Feuerengel

Die mit dem Schicksal tanzte

Schlagwort: Arbeit

Die Sache mit der Ruhe

Ich hab das mit der Ruhe ja nicht so richtig gut drauf….  ich weiß auch nicht warum….

Eigentlich bin ich ziemlich ausgepowert und die Hälfte der Zeit wünsche ich mich nach Hause auf meine Couch… obwohl da krieg ich auch nix gebacken. Oder ich hab so viel zu tun, dass ich dann an einem freien Abend bis Mitternacht irgendwie herumwusel um alles auf dem laufenden zu haben.

Nun wollte ich endlich diese Woche etwas kürzer treten und zeitig schlafen gehen und schwupps sehe ich in den Kalender und stelle fest, dass ich höchstens noch einen oder zwei Abende für mich habe… und am Wochenende ist auch Programm. Da fahren Cousinchen S und ich endlich zum Pink-Konzert.

Also auch nix mit Ruhe und Ausschlafen….

Und wenn dann doch mal nix ansteht kommt von irgendwo ein SOS-Funk. Oder es kommt so ’ne doofe Weihnachtsfeier, oder oder oder oder….. 

Ich glaub ich brauch manchmal nen Babysitter für mich *g*

typischer Feuerengel-Tag

Heute war wieder mal so ein richtig richtig typischer Feuerengel-Tag. So einen gab’s schon lange nicht mehr…  oder ich hab mich so an das Chaos gewöhnt, dass sie mir gar nicht mehr richtig auffallen.

Wie alle typischen Feuerengel-Tage fing dieser gaanz normal und harmlos an. Das machen typische Feuerengel-Tage immer so um mich in Sicherheit zu wiegen *g*

Anfangs lief auch alles wunderbar…  arbeiten, Termin für den Persoantrag besorgen, Termin bei der Frauenärztin besorgen, Mittagspause, weiterarbeiten…  alles wie immer.

Aber dann!!!!!!!!!!!!!!!!!

Eigentlich wollte ich nach Feierabend ein paar Sachen erledigen, einkaufen, auf die Sonnenbank, zum Baumarkt, Bude putzen, Bügelwäsche…  was frau halt so zu tun hat….

Also bin ich erstmal einkaufen gefahren, dann weiter zum Baumarkt. Ich brauchte doppelseitiges Klebeband und eine Holzlatte, die aber zugeschnitten werden musste.

Im Baumarkt meines vertrauens gibt es ein kleines Kabuff da muss man warten wenn man etwas zugeschnitten haben will. Dort ist eine Klingel angebracht und wenn gerade kein Mitarbeiter dort ist muss man Klingeln. Das Klingeln bewirkt, dass die Musik im Baumarkt zu hören ist ausgeblendet wird und eine Stimme vom Band einen Mitarbeiter für den Zuschnitt ausruft.

Dummerweise interessiert diese Bandansage keinen Menschen… jedenfalls keinen von denen, die dort arbeiten. Somit muss man 10 Mal die Klingel drücken bevor sich da was tut. (wäre ein Anfang für einen Post über Baumarkteinsichten *g*) Nachdem sich dann nach 20 (!) Minuten tatsächlich jemand erbarmt hatte und mir meine Holzlatte zugesägt hatte bin ich schnell ab zur Kasse.

Als ich da so an der Kasse stand und wartete betrat der uns allen wohlbekannte Herr Liebreiz den Baumarkt. Und wie das so ist wenn man ins schnacken kommt… 

Wir hatten ja so viel zu reden *g*  über Berlin (seine Heimat), Ex-Männer und Ex-Frauen, Ex-Freunde und Ex-Freundinnen oder diejenigen die sich gerade bemühen auf diesen Status degradiert zu werden, Essen und Trinken, das Leben, die Liebe…   und schwupps saßen wir über eine Stunde im Auto, hatten geraucht und geredet und die Zeit floss nur so dahin. *g*

Irgendwann haben sich unsere Wege getrennt und wir werden uns nächste Woche mal zum Essen treffen oder so. Also schnell nach Hause und das geplante Programm weiter abspulen. Als ich schnell nach Hause wollte, stand ich doof da. Der Schlüssel steckte im Schloss der Wohnungstür, aber die Tür ging nicht auf. Der Schlüssel ließ sich drehen aber der Schließer ließ sich nicht bewegen.  Naja, das hatte ich ja vor einem Jahr schon mal. Also hab ich schnell zum Handy gegriffen und wollte „Leichen-Heinz“ anrufen. (ja der wird hier wirklich so genannt *g*). Leider hat er offenbar neue Nummer, jedenfalls konnte ich ihn nicht erreichen.

Zum Glück waren in der Nachbarwohnung (die schon die ganze Zeit leersteht) Handwerker. Also hab ich da geklopft und ein Maler war so nett mir mit einem Schraubenzieher zur Hilfe zu eilen. 20 Minuten später konnte ich so endlich in meine Wohnung.

Nachdem ich die Katzen gefüttert hatte wollte ich mal eben die Holzlatte in den Hamsterkäfig basteln. Gismo ist der wahre Ausbrecherkönig. Da ich mitbekommen hatte, dass er die letzten Tage immer mal wieder da geknabbert hatte wo dieses Loch schon ist und die Latte, die ich vor einem halben Jahr als Sicherung eingebaut hatte inzwischen durch war, wollte ich die Latte austauschen und von außen ein Gegenstück mit doppelseitigem Klebeband davor setzen. Sicher ist sicher.

Offenbar kann er Gedanken lesen. Ich hatte gerade die Latte von außen angeklebt als es auf einmal neben dem Käfig auf der Fensterbank raschelte. Da stand eine Tüte Hamsterfutter. Und daneben saß der Gismo und fühlte sich wie im Hamsterhimmel.

Nun ist das Problem, dass dieser kleine Kamikaze-Hamster ausgesprochen unschmusig ist und sich nicht mal eben so in die Hand nehmen lässt. Erschwerend kam hinzu, dass das Fenster, vor dem der Käfig steht, unterteilt ist und unten eine kleine Scheibe hat und oben ein großes Element, das sich öffnen lässt. Da die Rahmen natürlich weiter vor stehen als die  Scheiben ist zwischen Scheiben und Käfig ein Hohlraum in dem so ein Hamster locker flockig verschwinden kann. Also haben wir erstmal eine Weile Hase und Igel gespielt. Immer wenn ich mir den kleinen Racker schnappen wollte, flitzte er zwischen Käfig und Fensterscheibe hinter dem Käfig lang auf die andere Seite. Dummerweise ist der Käfig so groß, dass ich ihn auch nicht alleine von der Fensterbank herunternehmen kann.

Irgendwann hatte ich Mr.-Ich-breche-aus-und-zeig-den-vier-Katzen-wo-der-Hammer-hängt endlich eingefangen und konnte ihn gerade so schnell in sein Zuhause verfrachten, dass er mich gerade noch nicht schnappen konnte. Der beisst nämlich echt fies *g*

Und alles andere, was ich heute vor hatte lass ich besser bleiben… würde heute sowieso schief gehen… ist eben ein typischer Feuerengel-Tag.

Sodele

Ich fürchte die Geschichten aus Berlin müssen noch ein wenig warten. Irgendwie komm ich gerade zu nix. Zumindest habe ich es heute abend geschafft ca. 180 von 200 Posts im Reader wegzulesen, nebenbei klingelte das Telefon und ich musste noch ein paar Anrufe erledigen.

Gestern war ja auch gleich wieder ordentlich verplant. Vonwegen Relaxing… 

Morgen muss ich nach der Arbeit meine Mupfel zu meinem Vater bringen damit die neue Windschutzscheibe eingebaut werden kann, und weil das nicht so schnell geht fahre ich dann gleich übermorgen nach der Arbeit wieder hin, um die Mupfel wieder abzuholen. Danach will ich dann noch bei Cousinchen S. vorbei. Es wird dringend Zeit zum Nageln. Sie kriegt die Berlingeschichten dann praktisch vorab schon mal live *g*

Freitag steht nach Feierabend die Betriebsfeier an, gegen die irgendwie alle ansehen und auf der ich mich nur so lange wie unbedingt nötig aufhalten werde, und damit ich nur nicht zur Ruhe komme findet Freitag und Samstag direkt vor Casa Feuerengel ein Straßenfest statt. Höchstwahrscheinlich steht eine von drei Live-Bands direkt unter meinem Fenster.

Eigentlich hätte ich das zum Anlass genommen, mich klammheimlich aus dem Staub zu machen, aber da Teddy seine Medikamente braucht und ich ihn nicht schon wieder ausquartieren will, ihn aber auch wegen der lauten Musik nicht alleine lassen kann ( so wegen Herzkasper und so) werde ich zwei Abende lang lange aufbleiben und hoffen, dass die die Musik nicht sooo lange spielen.

Damit ich nicht alleine leiden muss kommt T. aus Stade zu besuch. So können wir dann wenigstens angekuschelt auf der Couch Filme gucken und Pizza essen und so….  also wenn, dann blogge ich die nächsten Tage eher spät….  aber wie heißt es so schön, besser spät als nie ;-)

Und nun hüpf ich noch schnell unter die Dusche und dann falle ich wieder in Tiefschlaf…  guats Nächtle *g*

Alleine??

Das Tief kommt wohl doch… langsam und hinterhältig hat es sich angeschlichen, als ich nach der Arbeit alleine durch die Möbelläden geschlendert bin, um nach einem Sofa und einem Vertigo zu gucken… auf einmal fühlte ich mich sehr alleine. Es fehlt jemand der Teil hat… der seine Meinung sagt… sich meine Gedankengänge anhört… Denkanstösse gibt… ok… all das hätte T. auch nicht getan. Er wäre nicht mitgegangen und er hätte auch nicht allzu viel dazu gesagt, was mir gefällt oder was ich mir vorstelle… aber heute war das besonders schwer alles alleine zu planen und zu entscheiden.Irgendwie habe ich heute das Gefühl, es interessiert keinen Menschen, was ich mache oder nicht mache, was ich denke, was ich erlebe…. keinen interessiert es, dass diese Woche wieder eine Wohnung ausgebrannt ist und, dass, als ich heute mit dem Versicherungsmenschen und einem Sachverständigen in der Wohnung war um den Schaden zu bewerten, der Mieter völlig betrunken in der ausgebrannten, total verrusten Wohnung auf seinem angekokelten Sofa lag, nur kurz aufschaute und völlig entspannt weiterschlief, während wir Fotos machten und die Wohnung vermessen haben….

Das T. heute mal eben ein neues Profil aufgesetzt hat, um weiter nach der Frau für´s Leben zu suchen und Th. anscheinend frisch verliebt ist macht es auch nicht gerade leichter…

Es ist halt keiner da…. keiner, dem ich erzählen kann, dass es bei der Arbeit im Moment nicht so gut läuft und ich bei einigen Entscheidungen, die getroffen werden müssen, ziemlich ratlos bin und mir den Austausch mit einem anderen Menschen wünschen würde, nein brauche

Es wird um mich herum immer ruhiger. Die Zeiten, als ständig das Telefon klingelte oder die Messies piepsten und klingelten, sind vorbei… alle haben irgendwie jemanden kennengelernt und sind wieder in Partnerschaft…. alle geniessen den Sommer, gucken Fußball, sitzen lieber im Garten als in der Wohnung…. und ich fühl mich übrig geblieben….

Auf der einen Seite versuche ich mich mit Planungen und Umzugsvorbereitungen abzulenken… auf der anderen Seite stelle ich fest, dass dabei die Gedanken erst recht rotieren und ich im Kopf nicht zur Ruhe komme…. Am liebsten würde ich mit Riesenschritten voranpreschen und schon alles einpacken, was mir in die Hände fällt… aber dafür ist es noch viel zu früh… außer den Winterpullovern brauch ich ja fast alles noch irgendwie… und sooo viel Platz für alle die Kartons hab ich auch nicht… ich will es mir ja jetzt noch nicht so unwohnlich machen… dann komm ich ja gar nicht mehr zur Ruhe….

Zähne zusammen beissen und durch…. bisher habe ich den Kampf gegen die Tränen gewonnen… ich weine auch nicht um T. oder die Zeit, die wir zusammen hatten…. ich weine – wenn – dann nur um mich….

© 2020 Feuerengel

Theme von Anders NorénHoch ↑