines bisschen Geduld, bald gibt es hier wieder mehr zu lesen und hoffentlich auch wieder die eine oder andere lustige Geschichte.

:o)

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