Schattenvölker

Ich habe Euch ja schon mal andeutungsweise davon erzählt, dass meine liebe liebe Freundin J. N. Rank ein Buch geschrieben hat. In diesem Fall nicht nur ein Buch… nein es werden gleich mehrere… und da ich gerade Teil 2 lese und finde, dass diese Bücher uuuunbedingt gelesen werden müssen – zumal ich ja, zumindest zum Teil – weiß, wie es weitergeht, möchte ich Euch mal eine kurze Zusammenfassung geben, was Euch erwartet:

Also stellt Euch einmal vor: Ihr lebt in einer Zukunft in der die Klimaveränderung fortgeschritten ist, die Küstenstädte im Wasser versunken sind, extreme Stürme die Menschen heimsuchen, die sich – sofern sie noch am Leben sind – auf der Flucht befinden. In all diesen Katastrophen hat sich heraus kristallisiert, dass – schon heute – unter den Menschen andere Wesen leben. Unauffällig, aber doch anders und mit besonderen Fähigkeiten versehen.

Über die Entstehung und die Geheimnisse dieser Völker gibt es eine Sage die da lautet, der Mond und die Nacht waren einst ineinander verliebt. Aber sie konnten sich nicht berühren und so blieb ihre Liebe unerfüllt.

Aus dieser unerfüllten Liebe entstanden die Völker. Die Wandler aus dem Reich der Schatten und die weißen Engel. Dann gibt es noch die Schakale, die Sandläufer und es gibt die Menschen. Zu einem dieser Völker gehört Mona. Mona ist eine Wandlerin…. Sogar eine besondere, aber davon ahnt sie noch nichts.

So zieht sie mit ihren Freunden aus den verschiedenen Völkern auf dem Weg nach Portugal durch ein zerstörtes Europa, Wind und Wetter ausgesetzt und stetig Auge in Auge mit neuen Gefahren. Es gibt keinen Strom, es gibt nur wenige Lebensmittel und vor allem gibt es viele Feinde. Dazu immer wieder plötzliche Tornados. Trotzdem ist diese Geschichte eine Geschichte über Freundschaft und Liebe, über den Umgang der Menschen miteinander, über die Unbezahlbarkeit der Freundschaft und Zusammenhalt.

Ich kann es Euch allen nur ans Herz legen.

Schattenvölker – Band 1: Mona

Schattenvölker – Band 2: Die Schakale

Mitfahrzentralen und Ihre Mitfahrer

Da so eine Fahrt nach Berlin in Anbetracht der Benzinpreise ja schon ein bisschen was kostet hatte mich Fräulein Eiskalt darauf aufmerksam gemacht, doch einmal zu versuchen, ob sich über die Mitfahrzentrale nicht jemand findet, der mitfährt und auch noch Geld dafür bezahlt. 

Prinzipiell fahr ich zwar lieber alleine weil ich da schöööön laut Musik hören kann und beim Fahren üblicherweise am besten nachdenken kann, aber wenn es Geld dafür gibt kann man das ja zumindest mal antesten.

Also habe ich vor drei Wochen oder so bei zwei verschiedenen Mitfahrzentralen die Daten der Hin.- und Rückfahrt dort angegeben. Erst passierte so gar nichts. Bis dann die erste Anfrage für die Hinfahrt kam und dann nach und nach auch zwei für die Rückfahrt. Selbst einen Abend vor Abfahrt kamen noch zwei neue Anfragen, aber für die Rückfahrt hatte ich schon zwei Mitfahrerinnen und mein Auto ist ja nun leider nicht besonders groß.

Bei dem Mitfahrer für die Hinfahrt hatte ich anfangs ein etwas schlechtes Gefühl. Eine Freundin von ihm hatte alles für ihn arrangiert. Er ist Amerikaner, Anfang 50, farbig (womit ich grundsätzlich kein Problem habe), spricht nur Englisch… aber komisch kam mir das schon vor. Zum Glück legte sich das nach ein paar Mails mit der Dame die er in Berlin besuchen wollte.

Auf der Fahrt stellte sich heraus, das er ein ganz netter war. Wir konnten uns erstaunlich gut unterhalten und ich bin mindestens drei Zentimeter gewachsen weil mein Englisch richtig gut geworden ist.

Ich konnte ihn ganz in der Nähe meines eigenen Zieles absetzen und alles passte ganz hervorragend.

Bei der Rückfahrt hatte ich eigentlich auch Glück. Zwei Frauen wollten mit, ich wusste weder was für Typen, wie alt oder sonst was. Treffpunkt war das Rathaus Neu-Kölln.

Ich war eine viertel Stunde vor Fahrtbeginn da und hab mir die Ecke mal angeschaut. Da stand dann eine Frau mit Freund, knutschte und zeigte immer auf kleine grüne Autos wenn welche vorbei fuhren. Na die konnte ja nur auf mich warten.. irgendwie verdrängen immer alle, dass ich nicht nur schreibe „hellgrün“ sondern „hellgrün mit zwei bereiten weißen Streifen über das gesamte Auto“ aber ok….

Es stellte sich heraus, dass es eine ausgesprochen nette unterhaltsame Frau war, etwas älter als ich, verwitwet mit Freund in Berlin. Sie lebt praktisch fast hier in der Stadt und ich denke es könnte sein, dass wir uns noch mal wiedersehen um zusammen was essen zu gehen oder so.

Die zweite Frau die mitfahren wollte war eine Hannoveranerin… Sie taucht um 15 Uhr nicht wie verabredet auf, reagierte auch nicht auf SMS und so warteten wir fast eine halbe Stunde um dann ohne sie abzufahren. Bei so einer langen Fahrzeit bis nach Hause bleibt ja auch fast keine andere Wahl.

Ich war schon ziemlich sauer, dass sie sich nicht meldete. Sie hätte zumindest mal absagen können oder so was, aber wenn gar nix kommt ist es ärgerlich, zumal ich eben noch Interessenten gehabt hätte, die gerne mitgefahren wären.

Nachdem wir fast eineinhalb Stunden unterwegs waren muss die Hannoveranerin dann versucht haben mich zu erreichen… dreimal… hatte wohl Panik… berechtigt….

Und ganz ehrlich… es ist mir egal wie sie von Berlin nach Hannover gekommen ist. Wenn ich mich zur Rückfahrt verabrede muss ich pünktlich sein oder mich wenigstens entsprechend melde, dass ich mich verspäte… *zick*

Häkelschweine in Berlin

Ich war ja nun wieder in Berlin, unter anderem um meine Häkelschweine nach vier Wochen bei ihrer Pflegemami Rachel Lindenbaum abzuholen. Und wie das nach so langem Warten ist, mussten die süßen Kleinen natürlich auch mit ausgeführt werden.

Also krabbelten Sie gleich nach der Begrüßung in meine Tasche.

Zuerst mussten sich die Häkelschweine mit einem kleinen Snack für den Abend stärken…So ein Häkelschwein will schließlich gesättigt sein.

 Danach waren die Häkelschweine und wir dann auf der Lesung von Jockel Tschiersch im Rahmen von 30TageKunst, organisiert von Hans Brückner. Da wir nicht sicher waren, ob Häkelschweine die Lesung besuchen dürfen, waren Sie allerdings Inkognito dort und haben aus der Tasche heraus zugehört. Hinterher haben sie dann furchtbar gebettelt, damit ich das Buch „Wer vögeln will muss fliegen“ kaufe und es ihnen zuhause in Ruhe noch mal vorlese. Außerdem wollten sie natürlich wissen, wie die Geschichte endet. Ok, ich geb zu ich möchte es auch wissen. Aber meinen Eindruck von der Lesung erzähl ich Euch gleich noch.

Nachdem wir die Lesung zu späterer Stunde verlassen hatten haben wir uns dann in Kuba häuslich niedergelassen. Ich war ein wenig schockiert von dem Lebenswandel der Häkelschweine. Wer hätte gedacht, dass die Kleinen rauchen, saufen und fressen wie die Großen??? Also da muss ich zweifellos noch erzieherisch tätig werden.

Aber seht selbst:

 

Außerdem haben Sie den Tisch vollgeschmiert und dabei beinahe ein kleines Geheimnis verraten. Aber sie haben das Geheimnis dann doch fast mit ihrem Leben verteidigt und sich einfach draufgesetzt ;-)

Letztendlich sind die zwei dann morgens um 5 Uhr wie erschlagen ins Bett gefallen und haben tief und fest geschlafen.

Nun sind sie bei mir zuhause und ich hoffe, ich krieg sie noch ein bisschen erzogen. Immerhin sollten sie wenigstens so vernünftig sein, dass ich mir keine Sorgen machen muss, dass sie die Katzen vertrimmen wenn ich nicht da bin…. oder so…..

Huhuu

bin gut wieder daheim angekommen!!

Und morgen erzähl ich Euch von Häkelschweinen in Berlin, der Lesung von Jockel Tschiersch im Rahmen von 30TageKunst, organisiert von Hans Brückner und von meinen ersten Erfahrungen mit Mitfahrzentralen und Menschen die man durch solche Zentralen kennenlernt *g*

Und bisses soweit ist, guckt mal in die Links ;-)

Montage-Woche

Diese Woche bestand zweifellos aus aneinandergereihten Montagen und eigentlich geht es mir ziemlich mies.

  • Ich vertrage die doofen Antibiotika nicht und mir geht es mit den blöden Dingern hundsmieserabel
  • Sollte jemals ein Arzt auf die Idee kommen, dass wir diese OP mit der Nachsorge nochmal machen, dann verhau ich den *grmpf*  Vor der OP ging es mir bedeutend besser!
  • Meine Bank will nicht so wie ich… das sind wirklich Traumtänzer…. aber das ist ne längere Geschichte. Vielleicht erzähl ichdie nächste Woche
  • Irgendwie drehen die Katzen alle am Rad. Sieht aus als müssten sie jetzt die Rangordnung neu festlegen
  • Ich wollte total viel erledigen und bin zu nix gekommen
  • Menschen sind komisch
  • Die Azubine (das verhuschte Mäuschen) treibt mich in den Wahnsinn
  • Hier passieren schon wieder merkwürdige Dinge aber das erzähle ich an anderer Stelle
  • Ich bin von mir und der Welt total genervt!

Das alles klingt nach einem guten Zeitpunkt das Säckchen zu schnüren und morgen früh um acht die Grenzen dieser Stadt hinter mir zu lassen und ich auf den Weg nach Berlin zu machen…  und das werde ich dann auch tun. Vielleicht baut mich das ja wieder auf. Vor allem bringt es mich auf andere Gedanken.

Also seid brav und geniesst das Wochenende. Wir lesen uns Montag!!

Hier spukts!

Ich wohne ja hier in einer Altbauwohnung. Das Haus wurde irgendwie während oder kurz nach dem ersten Weltkrieg gebaut. Und da das Haus relativ nah am Wasser/Hafen steht, steht es natürlich auch nicht mehr ganz grade.

Dadurch haben die Türen die Angewohnheit, dass sie entweder zufallen oder aufgehen. Das ist bei der Badezimmertür sehr unpraktisch. Immerhin stehen dort die Katzentoiletten und da meine vierpfotigen Mitbewohner zum Glück nie gelernt haben, wie man Türen öffnet, habe ich vor der Tür einen ziemlich massiven Türstopper.

Ab und an habe ich mich immer schon gewundert, warum die Tür im Laufe des Tages immer weiter offensteht und der Türstopper immer weiter rutscht. Eigentlich bin ich immer davon ausgegangen, dass die Katzen ihn einfach nach und nach immer weiterschieben. Wäre ja auch nicht schlimm…  Hauptsache sie fällt nicht zu!!

Ab und an kann man sogar hören wie die Tür weiter aufgeht. Weil der massive Türöffner dann über die Fliesen schubbert. Aber auch dann habe ich immer nur vermutet, dass eine Katze auf dem Weg ins Bad oder auf dem Rückweg ist.

Bis Sonntag!! Während ich mich an Kaffee 2.0 festhielt und bei dem Versuch wach zu werden meine Emails durchsah hörte ich wieder das Geräusch, das der Türstopper verursacht, wenn er über die Fliesen rutscht.

Aber es war mit Sicherheit keine der Katzen. Die lagen nämlich alle in Sichtweite und schliefen den Schlaf der Gerechten.

Ab und an geht auch einfach die Tür vom Gäste-WC auf…  auch wenn sie richtig zu war….  

Stellt sich nur noch die Frage, wer hier spukt….  

 

Wiedergefunden

Am Wochenende war ich bei meinen Eltern und habe mal wieder einige meiner eingelagerten Kartons durchgeschaut. Vieles ist in den Müll gewandert, einiges auf die Zu-Verkaufen-Liste gewandert und einiges ist in andere Kartons umgezogen weil ich mich einfach nicht davon trennen mag.

Unter anderem viel mir eine alte Keksdose in die Hände. Es ist eine von zwei Dosen aber die andere hab ich noch nicht gefunden. Jedenfalls ist diese Dose voller alter Briefe. Die sind alle so zwischen 25 und 20 Jahre alt.

Lang lang ist’s her. Damals, vor so ca. 25 Jahren, als noch keiner einen PC hatte und niemand etwas über Internet, Emails, Chat oder sonstwas wußte. Ja wir hatten das wirklich schwer in unserer Jugend. Wenn wir mit fremden Menschen kommunizieren wollten war das ganz schön aufwendig. Nicht nur, dass man fremde Menschen die weiter weg lebten nur schwer kennenlernen konnte, das ging meist nur über Umwegen weil irgendjemanden jemanden kannte der jemanden kannte…   Nein!! Wir mussten damals tatsächlich mit Stiften, Füllern oder Kulis schreiben. Ich meine so richtig auf Papier!!! Nix mit Monitor und so….  neee neeee *kopfschüttel*   Damals gab es junge Mädchen (ich war mal richtig richtig jung *lach*) wie mich, die sich sogar extra buntes Briefpapier kauften.  Damals war das sogar so, dass man, wenn man zu viele Rechtschreibfehler gemacht hatte, alles noch mal abgeschrieben hat damit es hübsch aussieht…  und dann musste man das beschriebene Papier in einen Papierumschlag stecken und ein kleines buntes Bildchen daraufkleben. Da stand ein Preis drauf und den durfte man nicht abmachen :-D   und wenn man das alles soweit hatte musste man sich auf sein Fahrrad schwingen zu so einem gelben Kasten bringen und das da reinstecken. Damals dauerten Nachrichten an Freunde noch drei oder vier Tage…  da war nix mit auf „senden“ klicken und ein paar Minuten hat der andere die Nachricht in der Mailbox. Ja DAS waren noch Zeiten!!!

Damals hatte man keine Chat-Freunde oder Twitter-Freunde sondern Brieffreunde.

Ich hatte damals als Teenager eine Menge Brieffreunde von überall… 

Aber die erste und längste Brieffreundschaft hatte ich mit einem Mädel aus der damaligen DDR. So eine Brieffreundin zu finden war gar nicht so einfach. Aber meine damals beste Freundin und Sitznachbarin in der Schule hatte eine Brieffreundin im Osten. Und die war die ältere Schwester meiner Brieffreundin.

Und so gingen die Briefe hin und her und man erzählte sich alles mögliche, schickte Pakete und Fotos und hatte immer ein bisschen Angst, ob wohl alles angekommen ist.

Als die Mauer fiel ist meine Brieffreundin mit ihrer Schwester in den Westen gekommen, hat einen Soldaten der US-Army kennengelernt und ist mit ihm in die Staaten gegangen. Eine Weile später haben wir uns dann aus den Augen verloren. Ich war zig mal umgezogen, sie wahrscheinlich auch und irgendwann war man so mit Leben beschäftigt, dass zum Briefe schreiben keine Zeit mehr war.

Ich hab oft an dieses Mädel gedacht und mich immer mal wieder gefragt, was wohl aus ihr geworden ist.

Und so habe ich am Wochenende die Keksdose mit den Briefen eingepackt und mit zu mir genommen. Habe in den alten Briefen gelesen und einfach mal ihren Namen im www eingegeben. Und tatsächlich habe ich ungefähr 5 Minuten später auf Facebook wiedergefunden!!!

Diese Technik grenzt fast an ein Wunder und ich habe mich riiiiesiiiig gefreut, dass R. wieder in mein Leben getreten ist. Mehr oder weniger. Auf jeden Fall hoffe ich, dass wir den Kontakt wieder ausbauen und aufrechterhalten können. Es ist schon erstaunlich, über was wir damals alles geschrieben haben. Ich hab sogar noch alte Fotos von ihr. Und sie sieht noch fast so aus wie damals… zumindest hab ich sie auf ihrem Facebook-Foto gleich wiedererkannt.

Ich muss mal gucken wie weit die Zeitverschiebung zwischen hier und da ist. Richtig chatten geht wohl nur am Wochenende. Ich denke wenn ich schlafen gehen muss steht sie gerade auf. Oder so…  aber auf jeden Fall bin ich wahnsinnig darauf gespannt, wie es ihr in den letzten Jahren ergangen ist.

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich damals auch eine Brieffreundin in Berlin hatte… ob sich die auch wiederfinden lässt?