Ein Mittwochabend im Juni

Mittwoch, 21 Uhr im Paralleluniversum

Der alte Staubsauger hat lange Jahre treue Dienste geleistet…  bis er ihn quittiert hat. Inzwischen ist Staubsaugen im Hause Feuerengel eher frustrierend und uneffektiv. Seit einer Weile streikt der alte wenn der Beutel erst halb voll ist, insgesamt saugt er eh nicht mehr so wie er das vor 12 oder 15 Jahren getan hat und seit ein paar Tagen spuckt er hinten mehr raus als er vorne einsaugt. Ziemlich frustrierend…. man saugt und saugt dreht sich um und stellt fest, dass der Boden da wo man vorhin schon gesaugt hatte schmutziger ist als vor der Aktion…

Auf dem Weg von der Arbeit hatte ich schon zwei Elektronikfachmärkte angesteuert. Beide hatten aktuelle Angebote, beide Angebote lagen bei rd. 120 Euronen. Ein Miele war dabei, ein Bosch auch… beide nicht wirklich schön und beide teurer als ich eigentlich wollte.

Ok, ich bin verwöhnt. Mein erster war ein kleiner runder knubbeliger Galaxy. Ich habe ihn heiß und innig geliebt aber er hat nicht wirklich lange überlebt. Dann kam der aktuelle alte Ritter ins Haus. Eine Werbeprämie, namenlos mit 1400 Watt. Aber er hat immer alles gemeistert. Katzenhaare, Katzenstreu, tonnenweise Bohrstaub…   Keine Ahnung wie lange die Lebenserwartung von so einem Staubsauger ist, aber ich glaub er hat sich gut gehalten.

Während ich noch im Elektronifachmarkt stand und mit mir haderte ob ich so viel Geld dafür ausgeben soll und dann noch zusätzlich Beutel kaufen, viel mir ein, dass ein befreundetes Pärchen gerade zusammen zieht. Also bin ich unverrichteter Dinge heimgefahren. Zwei SMS später war klar, der Staubsauger der übrig wäre ist genauso ein alter Ritter wie meiner und ist schon für den Sperrmüll eingeteilt.

Etwas später kommt der Hinweis: Guck mal in den Prospekt von $SupermarktmitblauroterWerbung, die hatten doch einen im Angebot.

Gute Idee… ich hatte zwar den Prospekt zusammen mit der Zeitung am Sonntag aus dem Briefkasten gefischt, aber da ich direkt danach in die Heimat zum väterlichen Geburstag gefahren bin hatte ich in die Prospekte nicht geschaut.

Und da war er… bzw. da waren sie. Es gab gleich zwei. Einen mit ohne Beutel und einen „normalen“. Von mit ohne Beutel war mir bereits mehrfach abgeraten worden. Ein kurzer Blick in den Terminkalender machte deutlich, dass ich in den nächsten Tagen kaum Zeit haben würde mir das gute Stück mal anzusehen.

Aber Mittwoch um 21 Uhr war in diesem Fal die perfekte Zeit…  ich fuhr zum Supermarkt. Ein riesiger Supermarkt! Und auf dem Parkplatz standen genau 3 Autos. Im Markt standen die Verkäuferinnen versammelt in der Fernsehabteilung.

Es gab wahrhaftig noch ein Ehepaar als Kunden. Und ich schwöre, der Ehemann wäre gerne an diesem Abend um diese Zeit woanders gewesen…. oder hätte gerne in der Fernsehabteilung auf seine Frau gewartet….

Und ich hab den letzten Staubsauger inkl. 11 Staubsaugerbeutel für deutlich unter 100 Euro geschossen.

Achja…  während ich durchs Treppenhaus nach unten ging, im Arm einen Stapel Papiermüll, in der Hand die Autoschlüssel und in der Hosentasche die EC-Karte, hörte ich aus allen umliegenden Wohnungen einen begeisterten Aufschrei der in ein enttäuschtes ooohhh über ging.

Mittwoch, 21 Uhr… Deutschland hätte beinahe ein Tor im Spiel gegen Ghana geschossen….  (und später tatsächlich, aber da hab ich zuhause den neuen Staubsauger getestet)

von der Liebe

Im Laufe eines Lebens begegnet man den unterschiedlichsten Menschen, bei manchen denkt man, man ist in die verliebt, bei manchen ist man in das Bild verliebt, das sie einem vermitteln und bei manchen ist sind es wahre intensive Gefühle. Einige spielen einem die Liebe nur vor um etwas zu bekommen, das sie sonst nicht bekämen.

Die meisten dieser Menschen begleiten einen für eine Weile und irgendwann verschwinden sie wieder. Manchmal tut es nicht einmal weh, manchmal ein bisschen. Aber sie hinterlassen oft keine gravierenden Spuren und wenn man ihnen einmal wiederbegegnet spielt das was war keine Rolle.

Und dann gibt es diese Menschen, die eine tiefe Spur hinterlassen. Menschen, die man nie vergisst, fast täglich an sie denkt. Bestimmte Worte, Gerüche oder Orte mit ihnen verbindet.

Diese Menschen spielen auch Jahre später noch eine Rolle und wenn man ihnen begegnet schlägt das Herz wie am ersten Tag bis zum Halse und die Knie zittern.

All das lässt sich noch steigern. Nicht jeder erlebt und versteht das. Oft wird man, wenn man sowas erzählt belächelt. Aber es gibt Menschen, bei denen weiß man im tiefsten Innern seines Herzens, dass sie an einen denken, wann sie anrufen (kurz bevor sie es tatsächlich tun) und wenn man ihnen erneut begegnet, wenn auch aus der Ferne, dann bringt das alles durcheinander.

Einige Kulturen/Religionen nennen das eine karmische Bindung. In der Esoterik heißt es, diese Menschen kennen sich aus bereits vergangenen Leben und haben eine Aufgabe noch nicht erfüllt. Oft ist es so, dass das Partnerschaften sind, in denen es nicht mit und nicht ohne den Partner geht. Viele dieser Menschen kreisen über Jahre wie Satelliten umeinander ohne zum Punkt zu kommen. Oftmals unterbrochen von Beziehungen zu anderen Menschen, aber sie treten immer wieder in das Leben des anderen und heben es aus den Fugen.

In so einer Bindung ist man gefangen. Es gibt kein Entrinnen und keinen Ausweg. Selbst wenn man rational feststellt, dass es nicht funktionieren kann oder es nicht gut tut. Und das tut es selten…  erst wenn der Knoten platzt und man den Weg zueinander findet oder die Aufgabe gelöst ist und die Wege sich endgültig trennen.

Manchmal habe ich das Gefühl, in so einer karmischen Bindung gefangen zu sein. Lange dachte ich, ich wäre über diesen Menschen, der mein Leben im Grunde nur gestreift hat, dabei aber tiefe Wunden und Spuren gerissen hat, hinweg. Im Kopf war ich frei. Ob ich es im Herzen war weiß ich nicht.

Und dann begegnet man sich in einer Situation in der beide den anderen wissen lassen „Hey, ich bin es, siehst Du mich?“ aber eine Kommunikation völlig ausgeschlossen ist. Und das Herz schlägt bis zum Hals, die vermeindliche Ordnung liegt in Trümmern und alle Wunden reißen auf und bluten wie am ersten Tag. Und es gibt kein Entrinnen…  der Kopf versucht die Situation zu klären, pragmatisch zu sagen, dass da nichts passieren wird….  und das Herz lebt auf einem anderen Planeten und weiß, irgendetwas kommt da auf einen zu. Unwissend was es ist, wie oder wann. Ich wußte immer intuitiv wann er sich meldet, wann ich etwas von ihm höre, wann wir uns sehen. Manchmal 5 Minuten vorher, manchmal Stunden vorher, oft nach Wochen der Funkstille.

Eine Kontaktaufnahme ist praktisch unmöglich…  keine aktuellen Telefonnummern, Adressen oder anderes. Von keiner Seite ein Weg den anderen wissen zu lassen was ist. Wo man ist, wie man erreichbar ist, was man denkt, was man fühlt….  Kommunikation kann nicht stattfinden. Es gibt nur noch eine Verbindung die genutzt werden könnte. Und das nur von der anderen Seite…

Der Kopf rotiert, das Herz rotiert, das Leben rotiert, die Ordnung liegt in Scherben, der Schutzschild ist gesprengt, die Wunden hören nicht auf zu bluten.

Es wird etwas passieren.

Das weiß ich!

Ich weiß nicht wie, was oder wann… 

Herzlichen willkommen, treten Sie näher, treten Sie ein, das Kopfkarussell ist eröffnet.

Wie weit ist vorbei?

Sag wie weit ist vorbei
wie hoch liegt das Land
wie tief ist das Meer
wie weiß der Sand
Warum war mir nicht klar
wie gut wir doch waren

Wär der Juli ein Tag
und der Sommer ein Jahr
wo ist mein Traum, der mich vergaß
Ich habs überlebt,
egal wie du fehlst

Wie weit ist vorbei
Wie weit ist vorbei

Wie weit muss ich gehen
um uns nicht mehr zu sehen
Welcher Zug nimmt mich mit
und bringt mich nicht zurück
welcher Arm hält mich fest
wenns deiner nicht ist
welcher Mund hält sein Wort
und wie schnell ist sofort

Sag wie weit ist vorbei
wie weit ist vorbei

Wie weit muss ich gehen
um uns nicht mehr zu sehen
Wär der Juli ein Tag
und der Sommer ein Jahr
warum war mir nicht klar
wie gut wir doch waren
wie tief ist das Meer
wie weiß ist der Sand
Ich habs überlebt
egal wie du fehlst

Welcher Zug nimmt mich mit
und bringt mich nicht zurück
Welcher Arm hält mich fest
wenns deiner nicht ist
Welcher Mund hält sein Wort
und wie schnell ist sofort
wie schnell ist sofort
und wie weit ist vorbei

Wie weit ist vorbei
Wie weit ist vorbei

Wie weit ist vorbei
Wie weit muss ich gehen
um uns nicht mehr zu sehen
Welcher Zug nimmt mich mit
und bringt mich nicht zurück
Welcher Arm hält mich fest
wenns deiner nicht ist
Welcher Mund hält sein Wort
und wie schnell ist sofort
wie schnell ist sofort

Und wie weit ist vorbei
Wie weit ist vorbei?

Tadaaa

Es ist noch nicht alles perfekt und ich werd in der nächsten Zeit noch jede Menge zu tun haben, aber endlich kann ich mal ein paar Bilder des neuen Casa präsentieren.

Es ist inzwischen bewohnbar und in einem Zustand, in dem man sogar Gäste in die Wohnung lassen kann :mrgreen:

Und hier sind die Bilder

Bild 1: mein erstes Einzugsgeschenk, die Fußmatte von Monstropolis. Also ich find sie klasse. Danke! Danke! Danke!

Bild 2: die Küche. Mein Tisch passt leider nicht rein und ist ins Arbeitszimmer umgezogen, aber ein neuer kleinerer Tisch und zwei Stühle bekomme ich nächsten Monat wenn L. umzieht.

Bild 3: Der Flur. Auf dem Bild sieht man die brombeerfarbige Wand nicht so sehr, aber ich mach noch eins von der anderen Seite wenn die Spiegel hängen.

Bild 4: Das Bad. Klein aber fein.

Bild 5: Das Arbeitszimmer. Einige Sachen müssen von dort noch in den Keller verfrachtet werden, aber erst wenn die Türzargen lackiert und die Stühle restauriert sind. Wie gesagt, ich hab noch viel Arbeit.

Bild 6 + 7: Das Wohnzimmer. Bis ich mich an das viele Licht gewöhnt habe werde ich wohl nur mit Sonnebrille da sitzen :lol:

Bild 8: Blick vom Balkon. Ich sehe Himmel….   sooooo viel Himmel

Bild 9: Mein Platz an der Sonne!! Und ich hab es heute tatsächlich geschafft da eine kleine Weile die Seele baumeln zu lassen.

Bild 10: Und ich hab gestern noch die Blumenkästen bepflanzt. Doof nur, dass die Nachbarn unter mir ihre Wäsche auf ihren nicht bepflanzten Blumenkästen zum trocknen lagern… ich glaub die konnten sie noch mal waschen *unschuldigpfeif*

Auf jeden Fall ist es langsam wohnlich und gemütlich. Ich staune immer noch, dass ich im T-Shirt und barfuß herumlaufen kann. In der alten Wohnung wäre dafür viel zu kalt gewesen.

Achja, das Schlafzimmer ist auch fertig…  aber ob ich Euch das zeigen soll……

Lebenszeichen

 

Ich wollte doch eben ein Lebenszeichen liefern. Ich lebe noch und der Umzug ist auch weitestgehend überstanden. Ich muss noch viel putzen und das Arbeitszimmer ist im Moment eher Werkstatt und Abstellraum, aber ich hoffe das krieg ich am Wochenende in den Griff. Dummerweise hatte ich mir pünktlich zum Umzug noch eine fiese Erkältung eingefangen.

Aber hier zeig ich Euch mal, wie es am Freitag im alten Casa ausgesehen hat:

Nun denn, die Kartons sind fast alle wieder ausgepackt, die Möbel stehen und ein paar neue Möbel sind noch dazu gekommen…  Fotos folgen. Ich hoffe am Sonntag. Heute ist erstmal Extremcouching angesagt, morgen bin ich nicht, aber am Freitag folgt der ausführliche und hoffentlich bebilderte Bericht. :o)

Todo-Liste

Ich parke hier mal mein schriftliches Gedächtnis. Es ist noch viel zu tun und ich wette ich werde die Hälfte vergessen

Montag:

  • Urlaub für Freitag und Dienstag einreichen
  • Kühlschrank kaufen
  • DVBT-Empfänger kaufen
  • gucken ob die reduzierten Gardinen noch da sind
  • DSL-Vertrag ändern/erneuern
  • neues Katzenklo besorgen

Edit 25.05.2010 Kühlschrank und DVBT noch nicht gekauft, aber begutachtet. Ich guck morgen nochmal… Rest ist erledigt inkl. Putzmittel einpacken, Papiermüllentsorgung und Werkzeugbeschafftung ;o)

Dienstag:

  • Katzenklo und Streu in die neue Wohnung bringen
  • in der neuen Wohnung durchwischen und saugen
  • Geschirrspüler letztes Mal laufen lassen und sauber machen
  • Sofa mir Reinigungsmittel bearbeiten, Kissen verpacken
  • Kleiderschrank zumindest teilweise abbauen

Mittwoch

  • Reste packen
  • Einkäufe für Samstag erledigen
  • Th anrufen wegen Transporter
  • Akten einpacken (wenn noch nicht eher geschafft)
  • EDV abbauen und transportsicher verpacken

Donnerstag:

  • Alle Restarbeiten erledigen
  • Flurlampe kaufen
  • evtl noch Fenster putzen
  • Gefrierfach abtauen
  • Sperrmüll zusammenpacken

Freitag

  • alle Restarbeiten
  • LKW holen
  • Möbel abbauen
  • IKEA-Merkliste überarbeiten
  • Lampen abbauen
  • Restflächen (hinterm Schrank) streichen
  • Restreinigung

Ich sollte diese Woche die Nächte dazu nehmen…. dann hätte ich täglich 48 Stunden zur Verfügung!