Hardcore-Job

Wenn ich – ganz theoretisch – einmal Enkel hätte, was natürlich niemals der Fall sein wird, dann würde ich auf die Frage nach dem anstrengendsten Job meines Lebens ganz klar antworten: das war bei der Post.

Das ist wirklich kein Zuckerschlecken!!! Drei Wochen sind rum und die letzte Woche hat man mich schon komplett allein auf die Menschheit losgelassen. Von den anderen dreien, die mit mir in der Filiale angefangen sind haben inzwischen zwei den Job geschmissen. Ab und an war ich auch schon kurz davor.

Dabei hab ich für Dienstag und Mittwoch schon großes Lob bekommen. Ich war meist so zwischen 15 Uhr und 15.30 Uhr mit meiner Tour und angeblich schafft das der Stammzusteller nicht mal. Das tat natürlich gut. Dafür kam es dann am Donnerstag knüppeldick. Es war eh nicht mein Tag, dann noch jede Menge Werbung und irgendwann bin ich einfach stumpf mit dem voll beladenen Postrad umgekippt. Zum Glück hatten zwei nette ältere Herren das Scheppern gehört und mir wieder auf die Beine geholfen. Es ist zeitweise echt krass, wieviel Gewicht man auf so ein Rad packen muss. Das kann ich kaum festhalten. Und dann noch halbwegs schnell damit fahren.

Samstag war dann auch nochmal hart. Da kommt ja die wöchentliche Einkauf aktuell. An dem Abend, also nach der Verteilung, hat dann auch die zweite Neue aufgegeben.

Aufgeben will ich eigentlich nicht. Aber inzwischen merke ich schon die körperlichen Auswirkungen. Zwar wird die Kondition besser, aber dafür ist seit gestern der linke Knöchel plötzlich doppelt so dick wie der rechte und anscheinend entzündet. Hoffentlich wird das schnell wieder besser. Wenn nicht, dann hab ich ein ernsthaftes Problem.

Aber immerhin bleibt mir der nächste harte Samstag erspart. Da hab ich nämlich meinen freien Tag :mrgreen:

Auf jeden Fall ist das kein Job, den man bis zur Rente mal eben so macht. Auch wenn es nach wie vor Spaß macht.

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4 Kommentare zu Hardcore-Job

  1. bluhnah sagt:

    meine güte – pass bloss auf! :-(
    wenigstens 1 arbeitstag weniger die nächsten 2 wochen…

  2. Ein ordentlicher Verband mit kühlender Salbe (z.B. Traumeel) kann helfen.
    Bewundernswert, wie du da durchhältst! Weiter so! :-)

  3. Uli sagt:

    Oha, das klingt ja echt ganz schön hart. Find das eh komisch, dass se bei euch noch mit´m Rad fahren, weil bei uns wurd inzwischen alles auf Auto umgerüstet. Kann auch sein, weil bei uns alles sehr ländlich ist und auch Stralsund nicht soooo groß ist!^^

  4. ruediger sagt:

    aber bitte nicht die Heldin geben…

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