Zwickmühle

Manchmal hockt man ganz schön zwischen den Stühlen. Warum? Da ist so ein Mensch, der einem eigentlich total wichtig war. Der sich aber offensichtlich auf Grund äußerer und innerer Umstände ziemlich drastisch verändert hat und gerade auf einem total anderen Trip unterwegs ist als man selber. Das ist ja nicht weiter schlimm, es wäre eher schlimm, wenn immer alle einer Meinung sein müssten.

Dummerweise nimmt dieser eine Mensch, der eigentlich mal total wichtig war, alles, was andere anders sehen direkt als negative Kritik und Herabsetzung wahr. Selbst wenn es nicht als „Reinreden“, „Kritik“, „Herabsetzung“, oder was auch immer gemeint ist, ist es ein Auslöser für Streit, weil es falsch verstanden wird. Auf der anderen Seite wird aber Toleranz gepredigt, die jedoch offenbar nur einseitig gilt.

Nun ist es so, dass dieser eine Mensch zwar scheinbar versucht selbstgesteckte und vermutete Erwartungen zu erfüllen, die aber so auf Dauer gar nicht erfüllbar sind (was meiner Meinung nach völliger Schwachsinn ist) und sowohl Bilder und geschriebe Worte sehr deutlich machen, dass es diesem einen Menschen eigentlich überhaupt gar nicht gut geht.

Würden wir miteinander reden würde ich fragen, wann dieser eine Mensch, der einmal sehr wichtig war, das letzte Mal etwas für sich getan hat, einfach nur so um sich selber etwas gutes zu tun.

Aber auch das würde vermutlich nur falsch verstanden werden, ….

eine Zwickmühle!

Eigentlich ist es sehr schade, dass solche Banalitäten Freundschaften zerstören!

Dieser Beitrag wurde unter Alltag, Gedankengänge veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Kommentare zu Zwickmühle

  1. Ja, in genau dieser Zwickmühle stecke ich auch. Vermutlich sogar bei der gleichen Person. Andererseits denke ich aber auch, dass wir alle erwachsen sind. Und uns so verhalten sollten. Wenn jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird, weil überall nur Kritik vermutet wird, die Person selber sich aber als über jede Kritik erhaben sieht, ist es besser, wenn man den Mund hält. Und sich zurück zieht. Vielleicht ergibt sich irgendwann die Gelegenheit für ein (er)klärendes Gespräch. Mir ist der Schlussstrich auch nicht leicht gefallen – und wurde von dem Menschen, der einmal wichtig war, zuerst auch gar nicht bemerkt, später dann völlig falsch eingeschätzt. Ich habe lange darüber nachgedacht, das richtig zu stellen und es dann gelassen. Aus Gründen, siehe oben.
    Ich drück Dich und hoffe, Du findest einen Weg, damit umzugehen.

  2. Kai sagt:

    Wenn einem der Mensch aber noch wichtig ist, darf man nicht aufhören zu reden. Und wenn er Kritik generell als etwas Negatives ansieht, dann muss man ihm eben das sagen…

    Aber es bleibt anstrengend. Die Frage ist: Lohnt sich diese Anstrengung?

  3. Mit Freunden kann man reden. Aber wenn man sich bei einem Gespräch fühlt wie ein Elefant auf einer Palette roher Eier, wird jedes Gespräch zur Qual. Das Auge sieht Dinge, die man auf keinen Fall ansprechen darf. Ein Mensch, der wichtig war und ist, sieht traurig, mürbe, leidend aus.

    Ein Schlußstrich ist leider manchmal der letzte Schritt, um sich selbst zu schützen. Ich bin froh, ihn gezogen zu haben. Mich umdrehen und meines Weges gehen – das fällt nicht leicht. Aber es tut mir gut. Ich merke, wie viel mehr Kraft ich habe und wie viel mehr Leichtigkeit da ist. Und wenn es kein Loch zu überwinden gibt, hat der Mensch keins hinterlassen.

  4. Kai sagt:

    Wenn Du Dich dadurch selbst schützt, dann ist das eine gute Sache. Natürlich bist Du dann auch traurig, doch leider ist das Leben kein Ponyhof. Dumme Sachen passieren, Menschen entwickeln sich voneinander weg – ohne dass sie es vielleicht wollen.

    Alles Gute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

:wink: :twisted: :roll: :oops: :mrgreen: :lol: :idea: :evil: :cry: :arrow: :?: :-| :-x :-o :-P :-D :-? :) :( :!: 8-O 8)