Feuerengel

Die mit dem Schicksal tanzte

Tag: 17. April 2011

verblüfft

Offenbar habe ich in den letzten Tag einige Freunde und Freundinnen echt verblüfft. Und mich selbst nicht weniger *g*

Da hatte ich doch tatsächlich 12 Tage Besuch vom Dauertelefonierer und ich bin nicht Amok gelaufen. Immerhin gab es schon Zeiten, in denen ich schon nach zwei Stunden wieder alleine sein wollte und mich Gäste, welcher Art auch immer, genervt haben.

Klar, es ist total ungewohnt und ab und an auch anstrengend. Immerhin mach ich hier seit vier Jahren alleine mein Ding so wie es mir in den Kram passt. Aber offenbar hat dieser Kerl, der sich da in mein Leben gequatscht hat :wink:  auch ein ziemlich gutes Gespür dafür, wenn ich gerade nicht reden will. Immerhin kriegte ich nach getaner Arbeit erstmal nen Kaffee serviert und braucht mich hier nicht um wirklich viel zu kümmern. Also das Rundum-Wohlfühl-Paket.

Und noch komischer ist, dass es jetzt plötzlich komisch ist, hier alleine zu sitzen. Heimlich lausche ich auf Tastenklappern aus dem Arbeitszimmer. Aber da klappert nix. Da steht auch kein Noti…

Selbst die Katze, die anfangs etwas verwirrt war, sich dann aber kurzerhand entschlossen hat, an ihm die Erziehungsversuche zu testen, die bei mir versagt haben, scheint etwas verwirrt zu sein, dass ich heute alleine heim gekommen bin.

Und noch verblüffender ist, dass ausgerechnet ich, die auf jeden Fall erstmal alles von der Familienschiene fern halten wollte, zu Ostern erst mit ihm zu seiner und dann mit ihm zu meiner Familie fährt. Mal gucken was Frau Mamaa dazu sagt. Es könnte sein, dass sie das so schnell nicht so toll findet. We will see.

Auf jeden Fall ist noch alles irgendwie verwirrend und komisch… alles sehr fremd, wenn auch schön

Hardcore-Job

Wenn ich – ganz theoretisch – einmal Enkel hätte, was natürlich niemals der Fall sein wird, dann würde ich auf die Frage nach dem anstrengendsten Job meines Lebens ganz klar antworten: das war bei der Post.

Das ist wirklich kein Zuckerschlecken!!! Drei Wochen sind rum und die letzte Woche hat man mich schon komplett allein auf die Menschheit losgelassen. Von den anderen dreien, die mit mir in der Filiale angefangen sind haben inzwischen zwei den Job geschmissen. Ab und an war ich auch schon kurz davor.

Dabei hab ich für Dienstag und Mittwoch schon großes Lob bekommen. Ich war meist so zwischen 15 Uhr und 15.30 Uhr mit meiner Tour und angeblich schafft das der Stammzusteller nicht mal. Das tat natürlich gut. Dafür kam es dann am Donnerstag knüppeldick. Es war eh nicht mein Tag, dann noch jede Menge Werbung und irgendwann bin ich einfach stumpf mit dem voll beladenen Postrad umgekippt. Zum Glück hatten zwei nette ältere Herren das Scheppern gehört und mir wieder auf die Beine geholfen. Es ist zeitweise echt krass, wieviel Gewicht man auf so ein Rad packen muss. Das kann ich kaum festhalten. Und dann noch halbwegs schnell damit fahren.

Samstag war dann auch nochmal hart. Da kommt ja die wöchentliche Einkauf aktuell. An dem Abend, also nach der Verteilung, hat dann auch die zweite Neue aufgegeben.

Aufgeben will ich eigentlich nicht. Aber inzwischen merke ich schon die körperlichen Auswirkungen. Zwar wird die Kondition besser, aber dafür ist seit gestern der linke Knöchel plötzlich doppelt so dick wie der rechte und anscheinend entzündet. Hoffentlich wird das schnell wieder besser. Wenn nicht, dann hab ich ein ernsthaftes Problem.

Aber immerhin bleibt mir der nächste harte Samstag erspart. Da hab ich nämlich meinen freien Tag :mrgreen:

Auf jeden Fall ist das kein Job, den man bis zur Rente mal eben so macht. Auch wenn es nach wie vor Spaß macht.

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