Von Gaspardin

Das hier habe ich vor ein paar Tagen von Gaspardin bekommen:

Wir reden uns selber ein, dass das Leben besser wird, wenn wir verheiratet sind, ein Baby haben und danach noch ein zweites.

Dann sind wir frustriert, weil unsere Kinder nicht alt genug sind und glauben das ändert sich, wenn sie älter werden.

Dann sind wir frustriert, weil sie Teenager geworden sind und mit uns über alles verhandeln wollen. Aber wir glauben, es wird alles besser, wenn sie nochmals 10 Jahre älter sind.

Wir sagen uns, dass das Leben besser wird, wenn wir mit unserem Parter/in zusammen arbeiten, wenn wir ein schöneres Auto haben, wenn wir in Urlaub fahren, wenn wir uns zur Ruhe setzten.

Die Wahrheit ist, es gibt keinen besseren Zeitpunkt glücklich zu sein als jetzt. Wenn nicht jetzt, wann dann? Dein Leben ändert sich ständig. Es ist besser alles zuzulassen und sich zu entscheiden glücklich zu sein.

Die längste Zeit dachten wir, dass Leben beginnt demnächst. Das richtige Leben! Wir dachten immer, da muss zuerst noch etwas anderes geschehen während dieser Zeit, etwas zu erledigen, eine Arbeit zu beenden, einen Moment zu warten, eine Rechnung zu begleichen. Danach würde das ersehnte richtige Leben beginnen. Schlussendlich verstand ich, das „demnächst“ schon bereits das richtige Leben war.

Von diesem Standpunkt aus verstand ich, dass es keinen Weg gibt um glücklich zu sein. Glücklichsein IST der Weg.

Geniesse also das Glücklichsein. Hör auf zu warten bis die Schule fertig ist, wieder die Schulbank zu drücken, 5 Kilo abzunehmen, Gewicht zuzulegen, zu beginnen zu arbeiten, verheiratet sein, auf Freitag Abend oder Sonntag Morgen, auf ein neues Auto zu warten, Deine Hypothek bezahlt zu haben, auf den Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, auf Ende Monat, bis Dein Song im Radio gespielt wird, zu sterben und wiedergeboren zu werden….  bevor Du Dich entscheidest glücklich zu sein.

Glück ist eine Reise und nicht ein Ziel!

Es gibt keinen besseren Zeitpunkt glücklich zu sein als…. JETZT!!! Lebe und geniesse den Moment.

Versuche einmal diese Fragen zu beantworten:

1 – Nenne die 5 reichsten Menschen der Welt.

2- Nenne die letzten 5 Miss Universe.

3- Nenne die letzten Nobelpreisträger

4- Nenne die letzten 10 Oskargewinner für den besten Schauspieler

Du kannst es nicht? Ziemlich schwierig, oder? Sei nicht traurig, niemand kann das.

Applaus geht vorbei! Pokale verstauben! Gewinner gehen bald vergessen.

Jetzt beantworte mal die folgenden Fragen:

1 – Nenne 3 Lehrer aus Deiner Ausbildungszeit

2 – Nenne 3 Freunde, die Dir in der Stunde der Not geholfen haben.

3 – Nenne ein paar Leute, die Dir das Gefühl geben „speziell“ zu sein

4 – Nenne 5 Leute mit denen Du gerne Deine Zeit verbringst.

Einfacher zu beantworten? Das was einfacher, oder? Die Leute die Dir etwas bedeuten sind nicht „Die Besten“, haben nicht das meiste Geld, haben nicht den größten Preis gewonnen…  Es sind die Freunde, die sich um Dich kümmern, Dir Sorge tragen, diese die, was immer auch passiert, zu Dir stehen.

Denk einen Moment darüber nach. Das Leben ist so kurz! Und Du, in welcher Liste bist Du? Du weißt es nicht?

Lass Dir einen Tip geben.

Du bist vielleicht nicht unter den am meisten „geachteten“ Menschen auf dieser Welt, aber Du bist einer derjenigen, an die ich mich erinnere und diese Nachricht sende…

Vor einiger Zeit, an den olympischen Spielen in Seattle, 9 Athleten, alle mental und physisch vorbereitet, standen an der Startlinie zum 100 m Lauf. Der Schuss fiel und das Rennen ging los. Nicht alle rannten, aber jeder wollte erster sein und gewinnen.

Es war ein Hürdenlauf, und ein junger Athlet fiel zu Boden, verletzte sich leicht und begann zu weinen, da für ihn das Rennen aus war. Die anderen 8 hörten wie er weinte. Sie wurden langsamer und schauten zurück. Sie stoppten und kamen zurück… Alle 8 Athleten…

Dann liefen die 9 Athleten Schulter an Schulter zusammen über die Ziellinie.

Das gesamte Publikum im Stadion stand auf und applaudierte. Und der Applaus schien nicht mehr enden zu wollen…

Menschen die das gesehen oder gar miterlebt haben, reden noch heute darüber. Wieso?

Weil tief in uns drin wir alle wissen, dass das Wichtigste im Leben ist, nicht für uns selber zu gewinnen. Das wichtigste im Leben ist, anderen zu helfen und zu gewinnen. Selbst dann, wenn dies bedeutet langsamer zu werden und das eigene Rennen zu unterbrechen.

Für was entscheidest Du Dich??

jupp passt

Your evil

 

Du bist berühmt-berüchtigt dafür, immer und überall dein Ziel zu treffen. Auch wenn du ein stilsicheres Auftreten hast, so kannst du nur sehr schwer deine Gier nach absoluter Macht verbergen. Manchmal zeigst aber auch du menschlich Gefühle: Du verbindest gern das Angenehme mit dem noch Angenehmeren – so wie auch James Bond.

Hintergrund II

Gestern hatte ich ja schon angedeutet, dass zu den Ursachen meiner – glücklicherweise vergangenen – Angststörung auch meine Familie gehört.

Der Grund dafür ist, dass in meiner Familie nie Gefühle gezeigt oder geäußert wurden. Genau genommen kann ich mich nur an ein einziges Mal bewußt erinnern, dass meine Mutter mich in den Arm genommen hat. Damals muss ich schätzungsweise vier oder fünf gewesen sein und ich hatte mir die Finger in einer Eisentür eingeklemmt.

Als Kind war mir natürlich nie bewußt, dass da was fehlt. Aber als ich mit meinem ersten Freund zusammen war gab es da ein Schlüsselerlebnis, dass mir die Augen öffnete. Mein damaliger Freund war ein ganzen Stück älter als ich und arbeitete auf Montage. Meistens war es so, dass er mich von zu hause abholte und mit zu seinen Eltern nahm, wenn er Freitags von der Arbeit heim kam. Wenn wir dann bei seinen Eltern an kamen stand meistens seine Mutter schon in der Tür und fiel ihrem Sohn zur Begrüßung um den Hals.

Als ich das zum ersten Mal sah entgleisten mir förmlich die Gesichtszüge und ich hab mich gefragt, was die denn da nun machen. Anfangs fand ich das sehr überzogen, es dauerte eine ganze Weile, bis ich merkte, dass das in sehr vielen Familien ganz normal ist.

Zuneigung zu zeigen fällt in meiner Familie nach wie vor sehr schwer. Und jemandem der nicht mein Partner ist, zu sagen, dass ich ihn oder sie lieb habe fällt mir nach wie vor sehr schwer. Es hat lange gedauert bis ich soweit war, dass ich zum Beispiel Freundinnen oder Freunde zur Begrüßung in den Arm nehmen kann und es funktioniert auch noch längst nicht bei allen. Aber bei den meisten…  bei den wichtigen Menschen in meinem Leben – funktioniert es mittlerweile. Unnötig zu erwähnen, dass meine Familie nicht dazu gehört.

Ich habe mich oft gefragt, warum das in meiner Familie so ist. Zumal es nicht auf die ganze Familie passt. Als ich vor vielen Jahren mit meiner Cousine, zwei Tanten und einem Onkel Urlaub in Spanien gemacht habe, habe ich meine Tanten gefragt, ob sie eine Erklärung dafür haben. Immerhin sind sie die Schwestern meiner Mutter. Und sie haben zu ihren Töchtern ein wesentlich innigeres Verhältnis als ich zu meiner Mutter je hatte. Sie hatten keine Erklärung, vermuten aber genau wie ich, dass irgendetwas in der Jugend meiner Mutter passiert sein muss, dass sie so geworden ist.

Früher hatte ich ein sehr schlechtes Verhältnis zu ihr. Wenn wir zwei Stunden in einem Raum verbringen mussten war Streit vorprogrammiert. Im Laufe der Jahre hat sich das gebessert. Ein Grund ist sicher, dass ich nach und nach immer weiter weg gezogen bin. Ein anderer, dass ich manchmal das Gefühl habe, dass sie sich, seit dem Tod ihrer eigenen Mutter, etwas verändert hat. Und auch ihre derzeitige Krankheit – die zumindest ein Stück weit ähnlich ist wie meine Angststörung, was sie aber nicht wahr haben will – scheint sie ein wenig zum Umdenken zu bewegen.

Jedoch ist es nach wie vor so, dass sie, wenn sie sich über etwas Sorgen macht, mit niemandem darüber spricht. Letztes Jahr gab es so eine Situation, die sich über einen langen Zeitraum erstreckte, während dem sie dann auch im Krankenhaus war. Jeder in meiner Familie sprach mich darauf an und so ziemlich jeder hatte den gleichen Verdacht wie ich, dass es eine Angststörung ist, die mit psychosomatischen Herzbeschwerden einhergeht.

Eigentlich hatte ich vermutet, dass sie über das, was ihr Sorgen machte – und was ich hier nicht näher erläutern möchte – zumindest mit meinem Vater spricht. Ich war total schockiert, als er mir – zum ersten Mal – ganz klar erklärte, dass sie über das Problem auch mit ihm nicht sprechen wollte. Wenn ich das Thema ansprach – und das Thema betraf sie sogesehen nicht mal persönlich – verbot sie mir den Mund.

Leider kann ich nur durch diese Fehler lernen und es besser machen. Ändern kann ich meine Mutter nicht mehr. Zum Glück war ich schon immer ein Mensch, der sein Herz auf der Zunge trägt und Probleme mit anderen Menschen bespricht (oder hier aufschreibt) um andere Meinungen zu hören und mir Ratschläge zu holen.

Und ich glaube, dass ist manchmal vielleicht anstrengend…  aber es ist der gesündeste Weg….