Selbstgewählt

Eigentlich wollte ich die letzten Tage ganz andere Dinge bloggen. Und dann das!!

Heute bekam ich einen Anruf von der Schwester meines besten Freundes. Hier auch gerne als Lieblings-Ex bezeichnet. Bauern haben meinen besten und treuesten Freund heute morgen auf dem Weg zum Melken gefunden. Im Wald. Er hat sich erhängt. Bisher hat es den Anschein, dass es keine Kurzschlusshandlung war. Es sieht sogar vielmehr so aus als wäre das von langer Hand geplant gewesen.

Am Dienstag war er noch hier bei mir. Ganz spontan – er rief an ob ich zuhause wäre und stand kurze Zeit später vor meiner Tür – und auch recht lange. Offenbar sollte es ein Abschied sein. Ich habe nichts bemerkt. Habe nicht gesehen, dass es ihm schlecht ging. Er hat an den folgenden Tagen offenbar auch seine Verwandten nochmal besucht. Auch die haben nix bemerkt. Anscheinend war er ein sehr guter Schauspieler.

Dabei hatte ich mir vor ein paar Wochen schonmal Sorgen gemacht. Ich konnte ihn tagelang nicht erreichen und hatte dann sogar bei seinem Vater angerufen.

Er hatte eine Phase in der es ihm nicht gut ging. Aber in der letzten Zeit wirkte er positiv. Hatte Pläne. Wollte neue Wege einschlagen. Wege von deren Erfolgen ich nicht überzeugt war, aber es war seine Entscheidung. Er war davon überzeugt. Er nahm Dinge in Angriff, wollte Änderungen herbeiführen.

Nun stellt sich heraus, dass es offenbar alles schlechter aussah als er zugegeben hat. Er hat nichts gesagt, nicht um Hilfe gebeten, die er zweifellos erhalten hätte. Von mir und von seiner Familie. Statt dessen hat er in der vergangenen Woche Abschied genommen, hat seine Papiere geordnet, die Wohnung aufgeräumt und geputzt, ist – vermutlich gestern gegen Mitternacht – in den Wald gefahren und hat sich das Leben genommen.

Ich hoffe es geht Dir gut da wo Du jetzt bist!

Du warst 22 Jahre mein Wegbegleiter, anfangs mein Schwarm, dann Geliebter und Lebenspartner, später der treueste Freund, der jemals an meiner Seite ging. Du wirst mir fehlen!!!

Aber was hat Dich soweit gebracht, diesen letzten schrecklichen Weg zu nehmen?

 

Arbeitsvermittlung

Die Arbeitsvermittlung in dieser Stadt ist erstaunlich.

Am Donnerstag hatte ich einen Termin bei der Arbeitsvermittlerin. Vor zwei Jahren habe ich auf den Termin ungefähr vier Wochen gewartet. Heute kriegte ich ihn gleich einen Tag nach Meldung. Ist ja auch eigentlich nicht schlecht. Aber diese Arbeitsvermittlerin war mal wieder erstaunlich. Offenbar geht sie pauschal davon aus, dass sowieso niemand freiwillig arbeiten geht.

Die erste Frage war – wie schon vor zwei Jahren –  wohin ich den ziehen wolle. Auf meinen Hinweis, dass ich derzeit darüber nicht nachdenke und statt dessen gedenke, weiterhin in dieser Stadt zu verweile,n fing sie schon das hyperventilieren an. Also mit so einer Einstellung könne das ja nix werden!!

Dann kam sie mit einem 30-Stunden-Job knapp 100 km von hier entfernt….  irgendwann könnte der eventuell auf 40 Stunden erweitert werden. Es lohnt sich natürlich auch total, für unter 1000 Euronen netto 200 km am Tag zu fahren oder umzuziehen….

Achja, und Zeitarbeit ist natürlich das wichtigste. Da müssten die Bewerbungen zuerst hin.

Als ich sie darauf hinwies, dass ich das selbstverständlich mache, wenn sich in den nächsten Monaten nichts anderes findet, war sie recht schockiert. Und als ich ihr erklärte, dass ich nicht beabsichtige, direkt eine Arbeit für 7,50 Euronen die Stunde brutto anzunehmen, kriegte sie die Kinnlade nicht mehr hoch. Ich erklärte ihr dann, dass ich nicht beabsichtige kampflos den sozialen Abstieg in Kauf zu nehmen. Ich kenne einfach zu viele, die aus der Zeitarbeitsschiene nicht mehr rausgekommen sind. Das mag funktionieren, wenn man in einer Partnerschaft ist und seine Rechnungen nicht alleine bezahlen muss, aber wenn man seine Rechnungen selber zahlen will und zumindest ansatzweise am aktiven Leben teilhaben will, geht das nicht.

In meinen Augen ist das eine Alternative, wenn nix anderes mehr geht. Und die meisten in meinem Bekanntenkreis sehen das auch so. Zumal die Zeiten, in denen man Zeitarbeit als Sprungbrett ansehen konnte, lange vorbei sind.

Als sie dann noch anmerkte, dass ich bis zum nächsten Termin in 10 Wochen mindestens 20 Bewerbungen vorlegen solle bin ich dann in schallendes Gelächter ausgebrochen. Das werden wohl eindeutig mehr…. viel mehr!!

Natürlich ist es schlimm wenn man keinen Job hat, und natürlich sollte man so schnell wie möglich wieder was anderes finden…  aber muss ich, nur weil ich meinen Job verloren habe, sofort meinen sozialen Status aufgeben und grundsätzlich ein paar Stufen herabsetzen? Das kann nicht sein!!

Ich habe die notwendige Qualifikation um einen gleichwertigen Arbeitsplatz zu finden wie ich ihn hatte und ich denke nicht, dass ich mich unter Wert verkaufen muss, nur damit ich aus den Statistiken herausfalle. Ich werde es mit Sicherheit nicht soweit kommen lassen, dass ich von Hartz-4 leben muss, was ich auch gar nicht könnte, aber derzeit nehme ich eine Versicherungsleistung in Anspruch – nee, derzeit nehme ich die noch gar nicht in Anspruch!! Derzeit beziehe ich noch mein Gehalt.

In dieser Stadt auf diesem Amt wird einem erstaunlich schnell vermittelt, dass man doch bitte woanders arbeitslos sein sollte aber bitte nicht hier!!!!

und dann kommst Du aus dem Urlaub

…  und hast keinen Job mehr.

Im Scherz hatte ich ja noch gesagt und getwittert, dass ich ein erster-Arbeitstag-nach-dem-Urlaub-Trauma habe. Das schon seit ein paar Jahren. Meistens ist ja der erste Tag nach dem Urlaub nicht so toll…. vor allem bei dem Job den ich vorher hatte. Am ersten Tag nach dem Urlaub ging es meistens durch die Hölle. Bis vor zwei Jahren am ersten Tag nach dem Urlaub die Kündigung kam. Damals war es zwar überraschend aber irgendwie auch eine Erleichterung. Die Stimmung was da schon länger nicht gut und inzwischen sind einige andere, mit denen ich dort damals gearbeitet hatte, auch nicht mehr dort.

Am Dienstag kam nun also wieder die Kündigung. Völlig unerwartet und eigentlich sogar ohne Bauchgrummeln vorher.

Ich war erstmal fix und fertig. Nur fadenscheinige Begründungen, eine Telefonnummer einer anderen Firma, bei der ich mich bewerben könnte. Die ist ja auch nur eineinhalb Fahrstunden von hier entfernt…  wenn man gut durchkommt. Keine handfesten Begründungen weil keine für eine Kündigung ausreichend wäre. Vier Gründe würden mir einfallen, keiner würde eine Kündigung rechtfertigen. Aber bei der Betriebsgröße ist eh nix zu machen. Dabei war alles normal als ich zur Arbeit kam und ich angefangen habe den Schreibtisch aufzuräumen. Nach zwei Stunden kam dann der Anruf vom Chef, wie denn mein Urlaub war? Ob ich eben zu ihm kommen könnte…  und dann nahm das Verhängnis seinen Lauf….  das übliche Rumgedruckse, dass es ihm leid täte, dass er mir ein gutes Zeugnis ausstellen würde, dass ich meinen Resturlaub und Überstunden nehmen solle und ab sofort freigestellt wäre…

Dann nur noch Schreibtisch ausräumen, total paralysiert, kein Wort zu den Kollegen (die Lieblingskolleginnen waren eh nicht da), Schlüssel abgeben und weg… einfach nur weg…

Aber keine Sorge, ich würde nicht dagegen klagen. Das hab ich beim letzten Mal gemacht. Und wirklich gebracht hat es mir nicht viel. Außer Aufregung und schlaflose Nächte. Das ist nichts für mein Nervenkostüm.

Ich bin unheimlich dankbar für meine Freunde, die in solchen Zeiten sofort für mich da sind, in deren Arme ich mich werfen und bei denen ich mich ausheulen kann. Online und offline. Seit Dienstag war am Tag mindestens einmal jemand bei mir oder ich bei jemandem eingeladen. Zum Ablenken, Auffangen und Mutmachen. Was wäre ich nur ohne meine Freunde??

Es ist erstaunlich, da bist Du fast an dem Punkt, an dem Dein Leben entspannt und unkompliziert laufen könnte, planst die nächsten positiven Veränderungen, hast das Gefühl, dass bald endlich Ruhe einkehrt und Dein Leben normal und langweilig wird, Du Dir keinen Kopf wegen irgendwas machen musst, und dann bekommst Du den nächsten Knüppel zwischen die Füße geworfen und es tun sich neue Baustellen auf.

Job suchen, einmal mehr neu anfangen, über das Arbeitsamt ärgern (was eine andere Geschichte ist), weiter wegen dem Hausverkauf zittern (was auch eine andere Geschichte ist) und schlecht schlafen, weil es eine richtige Katastrophe wird, wenn nicht wenigstens eine der Baustellen in den nächsten vier bis sechs Wochen erledigt ist.

Liebes Schicksal, liebes Universum, ich wünsche mir wenigstens 1 Jahr, in dem einfach alles langweilig ohne Chaos funktioniert und in dem nicht in regelmäßigen Abständen existenzielle Ängste auftauchen die einem das Genick brechen können, bitte. Achja, und wo wir gerade bei Wünschen sind, könnte jemand die Kratzer am Selbstbewußtsein überpolieren? Das macht sich bei Bewerbungen / Vorstellungsgesprächen nicht so gut.

Ach ist das alles ein Scheiß!!!

Kurzgefasstes #10

  • Überraschenderweise hat sich das Schnittchen am Samstag gemeldet… hab es allerdings etwas abgewürgt
  • inzwischen bin ich überzeugt, dass das mit dem Schnittchen nicht geklappt hätte. Nicht wegen dem Alter… weil ich Intelligenz sexy finde und nach dem Sex reden will…  und vorher natürlich auch…  aber ich musste ihm sogar Sarkasmus erklären
  • Ich durfte mich tatsächlich am Samstag ummelden. Die Zippe zickte zwar wieder nach dem Motto „Sie sind doch nach $AndereStadt gezogen“ und ich durfte 20 Euronen Strafe zahlen aber ich bin jetzt ordnungsgemäß angemeldet
  • Am Wochenende habe ich mich vor mir selbst erschrocken. Ich war ungewohnt aggressiv. So kenn ich mich gar nicht… die Beschimpfungen die ich zeitweise im Kopf hatte trieben sogar mir die Schamesröte ins Gesicht
  • Noch viermal arbeiten, dann hab ich Urlaub. Ich mach drei Kreuze wenn es soweit ist. Dann wird auch wieder mehr gebloggt.
  • Am Donnerstag geht es nach Monaten endlich mal wieder ins Kino. Ich kann es kaum erwarten, auch wenn ich keinen Schimmer habe, was wir gucken werden. Ich weiß nur, dass es in 3D sein wird.
  • Morgen geht es 600 km durch die Republik. Und wehe ich krieg nirgends einen Vanilleguglhupf von Starbucks. Wenn es die hier schon nicht gibt will ich wenigstens die Gelegenheit nutzen!
  • Ich überwache ja derzeit meinen Schlaf mit SleepCycle. Und staune täglich über die unterschiedlichen Auswertungen. Ich hoffe wenn ich Urlaub habe nehmen die Komaphasen weiter ab.
  • Ich schaffe es heute einmal mehr nicht um 22 Uhr ins Bett zu kommen. Dabei spüre ich, dass mir das gut tut. Aber ich ich find so schwer ins Bett. Und den Rest der Woche wird das auch nix.
  • Am Wochenende steht Umzug Nr. 3 dieses Jahr an. Ich kann keine Kartons mehr sehen. Gut, dass ich danach wenigstens in meine aufgeräumte Wohnung komme.
  • „Er“ liegt immer noch direkt neben mir. Und sucht den Weg…..  das wird immer rätselhafter (versteht jetzt kein Mensch, macht aber nicht wirklich was)
  • Meine Kopfschmerzen wollen mir seit zwei Tagen was sagen, aber ich verstehe sie nicht
  • Meinen Katzen geht es genauso, die versteh ich schon seit über 10 Jahren nicht
  • Ich staune über die Veränderungen in meinem Blog… früher kam da mehr über Gefühle und so. Aber derzeit sind da irgendwie keine. Bin wohl zu gestresst….
  • Ich will aber dahin zurück, gefühlvoller und zufriedener werden. Hat wer Tipps?
  • Ich finde ich sollte mir mal wieder einen Saunatag gönnen…. mal gucken wer mitkommen könnte

205 Dinge, die man im Leben gemacht haben sollte

Bei Heike hab ich mir ein Stöckchen gemopst. Es geht um 205 Dinge, die man im Leben gemacht haben sollte.

Die, die ich schon gemacht habe, habe ich fett markiert.

  1. Eine Kneipenrunde bezahlen
  2. Mit Delfinen im offenen Meer schwimmen
  3. Einen Berg besteigen
  4. Das Innere der Großen Pyramide von Gizeh besuchen
  5. Eine Tarantel auf der Hand halten
  6. Im Kerzenlicht mit jemandem ein Bad nehmen
  7. “Ich liebe dich” sagen und es meinen
  8. Einen Baum umarmen
  9. Einen Striptease bis zum Ende hinlegen
  10. Bungee Jumping ausprobieren
  11. Paris besuchen   (steht aber spätestens nächstes Jahr auf dem Programm!)
  12. Ein Gewitter auf See erleben
  13. Die Nacht durchmachen
  14. Das Nordlicht sehen
  15. Eine Sportveranstaltung besuchen
  16. Den Schiefen Turm von Pisa besteigen
  17. Eigenes Gemüse züchten und essen
  18. Einen Eisberg berühren
  19. Unter dem Sternenhimmel schlafen
  20. Eine Babywindel wechseln
  21. In einem Heißluftballon fahren
  22. Einen Meteoritenhagel beobachten
  23. Einen Champagnerrausch haben – im Zuge einer Trennung an Silvester
  24. Mehr als man sich leisten kann spenden
  25. Den Himmel durch ein Teleskop anschauen
  26. Im unpassendsten Moment einen Lachanfall haben
  27. An einer Schlägerei teilnehmen
  28. Beim Pferderennen gewinnen
  29. Blau machen, obwohl man nicht krank ist
  30. Eine(n) Fremde(n) bitten, mit einem auszugehen
  31. Eine Schneeballschlacht mitmachen
  32. Seinen Hintern auf dem Bürokopierer ablichten
  33. So laut schreien wie es geht
  34. Ein Lamm in den Armen halten
  35. Eine heimliche Fantasie ausleben
  36. Um Mitternacht (nackt) baden gehen
  37. In eiskaltem Wasser baden
  38. Eine richtige Unterhaltung mit einem Bettler führen
  39. Eine totale Sonnenfinsternis beobachten
  40. Eine Achterbahnfahrt mitmachen (ich trau mich nicht)
  41. Einen Elfmeter verwandeln 
  42. Die Aufgaben von drei Wochen irgendwie in drei Tagen erledigen
  43. Völlig verrückt abtanzen, egal wer dabei zusieht
  44. Einen fremden Akzent einen ganzen Tag lang nachmachen
  45. Den Geburtsort seiner Vorfahren besuchen
  46. Glücklich mit dem eigenen Leben sein, wenn auch nur für einen Moment
  47. Zwei Festplatten im Computer haben
  48. Alle Bundesländer seines Landes besuchen
  49. Den eigenen Job in jeder Hinsicht mögen auch wenn es nur für einen Moment ist
  50. Sich um jemanden kümmern, der beschissen aussieht
  51. Nach eigenem Ermessen genug Geld besitzen
  52. Abgefahrene Freunde haben
  53. Im Ausland mit einem/r Fremden tanzen
  54. Wale in der freien Natur beobachten
  55. Ein Straßenschild stehlen
  56. Mit dem Rucksack durch Amerika reisen
  57. Per Anhalter fahren
  58. Freeclimbing ausprobieren
  59. Im Ausland einen Beamten anlügen, um bloß nicht aufzufallen
  60. Um Mitternacht am Strand spazieren gehen
  61. Mit dem Fallschirm abspringen
  62. Irland besuchen
  63. Länger an Liebeskummer leiden, als die Beziehung gedauert hat
  64. Im Restaurant am Tisch mit Fremden speisen
  65. Japan besuchen
  66. Das eigene Gewicht in Hanteln stemmen
  67. Eine Kuh melken
  68. Seine CD-Sammlung auflisten
  69. Vorgeben, ein Superstar zu sein
  70. Karaoke singen
  71. Einen ganzen Tag lang einfach nur so im Bett bleiben
  72. Nackt vor Fremden posieren (macht jeder der in der Sauna eine gute Figur machen will *g*)
  73. Mit Sauerstoffflasche tauchen
  74. Zu Ravels Bolero Sex haben
  75. Im Regen küssen
  76. Im Schlamm spielen
  77. Im Regen spielen
  78. Ein Autokino besuchen
  79. Etwas ohne Reue tun, was man eigentlich bereuen müsste
  80. Die Chinesische Mauer besuchen
  81. Erkennen, dass jemand die Homepage besucht hat, ohne dass er sie kennen sollte
  82. Statt Microsoft Windows etwas besseres verwenden
  83. Ein eigenes Geschäft gründen
  84. Sich glücklich und auf Gegenseitigkeit verlieben
  85. Eine berühmte historische Stätte besuchen
  86. Einen Kampfsport erlernen Judo, Karate und Ju Juitsu
  87. Mehr als sechs Stunden am Stück vor einer Spielkonsole sitzen
  88. Heiraten
  89. Ins Kino gehen
  90. Eine Party platzen lassen
  91. Jemanden lieben, obwohl es verboten oder unschicklich ist
  92. Jemanden küssen bis er/sie schwindelig davon wird
  93. Sich scheiden lassen
  94. Sex im Büro haben
  95. Fünf Tage lang ohne Essen auskommen
  96. Kekse nach eigenem Rezept backen
  97. Den ersten Platz in einem Verkleidungswettbewerb belegen
  98. In einer Gondel durch Venedig fahren
  99. Sich tätowieren lassen
  100. Herausfinden, dass allein die Berührung von Gegenständen einen anmacht
  101. Wildwasser-Rafting
  102. Im Fernsehen als »Experte« auftreten
  103. Ohne Grund einen Blumenstrauß bekommen
  104. In der Öffentlichkeit masturbieren
  105. So besoffen sein, dass man sich an nichts mehr erinnert
  106. Von irgendeiner illegalen Droge abhängig sein
  107. Auf einer Bühne auftreten
  108. Las Vegas besuchen
  109. Die eigene Musik aufnehmen
  110. Haifisch essen
  111. Einen One-Night-Stand haben
  112. Thailand besuchen
  113. Erleben, wie Asylanten in Deutschland leben
  114. Ein Haus kaufen
  115. Im Krieg auf einem Schlachtfeld sein
  116. Ein oder beide Elternteile begraben
  117. Eine Kreuzfahrt machen
  118. Mehr als eine Sprache sprechen
  119. Beim Versuch, einen anderen zu verteidigen, selbst eins “auf die Fresse kriegen”
  120. Einen ungedeckten Scheck einreichen
  121. In der Rocky Horror Picture Show auftreten
  122. Das eigene Kreditkartenstatement lesen und verstehen (was ist ein Kreditkartenstatement??)
  123. Kinder aufziehen
  124. Nachträglich das ehemalige Lieblingsspielzeug kaufen und damit spielen
  125. Auf Tour seiner Lieblingsmusiker mitreisen
  126. Die eigene Sternenkonstellation bestimmen
  127. Im Ausland eine Fahrradtour machen
  128. Etwas Interessantes über die eigenen Vorfahren herausfinden
  129. Den eigenen Bundestagsabgeordneten anrufen oder anschreiben
  130. Mit dem/der Geliebten irgendwo von Null neu anfangen
  131. Zu Fuß über die Golden Gate Bridge gehen
  132. Im Auto laut singen und nicht aufhören, obwohl jemand zusieht
  133. Eine Abtreibung hinter sich bringen, gegebenenfalls mit dem Partner
  134. Eine Schönheitsoperation mitmachen
  135. Einen [schweren] Unfall unerwartet unverletzt überstehen
  136. Einen Beitrag für eine Zeitung schreiben
  137. Über fünfzig Kilo abnehmen (naja, es waren 48, ich runde mal auf)
  138. Jemanden zum Trost in den Armen halten
  139. Ein Flugzeug fliegen
  140. Einen Stachelrochen streicheln
  141. Das Herz eines/r anderen brechen
  142. Einem Tier beim Gebären helfen
  143. Den Job verlieren
  144. Geld bei einer Fernsehshow gewinnen
  145. Einen Knochenbruch erleiden
  146. Einen Menschen töten
  147. In Afrika auf Fotosafari gehen
  148. Ein Motorrad fahren
  149. Mit irgendeinem Landfahrzeug schneller als 220 km/h fahren
  150. Ein Piercing irgendwo schulterabwärts anbringen lassen
  151. Eine Schusswaffe abfeuern
  152. Selbst gesammelte Pilze essen
  153. Ein Pferd reiten
  154. Eine schwere Operation durchmachen
  155. Sex im fahrenden Zug haben
  156. Eine Schlange als Haustier halten
  157. Durch den Grand Canyon wandern
  158. Einen ganzen Flug durch schlafen
  159. Im Verlauf von zwei Tagen länger als dreißig Stunden schlafen
  160. Mehr fremde Nationen als deutsche Bundesländer besuchen
  161. Alle sieben Kontinente bereisen
  162. Eine Kanureise machen
  163. Kängurufleisch essen
  164. Sich an einer historischen Mayastätte verlieben
  165. Sperma oder Eizellen spenden
  166. Sushi essen
  167. In der Zeitung das eigene Foto finden
  168. Mindestens zwei glückliche Partnerbeziehungen im Leben haben
  169. Jemanden in einer Angelegenheit überzeugen, die einem am Herzen liegt
  170. Jemanden wegen dessen Handlungsweise raus werfen
  171. Nochmal zur Schule gehen
  172. Gleitschirm fliegen
  173. Den eigenen Namen ändern (zwangsläufig durch Heirat)
  174. Eine Kakerlake streicheln
  175. Grüne Tomaten braten und essen (grüne Tomaten sind saulecker!)
  176. Die Ilias von Homer lesen
  177. Einen Autor aussuchen und lesen, den man in der Schule verpasst hat
  178. Im Restaurant Löffel, Teller oder Gläser für zu Hause mitgehen lassen
  179. und vor dem Restaurant von der Polizei gefilzt werden
  180. Eine künstlerische Tätigkeit als Autodidakt erlernen
  181. Ein Tier eigenhändig töten, zubereiten und essen
  182. Sich bei jemandem Jahre nach einer Ungerechtigkeit dafür entschuldigen
  183. Nie an Klassentreffen teilnehmen
  184. Sex mit jemandem haben, der halb oder doppelt so alt ist wie man selbst
  185. In ein öffentliches Amt gewählt werden (gilt Vereinsvorsitzende?)
  186. Selbst eine Computersprache entwickeln
  187. Erkennen dürfen, dass man den eigenen Traum tatsächlich lebt
  188. Jemanden, den man liebt, in Pflege geben müssen
  189. Selbst einen Computer [aus Einzelteilen] zusammenbauen
  190. Ein selbst gemachtes Kunstwerk an einen Fremden verkaufen
  191. Testrunde in einem Ferrari fahren
  192. Selbst einen Stand auf einem Straßenfest haben
  193. Sich die Haare färben
  194. Als DJ auftreten
  195. Herausfinden, dass einem der Partner im Internet den Laufpass gegeben hat
  196. Sein eigenes Rollenspiel schreiben
  197. Verhaftet werden
  198. Ein Haustier halten
  199. An einer Zigarette ziehen
  200. Eine Sache durchsetzen
  201. Sex auf einer Discotoilette
  202. Sex unterm Sternenhimmel
  203. Bei Gewitter zelten
  204. Ein Kind gebären
  205. Aktfotos machen

Soooo, und jetzt bitte alle das Stöckchen schnappen und im Blog zurechtschnitzen :mrgreen:

Monsterschmetterlinge

Es fing alles ganz harmlos an als Freunde, denen ich am Wochenende beim Umzug helfen wollte mich baten, einen anderen Helfer für den Umzug mitzubringen. Er hätte letzte Woche seinen Wagen geschrottet und da er im gleichen Stadtteil wohne böte sich das ja an.

Kein Problem, also wurde mir ein Treffpunkt mitgeteilt, eine grobe Beschreibung des Mannes mit einem kichernden „ein Schnittchen halt“ im Nachsatz.

Am Samstag morgen fuhr ich also zum Treffpunkt, keine 500 m vom Casa entfernt und sammelte einen müden jungen Mann ein der, genau wie ich, lieber noch zwei oder drei Stunden geschlafen hätte. Wir unterhielten uns ein wenig. Weiter nichts.

Während der ersten Umzugsphase war er ohnehin mit meinem Freund in dessen alter Wohnung um den Transporter vollzupacken. Die Stimmung beim Umzug war gut, nicht zuletzt wegen dem Möbelaufzug den eine Umzugsfirma mitgebracht hatte. Das machte die ganze Sache wesentlich leichter…

Irgendwann später, die Wohnung meines Freundes war leer, ging es dann ans Werk Möbel aufzubauen und gaaaanz zuuuufällig richteten meine Freunde es immer so ein, dass das Schnittchen und ich zusammen arbeiten mussten. Was übrigens ganz hervoragend funktionierte. Während wir also im Bad die Duscharmaturen, Duschvorhang, Waschmaschine und den beleuchteten Spiegel verarzteten haben wir viel gelacht. Ihm fiel auch schnell auf, dass sich mein unheimlicher Verehrer sehr um mich bemühte. Er ist ein Freund meiner Freundin und war darum auch als Helfer dabei und gab sich alle Mühe die Werkzeug- und Kaffeeversorgung für mich zu gewährleisten. Für mich gab es den Kaffee sogar statt aus Plastikbeckern aus einem ordentlichen Becher.

Das Schnittchen und ich arbeiteten vor uns hin, irgendwann wurde offensichtlicher, dass er mich wohl gut fand – was vielleicht auch am Vodka/Cola gelegen haben könnte – und wir verliessen als letzte das Feld und liessen die Umziehenden in ihrem Chaos zurück.

Zwischenzeitlich hatten mein Freund und das Schnittchen noch einen ausrangierten Küchentisch und drei Küchenstühle in meiner Wohnung abgeliefert, worauf hin das Schnittchen am Rande erwähnte, dass er direkt im Nachbarblock wohnt. Ebenfalls kam zur Sprache, dass ebendieser Küchentisch angeblich nicht durch meine Küchentür passe und ich den Tisch wohl auseinanderbauen müsste. Was für mich nun wirklich kein Problem ist.

Auf dem Heimweg bat mich das Schnittchen, ihn am Discounter um die Ecke abzusetzen und dort auf dem Parkplatz kam dann zur Sprache, dass wir ja am nächsten Tag nochmal den Umziehenden helfen könnten. Um das ganze zu terminieren war es natürlich unumgänglich die Handynummern zu tauschen :mrgreen:

Nachdem ich in meinem Casa angekommen war musste ich dann erstmal herzlich lachen. Der Tisch passte durch die Tür als wäre er dafür gemacht worden, was ich meinen Freund und das Schnittchen dann auch per SMS wissen liess. Danach simsten das Schnittchen und ich noch eine kleine Weile und ich fand es großartig.

Am Sonntag, nachdem das Casa gerichtet war und ich die Menschwerdung abgeschlossen hatte klopfte ich dann vorsichtig per SMS beim Schnittchen an und fragte nach, ob er Lust hätte bei mir einen Kaffee zu trinken und danach zu schauen wie zwei unsere Freunde mit dem Umzug sind und ob wir dort noch was helfen könnten.

Das Schnittchen lag in sauer *g* . Offenbar hatte er in der Nacht noch den Weg in die Disko der Stadt gefunden und war bis morgens um 9 unterwegs gewesen. Ich glaube er weiß noch immer nicht, wie er nach Hause gekommen ist. Jedenfalls war er nicht so richtig in der Verfassung und so fuhr ich alleine.

Während ich mit meiner Freundin Möbel aufbaute kamen immer wieder SMS und da ich an Stelle des iPhones Werkzeug und Möbelteile festhalten wollte/musste kamen wir überein, dass er am Abend auf einen Film und eine Pizza und etwas kuscheln herkommen wollte.

Er kam dann auch als ich wieder daheim war. Musste jedoch zwischendurch nochmal zurück weil offenbar die Ex vor seiner Tür stand. Vorher hatte wie wohl schon den halben Nachmittag gesimst. Offenbar gibt es da noch Probleme. Was bei mir schon einen schalen Nachgeschmack erzeugte. Er kam aber schnell zurück und war zu meiner Beruhigung auch nicht so stürmisch wie er per SMS den Eindruck erweckt hatte. Wir redeten, guckten nen Film und alles war ok. Gegen 22 Uhr machte er sich auf den Heimweg nicht ohne zwei Abschiedsküsschen da zulassen.

Klang alles gut, fühlte sich soweit auch gut an. Abgesehen davon, dass er etwas schockiert war als er hörte wie alt ich bin. Er ist mal eben sechs Jahre jünger (wohl fast sieben)  und hatte mich locker vier bis fünf Jahre jünger geschätzt als ich bin.

Und nachdem dann heute nichts bis kaum was per SMS kam kriegte ich dann Muffensausen.

Die Schmetterlinge von Samstag und Sonntag mutieren zu Monsterschmetterlingen und ich fahre totale Panik.

Ich habe so unglaubliche Angst, dass wieder so weh tun könnte wie beim letzten Mal. Auch wenn das nun schon fast zwei Jahre her ist. Naja, ein Jahr. Vor zwei Jahren fing es an… vor einem Jahr haben wir das letzte Mal voneinander gehört. Und selbst wenn ich heute daran denke, dann spannen die Narben und sind kurz davor aufzureisssen.

Wie nimmt man sich selbst die Angst? Und wie kann ich daran glauben, dass er heute einfach nur schlecht drauf war oder gestresst oder was auch immer.

Und langsam wächst das Saatkorn, dass Barikaden aufrichtet und den Schutzwall verstärkt der kurzeitig ins Wanken gekommen ist.

Meine Freunde fanden ganz toll, dass es offenbar gefunkt hatte. Und ich vermute sie intervenieren im Zweifelsfall im Hintergrund…. und ich bin kurz davor, sie zu bitten, es nicht zu tun und das ganze im Sande verlaufen zu lassen.

 Ich habe Angst….  Angst davor enttäuscht zu werden, Angst davor, dass es wieder weh tut, Angst davor um Meilen zurückgeworfen zu werden, Angst davor verlassen zu werden und wieder mit zerstörten enttäuschten Hoffnungen weiterleben zu müssen. Es war so ein schwerer Weg bis hierher… ich weiß nicht, ob ich den nochmal gehen könnte.

Ich vermute ich werde mich nicht beim Schnittchen melden….  aber ich werde dem Schnittchen auch nicht die Tür vor der Nase zuschlagen. Ich will nicht darauf hoffen, dass er sich ernsthaft in mich verlieben könnte. Ich will nicht auf Nachrichten warten und mir tausend Gründe ausdenken warum er sich gerade nicht melden kann. 

Nochmal würde ich so eine Geschichte nicht durchstehen! 

BürgerBüro Schilda

Ok, ich hab Euch immer angelogen und das Header-Bild im Blog ist auch ein Fake. Ich wohne natürlich nicht in Bremerhaven.

Nein, in Wahrheit wohne ich in Schilda!!!

Zumindest hatte ich den Verdacht als ich neulich zum BügerBüro wollte um mich umzumelden. Ich gestehe, in meinem kleinen Wolkenkuckucksheim war ich dem Irrtum aufgesessen, dass man 6 Wochen Zeit hat sich umzumelden. Das ist nicht so!! Zumindest nicht im Land Bremen. Da hat man nur 2 Wochen Zeit.

Diese 2 Wochen waren lange schon verstrichen, aber mein Gott, es war ja nix besonderes, also was soll’s?

Es war Mittwoch, ich hatte ohnehin den Nachmittag frei für meinen dreimonatlichen Blutspendetermin und hatte vorher noch Zeit. Ich schnappte also alle notwendigen Papiere um die Mupfel und mich ordnungsgemäß umzumelden und pilgerte ins Amt.

Dort musste ich noch ein Weile warten, aber nachdem ich zumindest einen Sitzplatz ergattert hatte war das nicht sooo schlimm. Eine gewissen Wartezeit erwartet man irgendwie ohnehin.

Eine Weile später wurde ich von einem Herrn aufgerufen und in sein Büro gebeten.

Dort packte ich meinen Mietvertrag (den man in dieser Stadt zwingend braucht wenn man sich an- oder ummelden will) den Perso, den Fahrzeugschein und den Fahrzeugbrief (den ich gar nicht gebraucht hätte) auf den Tisch und verkündete „Ich möchte mich und mein Auto ummelden“ .

Der Herr nahm meinen Perso, schaute meine Daten in seinem PC nach und …..  beamte mich in mein persönliches Paralleluniversum indem er sagte

Angestellter: Sie können sich hier nicht anmelden, sie sind doch nach $AndereStadt umgezogen.

Feuerengel: Nein, mitnichten. Ich bin nicht nach $AndreStadt umgezogen, wie kommen sie überhaupt da drauf?

A: Na das steht doch hier!

F: Mag sein, aber auf meinem Perso, den diese Stadt mir ausgestellt hat steht, dass ich in der $VorherigeAdresseindieserStadt gemeldet bin und nicht in $AndereStadt

A: Da waren Sie ja auch gemeldet, aber danach sind sie in $AndereStadt umgezogen.

F: Nein, bin ich nicht. Schauen Sie hier, auf meinem Mietvertrag stehen die alte Adresse und die neue Adresse, das Einzugsdatum, etc. wann hätte ich denn noch in $AndereStadt ziehen und hierher zurück ziehen sollen? Und woher haben Sie die Information überhaupt bekommen?

A: Woher das kommt kann ich nicht feststellen, aber sie müssen erst beweisen, dass Sie direkt von der alten Adresse zur neuen Adresse umgezogen sind.

F: Ok, es steht im Mietvertrag!!

A: Das reicht nicht!

F: Ok, ich kann den Nachsendeantrag der Post mitbringen, die  Bestätigungsmail hab ich sogar auf dem  Handy dabei

A: Das reicht nicht!

F: DSL-Ummeldung?

A: Das reicht nicht!

F….

A: Das reicht nicht!

 

Und so weiter und sofort

 

Irgendwann kriegte ich dann doch mal schlechte Laune.

F: Sie haben hier meine Personalausweis, ein gültiges staatliches Dokument dessen Änderung sie nicht vornehmen können weil sie von irgendwo her hören ich könnte vielleicht in eine andere Stadt gezogen sein? Meines Wissen gilt die Adresse im Personalausweis als aktuelle gültige Meldeadresse. Diese Ausweis haben Sie vor weniger als einem  Jahr ausgestellt.

Wie soll ich denn bitte meinen Umzug beweisen?? Sie lehnen ja alles ab, was als Nachweis möglich wäre. Inkl. gültigem Mietvertrag, Übergabeprotokoll, Adressänderungen, Postanträgen, Kontoanträgen ….

A: Weiß ich nicht, das reicht jedenfalls alles nicht. Wir können Ihnen hier nicht weiterhelfen, da müssen Sie zum Magistrat. Vielleicht wissen die warum Sie nach $AndereStadt umgezogen sind. 

F: BIIIIINNN IIIIIICCCCHHHH  JAAAAA GAAAAAAAAAARRRNIIIIIIIIICH!

Und das Ende vom Lied? Woher die Stadt die Info mit der anderen Stadt hat weiß ich noch immer nicht mit letzter Sicherheit, ich kann es mir jedoch denken. Auf eine bitterböse Mail an die Stadtverwaltung mit der Bitte den Sachverhalt zu klären und mich zu informieren wenn ich mich im BürgerBüro ummelden kann kam eine Antwortmail mit einer schwammigen Ausrede, einer Entschuldigung und dem Hinweis, dass ich mich jetzt jederzeit ummelden könnte.

Mach ich dann mal…. so in zwei Wochen… eher hab ich keine Zeit… und dafür nehm ich mir jetzt nicht noch mal frei